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Fast 20.000 Geistertickets und Public Viewing: Dynamo Dresden trotzt dem Geisterspiel-Urteil

Fast 20.000 Geistertickets und Public Viewing: Dynamo Dresden trotzt dem Geisterspiel-Urteil

Mit Public Viewings und bis Donnerstagmittag fast 20.000 verkauften Geistertickets für das Spiel gegen Ingolstadt am Sonntag wollen Dynamo Dresden, Fans und Veranstalter gemeinsam die gröbsten Auswirkungen des DFB-Urteils vom 23. Februar auffangen.

Für jeden echten Fan muss es an Folter grenzen, am Sonntag das eigene Stadion nicht betreten zu dürfen. Hilfe für den Verein wurde bislang in rekordverdächtigen Ausmaßen geleistet. Fast 20.000 sogenannte Geistertickets gingen bis Donnerstag 14 Uhr über den Ladentisch, bis Samstag könnte es sogar zum wohl ersten ausverkauften Geisterspiel der Fußballgeschichte reichen.

Die Fan-Qualen lindern sollen zudem mehrere Public-Viewing-Angebote. Neben den vielen kleinen Sportkneipen bieten unter anderem die Sachsenwerk-Arena in Niedersedlitz, der Ufa-Filmpalast in der Innenstadt und die Torwirtschaft in unmittelbarer Nähe des Glücksgas-Stadions Fußballvergnügen mit beinahe-Live-Charakter.

„Wir hoffen natürlich auf beste Dynamo-Live-Stimmung am Sonntag", sagt Ufa-Palast-Sprecher Till Grahl. Auf der Großleinwand im Kinosaal können mehrere Hundert Fans bei freiem Eintritt das Spiel verfolgen. Lediglich Essen und Getränke im Wert von mindestens 5 Euro müssen die Gäste konsumieren, damit sich das Event für den Veranstalter lohnt. Inhaber eines sogenannten Geistertickets müssen nur 2,50 Euro ausgeben. „Wir wollten die Ticketkäufer nicht doppelt belasten", so Grahl.

Mit „Bier zu Hammerpreisen" und lediglich 1,50 Euro Mindestverzehr bewirbt derweil die Sachsenwerk-Arena ihr Public-Viewing-Event. Ab 13.30 Uhr gibt es Fußballgenuss mit überdachten Sitzplätzen und einer 15-Quadratmeter-Leinwand.

Auch das nächste Auswärtsspiel gegen Frankfurt, zu dem Dynamo Dresden ohne Fans anreisen muss, soll für die Daheimgebliebenen zum „Heimspiel" werden. Am 16. März ist wieder Public Viewing geplant. So stellt der Dresdner Bierbrauer Feldschlößchen im Glücksgas-Stadion eine Riesenleinwand auf. Mehr als 14.000 Fans sollen das Auswärtsspiel im heimischen Stadion zum gefühlten Heimspiel werden lassen. „Notfalls stocken wir noch auf", so Feldschlößchen-Vorstand Mike Gärtner. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Dynamo-Präsident Andreas Ritter zeigte sich am Donnerstag demonstrativ solidarisch mit den Fans: „Wenn die Fans und Mitglieder nicht rein dürfen, dann gehe ich auch nicht." Am Samstag werde er entscheiden, ob er sich den Fans irgendwo anschließe, oder Zuhause am Fernseher schaue, so Ritter.

Jane Jannke / dpa

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