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Endstation Halbfinale: Dresden Monarchs verlieren an der Ostsee

Endstation Halbfinale: Dresden Monarchs verlieren an der Ostsee

Der Traum vom German Bowl bleibt weiter unerfüllt, dennoch beenden die Dresden Monarchs diese Footballsaison mit hoch erhobenen Köpfen.

Kiel/Dresden .

Trotz des Ausscheidens im Halbfinale bei den Baltic Hurricans war es die erfolgreichste in der 20-jährigen Geschichte der Königlichen. In Kiel unterlagen die Monarchs nach ordentlicher gestern Nachmittag mit 14:35 (14:21), der Favorit war (mal wieder) zu stark.

"Wir sind natürlich jetzt erst einmal alle sehr enttäuscht", meinte Monarchs-Geschäftsführer Jörg Dreßler gestern vor der rund achtstündigen Heimreise von der Ostsee nach Sachsen. "Aber wir sind trotzdem sehr zufrieden mit dieser Saison, wir haben so viele Punkte gesammelt wie noch nie zuvor", so Dreßler weiter, "und wir wir wachen auch in diesem Halbfinale nicht chancenlos.

Tatsächlich hielten die Dresdner vor den 2356 Fans - von denen gut 100 den Blau-Goldenen die Daumen drückten, bis zur Halbzeitpause gut mit. Quarterback Warren Smith brachte die Monarchs gleich im ersten Angriff mit einem Lauf über neun Yards in Führung, auch Jan Hilgenfeldts Versuch zum Extrapunkt war gültig. Doch die Hurricans schlugen zurück. Quarterback Jeff Walsh fand mit einem langen Pass seinen Receiver Philipp Dohrendorf, sieben Minuten später düpierte Kiels Runnigback Trevar Deed mit einem Touchdownlauf über 54 Yards die Gästeabwehr, beide Extrapunkte waren gut, Kiel führte 14:7. Doch noch war das erste Viertel nicht zu Ende. Warren Smith passte auf Jamal Smith - der Touchdown zum Ausgleich.

Es waren die letzten Punkte der Monarchs in diesem Halbfinale. "Das ist der entscheidende Punkt. Wir haben danach in der Offensive unsere Chancen einfach nicht mehr genutzt und deswegen verloren. Die 35 Zähler der Hurricans sind in Ordnung, unsere Defense hat sehr gut gehalten. Aber unsere 14 Punkte sind dann eben leider zu wenig, um in so einem entscheidenden Match die Oberhand zu behalten", analysierte später Dreßler. Vor allem, dass Jan Hilgenfeldt zwei Fieldgoal-Versuche misslangen, missfiel. "Das sind einfach sechs Punkte, die fehlen", sagte der Geschäftsführer.

Und mit einem im Trikot der Hurricans hatte dann doch auch die Dresdner Abwehr Probleme: Trevar Deed. Nachdem Aaron Love nach einem Pass von Jeff Walsh noch vor der Pause wieder in Führung gebracht hatte, legte der Kieler Runningback im dritten und vierten Viertel noch jeweils einen Touchdownlauf (einmal über 20, dann über 13 Yards) nach. Die Entscheidung! Die Königlichen hatten nichts mehr entgegen zu setzen. "Ich bin stolz auf euch Jungs", lobte Monarchs-Cheftrainer Gary Spielbuehler nach dem Ende dennoch seine Spieler. Die verschwanden ziemlich schnell und sichtlich frustriert in der Kabine.

Beim German Bowl, der am 13. Oktober in Berlin ausgespielt wird, schauen die Dresdner mal wieder nur zu. Was die Baltic Hurricans da ausrichten können, bleibt abzuwarten. Gegner sind die Schwäbisch Hall Unicorns, die sich im zweiten Halbfinale mit 38:21 gegen die Berlin Adler durchsetzen konnte. Die Endspielpaarung im Kampf um den deutschen Meistertitel ist damit die gleiche wie im Vorjahr, da behielten die Unicorns in Magdeburg mit 48:44 die Oberhand.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2012

Th. Scholze

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