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Fort rettet Dynamo Dresden beim 1:1 gegen Aachen einen Punkt

Fort rettet Dynamo Dresden beim 1:1 gegen Aachen einen Punkt

Der Jubel von München ist verhallt, der Alltag hat Dynamo Dresden wieder: Beim Heimspiel gegen das bislang sieglose Tabellenschlusslicht aus Aachen erwiesen sich die Dresdner als Aufbaugegner und schenkten den Alemannen einen Punkt.

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Cristian Fiel (l) und Aachens Sergiu Radu im Zweikampf um den Ball.

Quelle: dpa

Die Mannschaft von Trainer Ralf Loose hatte zwar einige Chancen, rettete das 1:1 (0:1)-Unentschieden aber erst in der Nachspielzeit, als Pavel Fort den Ball mit letztem Einsatz per Kopf über die Linie drückte. Vor 28 309 Zuschauern im Glücksgas-Stadion hatte zuvor Aimen Demai per Foulelfmeter für die Führung der Alemannen gesorgt. David Solga, dessen Geburtstagsparty durch Forts Tor nicht völlig verdorben wurde, ärgerte sich: "Bevor wir das 1:0 kriegen, müssen wir 1:0 führen."

Dynamo begann die Partie wie erwartet wieder im 4-4-2-System: Zlatko Dedič rückte neben den in München noch allein stürmenden Mickael Poté, Martin Stoll musste den beim 4:2-Sieg in der Allianz-Arena verstärkten Abwehrverbund verlassen und blieb auf der Bank. Bei den Aachenern ersetzte David Hohs im Tor den an einer Leistenzerrung laborierenden Boy Watermann, Ex-Dynamo Jonas Strifler musste bei seiner Rückkehr an die Lennéstraße Kim Falkenberg auf der Rechtsverteidigerposition Platz machen.

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Der Ausgleich: Pavel Fort köpft den Ball ins Tor der Aachener.

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Aachen versteckte sich trotz der Änderungen nicht und ließ Dynamo zunächst nicht zur Entfaltung kommen. Bei einem Konter der Westdeutschen rutschte SGD-Innenverteidiger Florian Jungwirth weg, Reinhold Yabo marschierte in den Strafraum und versuchte, vor dem herausstürmenden Wolfgang Hesl einen Querpass auf David Odonkor zu spielen, doch der Ex-Nationalspieler konnte - frei vorm leeren Tor - den ungenau gespielten Ball nicht ereichen (13.). Dynamo hingegen kam erst nach 23 Minuten mal gefährlich vor das Tor der Alemannia, doch Dedičs Schuss aus ca. zehn Metern wurde noch zur Ecke abgeblockt. Der Slowene bekam danach noch mehrere Schussgelegenheiten, doch eine Lücke fand der 27-Jährige nicht.

Als Filip Trojan einen Jungwirth-Pass aufnahm und seinen Gegenspieler stehenließ, schien die Führung aber nah, doch dann legte sich der Tscheche den Ball zu weit vor, Hohs krallte sich die Kugel (27.). Auch Robert Koch scheiterte nach einer Ecke an Aachens neuer Nummer eins (32.). Es war die einzige von fünf Ecken, mit denen Dynamo etwas Gefahr erzielen konnte, die anderen von Cristian Fiel getretenen Bälle verpufften allesamt. Aachen hatte da mehr Glück und nutzte einen Strafstoß zum 1:0: Muhamed Subašić hatte bei einem Freistoß des Gegners den aufgerückten TSV-Innenverteidiger Tobias Feisthammel geklammert und war von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus aus Hannover mit Gelb und einem Elfmeter bestraft worden. Aimen Demai trat an und ließ mit einem Schuss ins linke untere Eck Hesl keine Abwehrchance (34.). Nun wurde es richtig ruppig, beide Mannschaften geizten nicht mit Fouls, ein Spielfluss kam bis zur Pause nicht mehr zustande. Kampf und Krampf bestimmten die Partie der beiden schwarz-gelben Traditionsklubs.

So ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Glück hatte Dynamo, als Demais Schuss von Romain Brégerie noch vor der Linie geklärt werden konnte (49.). Hoffnung auf den Ausgleich schöpften die Fans erst wieder, als Koch in etwa 20 Metern Torentfernung frei zum Schuss kam, doch Hohs konnte per Flugeinlage klären (54.). Ein Kopfball des Lausitzers zischte drei Minuten später über die Querlatte des Aachener Tores. Dynamo entwickelte nun mehr und mehr Druck, doch auch Subašićs Schuss nach Ablage von Dedič blieb ohne Erfolg und ging am langen Eck vorbei (61.). Als Trojan links in den Strafraum ging und schoss, verpasste Poté am zweiten Pfosten den Abstauber (64.). Von den Gästen war nun kaum noch etwas zu sehen. Wenn sie aber am Ball waren, hagelte es Pfiffe - vor allem gegen Odonkor, der sich mit Subasic beharkte. Als Torschütze Demai ausgewechselt wurde und sich mächtig Zeit für seinen Abgang nahm, setzte es wieder ein gellendes Pfeifkonzert.

Looses Profis verloren dabei den Faden, die Angriffe wurden überhastet vorgetragen, die Bälle zu oft geschlagen, Fehler häuften sich. Mit einem Doppelwechsel reagierte der Trainer zehn Minuten vor Schluss, um noch einmal Schwung in die Partie zu bringen. Loose nahm Dedič und Trojan raus, brachte Pavel Fort und Marvin Knoll. Auch Marcel Heller kam noch für Fiel. Als Cheikh Gueye abzog, fuhr Benjamin Auer den Arm aus und hielt den Ball auf. Die Dynamo-Profis protestierten lautstark, doch Bibiana Steinhaus gab den fälligen Elfmeter nicht (87.). Fort erlöste die Hausherren erst, als kaum noch einer daran glaubte. Der bullige Tscheche köpfte eine präzise Flanke von Brégerie ein (90.+2.). "Für einen Defensivspieler war die Flanke super", bedankte sich der Torschütze bei Brégerie, der ihm das zweite Saisontor aufgelegt hatte.

Jochen Leimert

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