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Florian Fromlowitz kehrt mit Dynamo Dresden zurück an seine alte Wirkungsstätte

Florian Fromlowitz kehrt mit Dynamo Dresden zurück an seine alte Wirkungsstätte

Der Frust darüber, am Hamburger Millerntor eine verdiente 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben, sitzt bei Dynamo Dresden noch tief.

Hamburg/Dresden .

Von Jochen Leimert

Hamburg/Dresden (DNN). Der Frust darüber, am Hamburger Millerntor eine verdiente 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben zu haben, sitzt bei Dynamo Dresden noch tief. Doch nach dem bitteren 2:3 bei den zuvor sechs Spiele sieglosen St. Paulianern haben die Schwarz-Gelben kaum Zeit zur Erholung. Bereits heute reist Trainer Ralf Loose mit seiner Mannschaft von Hamburg aus weiter nach Hannover, wo morgen (20.30 Uhr) im DFB-Pokal das nächste schwere Auswärtsspiel ansteht.

Zwar kann Loose beim Gastspiel in der AWD-Arena wieder auf Abwehrchef Romain Brégerie und Kapitän Robert Koch zurückgreifen, doch der deprimierten Truppe neue Zuversicht einzuimpfen, wird nicht einfach. So setzt der Coach vor allem auf das Motto: Wir haben doch bei Hannover 96 nichts zu verlieren! "Nach dem historischen Sieg in Chemnitz hat sich die Mannschaft das Pokalspiel in Hannover verdient und kann befreit aufspielen", glaubt Loose. Dass das leichter gesagt als getan ist und die bedrohliche Tabellenposition in der Liga die Gedanken trübt, weiß der erfahrene Trainer: "Dass wir wieder keine Punkte geerntet haben, das ist sicher bitter. Trotzdem muss man nach vorne schauen und wieder Moral zeigen. Die Zweite Liga ist kein Zuckerschlecken, da gibt es halt Rückschläge." Dennoch glaubt Loose, dass seine Mannschaft die ärgerliche Niederlage auf dem Hamburger Kiez rechtzeitig bis zum Anpfiff verdaut hat: "Ich denke nicht, dass sie daran auf irgendeine Art und Weise zerbricht. Wir sind alle Profis und verfügen über eine gewisse mentale Stärke, um uns von Rückschlägen zu erholen. Man muss sich immer wieder neu aufstellen und das werden wir tun."

In anderer Formation - und gegenüber dem Spiel auf St. Pauli wohl auf mindestens drei Positionen verändert - wird Loose seine Truppe bei den 96ern aufs Feld schicken. Romain Brégerie wird in der Viererkette wieder Bjarne Thoelke verdrängen, während Robert Koch auf dem Flügel wohl Tobias Jänicke ersetzt. Zudem will der Trainer im Tor wechseln. Bereits beim letzten Mittwoch-Spiel, das Dynamo in der Liga mit 0:1 bei Hertha BSC verlor, hatte er Florian Fromlowitz gebracht und hinterher verkündet, dass er den ehemaligen 96er auch in Hannover einsetzen wolle. "Es bleibt dabei", bekräftigte Loose gestern noch einmal, "der ,Flo' macht einen sehr guten Eindruck." Für den 26-Jährigen spricht zudem die genaue Kenntnis der Verhältnisse in Hannover, wo der Nachfolger von Robert Enke von 2008 bis 2011 immerhin 58 Bundesliga-Spiele bestritt. An Motivation, es besonders seinem früheren Trainer Mirko Slomka zu zeigen, mangelt es dem gebürtigen Pfälzer keinesfalls. Vor seinem Comeback in der AWD-Arena hielt sich Fromlowitz mit offenen Kampfansagen zurück, doch dass er darauf brennt, alte Klasse neu unter Beweis zu stellen, daran ließ er schon nach seiner Vertragsunterschrift in Dresden keinen Zweifel: "Ich habe in der Vergangenheit gezeigt, welches Potenzial ich habe und dass ich es abrufen kann."

Gelegenheit, sich auszuzeichnen, dürfte er genug bekommen. "Dynamo ist in Hannover krasser Außenseiter. Wir spielen nicht nur auswärts gegen einen Bundesligisten, sondern gegen eine Mannschaft, die in Europa dabei ist", betonte Loose. Manager Jörg Schmadtke, mit dem er einst in Düsseldorf als Spieler das Zimmer teilte, und Trainer Slomka hätten in den letzten Jahren einen tollen Job gemacht.

Schiedsrichter ist Wolfgang Stark (Altdorf).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2012

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