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Engels Dreier wirft die Dresden Titans aus der Bahn

Engels Dreier wirft die Dresden Titans aus der Bahn

Lange sahen sie wie die sicheren Sieger aus, doch am Ende mussten sie den Schwelmer Baskets zum Auswärtserfolg gratulieren. Leicht fiel das den Dresden Titans nicht, denn die 83:90-Pleite war für sie richtig bitter.

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Max von der Wippel setzt vor Mirko Anastasov zum Korbwurf an.

Quelle: M. Rietschel

Erst in der Verlängerung gaben die Gastgeber vor 1026 Fans in der Margon-Arena ihr erstes Playoff-Viertelfinalspiel aus der Hand. Mit einem Drei-Punkte-Wurf zum 74:74 hatte Felix Engel die Gäste in die Verlängerung gerettet, wo sie letztlich stabiler punkteten und den demoralisierten Dresdnern doch noch den Zahn zogen.

"Es ist echt erschütternd, wenn man die ganze Zeit führt und dann elf Sekunden vor dem Ende zum ersten Mal die Führung abgibt. Das geht auf die Psyche", gestand Titans-Aufbauspieler Philipp Lieser nach einer Partie, die bei allen in der Halle an den Nerven gezerrt hatte.

Es fiel schwer zu glauben, dass das Spiel noch kippen könnte, nachdem die Dresdner ihre 39:36-Halbzeitführung im dritten Viertel durch Lieser und Kapitän Andrew Jones schnell auf 49:38 ausgebaut hatten. Selbst nach dem Viertel führten die Titans noch 61:54 und waren zuversichtlich, das erste von maximal drei Duellen zu gewinnen. Aber dann brachen die mit vielen Fouls belasteten Gastgeber ein und mussten zwei Minuten vor Schluss auch das fünfte persönliche Foul für Power Forward Alexander Heide hinnehmen. Zu allem Übel trafen Sebastian Schröter, Brandon Hogg und Engel sicher, Jones und Damon Smith versprang indes der Ball auf dem Korb.

"Wir haben an uns geglaubt, gekämpft und wir hatten diesen glücklichen Wurf", kommentierte Schwelms Trainer Raphael Wilder die Endphase der regulären Spielzeit. Der Vorjahresfinalist war in der Hitze des Gefechts einfach cooler geblieben, während sich die Dresdner zu viele Fehler geleistet hatten. "Am Ende waren ein bisschen die Kräfte weg, und wir haben die Konzentration verloren", analysierte Titans-Trainer Thomas Krzywinski. Er gab zu: "In der Verlängerung war Schwelm die klar bessere Mannschaft."

In den fünf Minuten extra ärgerte wiederum Felix Engel die Titanen, als er nach Mirko Anastasovs Zweier zur erstmaligen Schwelmer Führung (80:78) einen wichtigen Dreier zum 83:78 nachlegte. Und als sie auch den starken Smith mit dem fünften Foul verloren hatten, war es um die Hausherren endgültig geschehen. Jones blieb nur noch Ergebniskosmetik, nachdem der treffsichere Hogg die Schwelmer mit zwei Freiwürfen zum 89:81 weiter in Front gebracht hatte.

Trainer Thomas Krzywinski beklagte sich später über einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen: "Die Schwelmer kriegen 32 Freiwürfe. Meiner Meinung nach müssen wir genauso viele kriegen - oder Schwelm wie wir nur 16. Ansonsten waren wir das bessere Team, haben die Bretter dominiert, viel besser gereboundet und solide geschossen. Ja, es ist schon ärgerlich."

Sauer war auch Alex Heide. Ihm hatten die Referees gar nicht gefallen: "Im letzten Spiel haben wir gesehen, wie hart wir hinlangen konnten. Ob es die Recklinghäuser oder wir waren - das war eine ganz andere Gangart. Heute war es Kindergarten. Wir spielen hier in der Pro B die zweite Playoff-Runde und werden gepfiffen wie Kleinkinder."

Die Leistung in der regulären Spielzeit machte ihm freilich Mut für die zweite Partie am Sonnabend (19.30 Uhr) in Schwelm: "Wenn wir uns konzentrieren, dann sind die Schwelmer schlagbar." Dass die Titans in Nordrhein-Westfalen zuletzt zweimal unterlagen, ist für ihn kein schlechtes Omen: "Ich bin nicht abergläubisch."

Beste Dresdner Werfer: Smith 25, Jones 18, Lieser 17, Dölle 10.

Beste Schwelmer: Engel, Hicks je 21, Hogg 15, Schröter 11.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.03.2014

Jochen Leimert

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