Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Es tropft mal wieder... VC Dresden muss Spiel in der Margon Arena abbrechen

Es tropft mal wieder... VC Dresden muss Spiel in der Margon Arena abbrechen

Trainer Sven Dörendahl und seine VC-Volleyballer wollten es gar nicht glauben - doch drei Minuten vor dem geplanten Spielbeginn sagte Schiedsrichterin Sabine Witte am Sonnabend die letzte Vorrundenpartie des Erstliga-Aufsteigers gegen Vizemeister Generali Haching ab.

Voriger Artikel
Dynamo Dresden: Keeper Kirsten hadert mit dem weichen Platz
Nächster Artikel
Football: Dresden Monarchs verpflichten Spielmacher Marques Ivory

Da oben ist ein Leck: Eric Grosche vom VC blickt zur Hallendecke.

Quelle: Sebastian Schubert

Der Grund: Es tröpfelte vom Hallendach in die Margon-Arena. Etwa einen Meter neben dem Spielfeld hatte sich ein kleiner nasser Fleck gebildet. "Wenn meine Spieler schwitzen, wird der Boden feuchter als durch diese Tropfen", meinte Dörendahl frustriert. Dabei hatte er mit seinem Team angeboten, die gesamte Partie auf der betroffenen Seite zu bleiben und den Gästen aus Unterhaching das andere Feld zu überlassen. Gäste-Trainer Mihai Paduretu wäre damit einverstanden gewesen. Doch Sabine Witte ordnete nach einem Telefonat mit Bundesspielwart Werner Schaus an, dass die Partie wegen des Verletzungsrisikos nicht angepfiffen werden darf. "Es geht vor allem um versicherungsrechtliche Dinge, sollte sich ein Akteur verletzen", begründete die Schiedsrichterin die Entscheidung, die auch bei den rund 600 Zuschauern wenig Freude auslöste.

"Auch ich habe so etwas noch nicht erlebt. Allerdings lag die nasse Stelle im Anlaufbereich für eine Angriffsposition, deshalb wäre es schon ein Risiko. Dennoch finde ich es schade, vor allem für die Fans", meinte der Hachinger Kapitän Christian Dünnes. Beide Mannschaften hätten die Begegnung gern ausgetragen. "Wir wollten vor dem Pokalfinale in einer Woche im Rhythmus bleiben", so Paduretu. Sven Dörendahl sah das nicht anders: "In zwei Wochen beginnen die Pre-Playoffs, da fehlt uns dieses Spiel in der Vorbereitung." Eine Neuansetzung erscheint unwahrscheinlich, da die Zeit dafür knapp wird und das Spiel auf die Tabelle ohnehin keinen Einfluss mehr hätte. Für die Besucher behalten die Tickets ihre Gültigkeit für das erste Pre-Playoff-Heimspiel.

"Uns entgehen damit aber trotzdem Einnahmen. Das ist sehr bitter, aber ich habe ja Erfahrung mit Dachschäden", gab Geschäftsführer Matthias Broda, der noch Schlimmeres schon in der Energie-Verbund -Arena erlebte, sarkastisch zu Protokoll. Ob der VC Ersatzansprüche an den Hallenbetreiber geltend macht, stand gestern noch nicht fest.

Robert Baumgarten, Geschäftsführer vom Hallenbetreiber Kreissportbund, bedauert das Desaster und gab zu: "Es hat schon mehrfach vom Dach in die Halle getropft. Doch noch nie war ein Wettkampf davon betroffen. Wir haben Dachdeckerfirmen mit der Ursachenforschung und Reparatur beauftragt. Das hat bislang auch funktioniert. Doch nach diesem Vorfall müssen wir gemeinsam mit der Stadt vielleicht nach einer Lösung suchen." Sportamtsleiter Sven Mania konnte noch nicht viel dazu sagen: "Wir wissen, dass bisher vom Betreiber alle Mängel beseitigt wurden. Sollten jetzt größere bauliche Maßnahmen erforderlich sein, müssen wir das mit dem Eigentümer abstimmen."

Eine Lösung sollte schnellstens gefunden werden, denn in wenigen Wochen beginnen auch für die DSC-Volleyballerinnen die Playoffs. Da kann dieser Dachschaden auch schnell zum Imageschaden für die Stadt werden. A. Hofmann

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2013

Hofmann, Astrid

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr