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Erster französischer Sieg in Dresden-Seidnitz

Erster französischer Sieg in Dresden-Seidnitz

Die weite Reise hat sich gelohnt. Der französische Top-Trainer Henri-Alex Pantall, der im westfranzösischen Beaupréau rund 150 Pferde betreut, hatte die dreijährige Soho Rose und Jockey Fabrice Veron nach Dresden geschickt, um am letzten Listenrennen des Jahres in Deutschland teilzunehmen.

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Den Großer Sächsischen Herbstpreis - das Hauptrennen beim Saisonfinale - gewann Fabrice Vero auf Soho Rose (Mitte).

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Von Astrid Hofmann

Die Stute zeigte gestern beim Großen Sächsischen Herbstpreis über 2200 Meter, was in ihr steckt und holte sich ganz souverän die 13000 Euro Siegprämie ab. Mit drei Längen Vorsprung verwies sie Russian Tango unter Eduarado Pedroza und Staying Alive mit Wladimir Panov im Sattel auf die Plätze.

Über den ersten französischen Sieg überhaupt in Dresden freute sich auch Rennvereins-Präsident Matthias Stier: "Vielleicht entscheidet ein solcher Spitzentrainer wie Pantall nach diesem Erfolg, bald einmal wieder einen Starter zu uns zu schicken." Auch sonst zeigte sich der Vereinschef mit dem Saisonfinale in Seidnitz zufrieden. Immerhin strömten noch einmal knapp 6000 Besucher auf die Bahn und sie erlebten acht spannende Rennen mit 88 Vollblütern. Von den Jockeys stachen diesmal nicht die schon bekannten Namen heraus, sondern "das Rennen machte" der erst 18-jährige Martin Seidl, der sich gleich dreimal in die Siegerliste eintrug. Der im bayerischen Vilsbiburg beheimatete Nachwuchsmann gewann zuerst mit der von Trainer Roland Dzubasz betreuten Eastside Gallery, legte gleich anschließend für Hans-Jürgen Gröschel mit Danse En Soiree nach und war auch mit der von John-David Hillis trainierten Maxima nicht zu schlagen.

Obwohl Champion Filip Minarik diesmal keinen Treffer an der Elbe landete, gewann er mit insgesamt sechs Siegen das "Silberne Hufeisen" als bester Reiter des Jahres in Dresden. Bei den Trainern sicherte sich Roland Dzubasz das Hufeisen mit sieben Treffern. Die Dresdner Trainer gingen am letzten Renntag auf der Heimbahn so gut wie leer aus. Der dritte Platz von Renoir und der vierte Rang von Timara - beide aus dem Stall von Claudia Barsig - waren die einzige Ausbeute der 13 Lokalmatadoren.

Zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen des Rennvereins aber mit dem Umsatz, denn immerhin wurden in den acht Rennen 170538,24 Euro verwettet. Damit konnten die Erwartungen erfüllt werden, auch wenn im Vorjahr noch rund 20000 Euro mehr zu Buche standen, allerdings standen 2011 neun Rennen auf dem Programm.

Auch das Saisonfazit von Matthias Stier fiel im Wesentlichen positiv aus. "Natürlich haben die Tribünenprobleme die Saison überschattet. Aber unter dem Gesichtspunkt dieser Schicksalsschläge, dass wir an zwei Renntagen die alte Holzkonstruktion gar nicht benutzen durften, hat sich einmal mehr die Treue unseres Publikums bezahlt gemacht", so der Präsident, der zuversichtlich ist, dass die Tribüne im nächsten Jahr wieder voll zur Verfügung steht. "Der Bauantrag wurde von uns eingereicht und wenn die Baugenehmigung kommt, kann es losgehen. Die Gaststätte werden wir jedoch erst in Angriff nehmen, wenn ein neuer Gastronom dafür gefunden ist", so Stier.

Dass der Negativtrend im deutschen Turfsport auch um die Rennbahn in Seidnitz keinen Bogen macht, zeigt die Entwicklung des Gesamtumsatzes. Erstmals seit vielen Jahren lag der Umsatz mit knapp 900000 Euro unter der magischen Millionen-Grenze. Im letzten Jahr standen immerhin noch 1,1 Millionen Euro auf der Habenseite, was ein Rückgang von rund 17,8 Prozent darstellt. Allerdings veranstalteten die Dresdner 2011 nicht nur sieben, sondern acht Renntage. Deshalb gibt der Blick auf den Umsatz pro Rennen ein nicht so dramatisches Bild, denn da betrug der Rückgang nur etwa 2,39 Prozent. Für 2013 planen die Seidnitzer erneut sieben Renntage, die aber noch nicht terminiert sind. Aufgalopp soll voraussichtlich am 12. Mai sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.11.2012

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