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Faninitiative von Dynamo Dresden will Chaoten und Pyrotechnik die rote Karte zeigen

Faninitiative von Dynamo Dresden will Chaoten und Pyrotechnik die rote Karte zeigen

Zum Heimspiel der SG Dynamo Dresden am Sonntag gegen den SV Sandhausen will eine Faninitiative „Pyro und Chaoten“ symbolisch einen Platzverweis erteilen.

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Pyrotechnik im Gästeblock hat Dynamo Dresden am vergangenen Wochenende Negativschlagzeilen beschert.

Quelle: dapd

Die erst in dieser Woche von zwölf Fans gegründete Initiative will damit nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen jene setzen, die den Verein zuletzt in Kaiserslautern in schlechtes Licht gerückt haben. Auf der Gegentribüne sollen laut Mitteilung 8000 rote Karten verteilt und Banner präsentiert werden. Dies soll vor Anpfiff geschehen, wenn im Stadion die Dynamo-Hymne „zwölfter Mann“ gespielt wird.

„Es geht uns vor allem darum, dass der Verein nicht länger – durch welches Vergehen auch immer – geschädigt wird. Damit muss Schluss sein“, erklärt Benjamin Lange, Sprecher der Initiative. „Wir stehen für eine gewalt- und pyrotechnikfreie Unterstützung der SG Dynamo Dresden. Unser Ziel ist die farbenfrohe und kreative Unterstützung der Mannschaft. Wir sprechen uns entschieden dagegen aus, dass unserem Verein weiterhin in irgendeiner Art und Weise Schaden zugefügt wird“, erklärt er.

Zuletzt hatten in Kaiserslautern Teile der Fanszene durch das Abbrennen von Pyrotechnik oder durch Randale dem Verein Ärger beschert. Dass der Verein im kommenden Jahr im DFB-Pokal antreten kann, hängt von der Berufungsverhandlung vor dem Sportgericht ab. Denn obwohl Dynamo weder nach den Vorfällen 2011 in Dortmund oder 2012 Fehler nachgewiesen wurden, müssen die Schwarz-Gelben nach den Regeln von DFB und DFL in jedem Fall für das Verhalten ihrer Fans gerade stehen.

Innerhalb der Fanszene von Dynamo sind die Meinungen zur Initiative „Rote Karte gegen Pyro und Chaoten“ gespalten. Vor allem der Fakt, dass die Gruppe sich dezidiert auch gegen den unerlaubten Einsatz von Pyrotechnik richtet, gefällt vielen nicht. „Maßnahmen wie die von einigen Dynamofans angedachte ‚Rote Karten Aktion’ werden aber unserem Anspruch nach aufrichtiger Beschäftigung mit der Problematik nicht gerecht“, teilte beispielsweise die Fangemeinschaft Dynamo mit, die sich als Dachverband der schwarz-gelben Fanclubs versteht.

„Natürlich können wir zwischen den absolut abzulehnenden wiederholten Gewaltexzessen rund um einige Auswärtsspiele, dem Einsatz verbotener Pyrotechnik im Stadion oder anderweitig strafwürdigem Verhalten im Stadion, wie zum Beispiel den unsäglichen Becher- und Feuerzeugwürfen differenzieren“, erklärt Lange. Es gehe zunächst darum dem Verein nicht weiter zu Schaden.

Dynamo Dresden selbst hatte nach den Vorfällen in Kaiserslautern angekündigt, ohne Fans zu den Auswärtsspielen in Aue, Braunschweig und bei Union Berlin antreten zu wollen. Ob dieser Ausschluss verlängert oder verkürzt werde, sei vom Dialog mit den Fans und deren Verhalten abhängig, teilte der Club mit.

sl

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