Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Filin schießt Eislöwen ins Viertelfinale

Eishockey Filin schießt Eislöwen ins Viertelfinale

Die Dresdner Eislöwen haben am Dienstagabend die Nervenschlacht gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 1:0 gewonnen. Vladislav Filin traf vor 3717 Zuschauern in der Verlängerung.

Jeffrey Szwez von den Eislöwen (vorn) ist vor Ty Wishart aus Crimmitschau am Puck.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. War das eine Nervenschlacht! Nach 77 heißumkämpften Minuten hat Vladislav Filin die Dresdner Eislöwen in den „siebenten Himmel“ geschossen. Der Förderlizenzspieler aus Berlin sorgte mit seinem Treffer im dritten Pre-Playoff-Spiel gegen die Eispiraten Crimmitschau gestern Abend vor 3717 Zuschauern für das 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0) in der Verlängerung und damit für die große Erlösung. Zuvor hatten sich die beiden Sachsen-Teams in einem hochspannenden Krimi eine Schlacht ohne Tore geliefert.

Bei den Dresdnern musste diesmal der Finne Teemu Rinkinen in den sauren Apfel beißen und auf der Tribüne Platz nehmen. Bill Stewart hatte dafür Max Campbell wieder in den Kader genommen und ihn an die Seite seines Sturmpartners Harrison Reed gestellt. Beide waren einst das Dream-Team vom Sahnpark. Doch im ersten Drittel konnte das Duo erst einmal keine Akzente setzen.

Von Beginn an zeigten die Gäste aus Crimmitschau, dass sie keinen Zentimeter Eis preisgeben werden. Zwar versuchten die Eislöwen gleich in den ersten fünf Minuten Eispiraten-Keeper Ryan Nie mit vielen Schüssen zu beschäftigen, doch Mirko Sacher (1.), Kai Wissmann (2.) und auch Feodor Boiarchinov (5.) scheiterten. Kurz darauf mussten die Hausherren zweimal hintereinander in Unterzahl agieren, überstanden allerdings das Powerplay unbeschadet. Die Eispiraten kämpften weiter bissig um jeden Puck, Christoph Kabitzky wirbelte wieder stark durch die Dresdner Abwehr, traf in der 13. Minute zum Glück nur ans Außennetz. Als dann zweimal die Gäste Strafzeiten zogen, kamen die Hausherren wieder besser ins Spiel, aber erneut blieb Ryan Nie bei allen Eislöwen-Schussversuchen Sieger.

Im Mittelabschnitt erhöhten die Stewart-Schützlinge den Druck, agierten aber teilweise zu umständlich. Das größte Manko aber war erneut das Powerplay. Gleich fünfmal mussten die gegnerischen Akteure in die Kühlbox, doch was die Gastgeber auch versuchten, sie konnten kein Kapital daraus schlagen. Und genauso ging es im dritten Durchgang weiter. Dabei lieferten sich beide Teams einen verbissenen Kampf. Allerdings war den blau-weißen Cracks mit zunehmender Spieldauer auch eine gewisse Nervosität anzumerken. Sie erarbeiteten sich zwar zahlreiche Chancen, aber nutzen konnten sie diese nicht. Symptomatisch die 53. Minute: Als bei den Gästen zwei Cracks auf die Strafbank mussten und die Elbestädter 1:34 Minuten in doppelter Überzahl agieren konnten, nahm Stewart vorher sogar noch eine Auszeit, um seine Schützlinge genau einzuweisen. Aber auch aus diesem Vorteil machten die Hausherren nichts. Insgesamt elf Überzahlspiele blieben damit ohne Torerfolg. Zumindest in der Schlussphase und auch in der Verlängerung überstanden die Hausherren auch drei Unterzahlspiele ohne Gegentreffer.

Jochen Leimert

Dresden 51.050409 13.737262
Dresden
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr