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Florian Fromlowitz kehrt mit Dynamo Dresden nach Duisburg zurück

Florian Fromlowitz kehrt mit Dynamo Dresden nach Duisburg zurück

"Ich würde mich natürlich wohler fühlen, wenn ich im Tor stehen würde", gibt Florian Fromlowitz offen zu. Gerade am Sonnabend in Duisburg würde Dynamos aktuelle Nummer zwei zwischen den Pfosten nur zu gern zeigen, dass er noch immer ein Schlussmann für gehobene Ansprüche ist.

Dresden .

Dresden (DNN). "Ich würde mich natürlich wohler fühlen, wenn ich im Tor stehen würde", gibt Florian Fromlowitz offen zu. Gerade am Sonnabend in Duisburg würde Dynamos aktuelle Nummer zwei zwischen den Pfosten nur zu gern zeigen, dass er noch immer ein Schlussmann für gehobene Ansprüche ist. Dort, wo der einst als Hoffnungsträger geholte Ex-Hannoveraner nach nur 14 Spieltagen von Trainer Oliver Reck auf die Bank verbannt wurde, muss der 26-jährige Pfälzer aber wieder zuschauen. Es sei denn, Benjamin Kirsten fällt kurzfristig aus.

Dass er sich bisher trotz der Erfahrung von 70 Erst- und 24 Zweitliga-Spielen nicht gegen den ein Jahr jüngeren Dresdner Platzhirsch durchsetzen konnte, nimmt Fromlowitz sportlich: "Die Entscheidung ist erst einmal gegen mich gefallen. Das habe ich akzeptiert und gebe weiter Gas. Wenn meine Chance kommt, will ich sie auch nutzen." Lichtjahre vom Stammplatz entfernt sieht sich der frühere U21-Nationalkeeper nicht: "Ich hatte eine Woche Rückstand, war verletzt, habe dann aber eine sehr gute Vorbereitung gespielt. In den Spielen, in denen ich gefordert war, war ich da, habe meist zu null gespielt. Auch im Training habe ich alles gegeben."

Helfen kann er Dynamo jetzt nicht nur als Dampfmacher für Kirsten, sondern auch mit seinem Wissen über die Duisburger, die in der Liga mit zwei Niederlagen (1:4 gegen Aalen, 0:2 in Regensburg) und sechs Gegentoren starteten sowie viel Mühe im Pokal (1:0 in Halle) hatten: "Ich denke, dass sie noch in der Findungsphase sind, wundere mich auch ein wenig, dass sie den Schwung der guten Rückrunde nicht mitnehmen konnten. Sie haben sich zwar noch mit Jovanovic und da Silva verstärkt, da Silva ist aber verletzt. Wir sollten die Schwächen, die sie aufgezeigt haben, ausnutzen." Fromlowitz glaubt: "Spielerisch haben wir Vorteile, Duisburg ist immer gefährlich bei Standards, da muss man aufpassen. Da haben sie individuelle Klasse mit Sukalo und Bajic, die beim Eckball lauern. Auch letztes Jahr, als wir mit Duisburg 3:0 gegen Dynamo gewonnen haben, war Dynamo uns eigentlich haushoch überlegen, aber wir haben kurz vor der Halbzeit ein Standardtor gemacht und dann war es schwierig für Dynamo. Ich denke, wir sollten die Chancen, die wir bekommen, schnellstmöglich nutzen. Wenn wir in Führung gehen, sieht es ganz gut für uns aus."

Rachegefühle gegenüber Reck, der in einer kritischen Phase lieber auf den jungen Felix Wiedwald setzte, hegt Fromlowitz keine. Vor dem Spiel wird er dem MSV-Coach selbstverständlich die Hand geben, stellt er klar: "Ich habe noch mal mit ihm telefoniert und ihm alles Gute gewünscht. Ich bin alt genug, die Sache zu vergessen und will mich jetzt bei Dynamo sportlich durchsetzen." Reck hatte seinen Torwartwechsel im vergangenen November auch noch recht diplomatisch begründet: "Es war keine Entscheidung gegen ,Flo', sondern für Felix."

Darüber, ob es richtig oder falsch war, sich damals vor dem Spiel gegen Braunschweig aus Protest nicht auf die Bank zu setzen, denkt Fromlowitz nicht mehr nach: "Das ist passé. Ich habe einiges mitgemacht in Hannover und Duisburg, bin von der ersten in die zweite Liga durchgereicht worden. Für mich kann es nur noch aufwärts gehen. Ich will nicht mehr zurückblicken." Pfiffe der MSV-Fans gegen sich erwartet er nicht: "Ich habe keinem was getan. Dass ich damals das Hotel verlassen habe, ist geklärt. Das hatte auch private Gründe. Wenn es doch Pfiffe geben sollte, dann ist das so im Sport. Die, die pfeifen wollen, sollen pfeifen."

Dass es Fromlowitz bei Dynamo ernst meint, zeigt auch, dass er seine Zelte am Rhein abbricht. Das Haus in Moers hat er gekündigt: "In einer Woche werde ich mit meiner Frau komplett hierher ziehen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2012

Jochen Leimert

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