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Fluthilfe-Spiel: Dynamo Dresden blamiert den Hamburger SV

Fluthilfe-Spiel: Dynamo Dresden blamiert den Hamburger SV

Einige Spieler grinsten über das ganze Gesicht, doch schon mit dem ersten Atemzug zog Peter Pacult die Euphoriebremse. „Kompliment an die Zuschauer. Wenn an einem Mittwochabend 15 700 Zuschauer kommen, dann kann sich das sehen lassen.

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Dynamo Dresden hat den Hamburger SV deutlich besiegt.

Quelle: Kay Kölzig

Vor allem, weil es der Fluthilfe zugute kommt, das ist die oberste Priorität. Ich weiß, dass Testspiele eine gewisse Aussagekraft haben, aber das bringt einem nichts für die Meisterschaft“, sagte der Österreicher. Dennoch lieferte seine Mannschaft ein wahres Spektakel, als sie am Mittwochabend den Bundesligisten Hamburger SV beim Flutspiel vor 15.762 Zuschauern mit sage und schreibe 4:0 (1:0) besiegten.

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Dynamo Dresden hat das Hochwasser-Benefizspiel überraschend deutlich gewonnen.

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Neben dem Ergebnis war die beste Nachricht des Abends, dass die Partie insgesamt 80 000 Euro einspielte, die je zur Hälfte der DNN-Fluthilfestiftung „Dresdner helfen Dresdnern“ und „Lichtblick“ gespendet werden. „Einen schöneren Tag kann es nicht geben. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden hat noch einen Batzen draufgelegt, um die Summe rund zu machen“, erklärte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU).

Ursprünglich wollte Trainer Peter Pacult nach eigenem Bekunden nur mit einer B-Elf auflaufen, doch der Coach wurde offenbar zurückgepfiffen. So schonte der Österreicher nur Cristian Fiel und Benjamin Kirsten. Romain Brégerie, Idir Ouali, Filip Trojan, Mickael Poté, Christoph Menz und Sebastian Schuppan aus der Startelf von Bochum mussten hingegen spielen.

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Für die Hochwasseropfer kamen rund 80.000 Euro zusammen.

Quelle: Kay Kölzig

Nach einem zögerlichen Beginn nahm die Partie ab der 15. Minute Fahrt auf. Vor allem die Hausherren zeigten gegen schwache Hamburger ansehnlichen Fußball. In der 16. Minute hatte Poté die erste große Möglichkeit, Dynamo in Führung zu bringen, doch seinen Schuss klärte HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny zur Ecke. Die beste Chance hatte jedoch Filip Trojan auf dem Fuß, doch der Tscheche legte, nach einem Sprint über das halbe Spielfeld, den Ball knapp rechts am Pfosten vorbei. Besser machte es Christoph Menz kurz vor der Pause. Der Neuzugang von Union Berlin brachte sein Team überraschend mit einem wunderschönen Schuss aus 22 Metern über Drobny hinüber in Führung (42.). „Das war sicher mein schönstes Tor, ich schieße sonst ja kaum welche“, sagte Menz nach dem Spiel. Der HSV brachte lediglich einen Freistoß in der 17. Minute von Petr Jiracek gefährlich vors Tor, doch Nico Pellatz klärte.

In der zweiten Hälfte brachte Hamburgs Coach Thorsten Fink dann unter anderen seinen Superstar Rafael van der Vaart, doch mit den Einwechslungen kam es noch heftiger für den Favoriten. Trojan (55.), Tobias Kempe (63.) und Soufian Benyamina (65.) sorgten mit ihren Treffern für eine regelrechte Blamage. Auch wenn Pacult den Ball unbedingt flach halten wollte, stellte er fest: „Natürlich ist ein 4:0 gegen einen Bundesligisten für Spieler, Fans und das Rundherum eine gute Sache, aber was zählt sind Meisterschaftspunkte. Man bekommt keine Zähler, aber sicher Sympathien und die haben wir uns heute hart erarbeitet.“

Aufstellung: 1. HZ: 20 Pellatz – 23 Schulz, 5 Brégerie, 17 Mravac, 27 Schuppan – 6 Hartmann, 24 Menz – 7 Ouali, 38 Müller, 8 Trojan – 10 Poté. / 2.HZ: 1 Scholz – 37 Leistner, 11 Losilla, 14 Sabah, 23 Schulz – 6 Hartmann (87. Gueye), 8 Trojan (80. 34 Stefaniak) – 25 Koch, 18 Kempe – 38 Müller (73. 31 Milde), 9 Benyamina.

Tina Hofmann

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