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"Eliteschule des Sports 2011" steht in Dresden

"Eliteschule des Sports 2011" steht in Dresden

Die Sportmittelschule, die gemeinsam mit dem -gymnasium das Sportschulzentrum bildet, ist gestern in Frankfurt zur "Eliteschule des Sports 2011" gekürt worden.

Von Katrin Richter

DSC-Volleyballerin Mareen Apitz, eine der "wertvollsten Zuspielerinnen" der Bundesliga, ist auf die Sportmittelschule gegangen und auch Shorttrackerin Bianca Walter, die heute zu Deutschlands Spitzensportlerinnen gehört.

225 Schüler von Klasse 5 bis 10 lernen im Moment an der Mittelschule am Messering im Ostragehege. Zwei Drittel kommen aus Dresden. 90 Prozent der Kinder stammen aus Sachsen, der Rest aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Schule ist aber nicht immer eine Spezialschule nur für junge Leistungssportler gewesen. "Anfang der 1990er Jahre hatten wir um die 400 sportinteressierte Schüler bei uns", erinnert sich Schulleiter Gernot Zeller, der seit 1991 an der Schule arbeitet. Vor allem viele junge Fußballer habe es damals gegeben. Seit 2002 nun brauchen die Kinder eine Verbandsempfehlung des Landessportbundes, um aufgenommen zu werden. Die gibt es nur, wenn sie zuvor den Test in ihrer jeweiligen Sportart bestanden haben, den die Landesfachverbände veranstalten. 17 Sportarten, darunter Rudern, Wasserspringen, Volleyball, Shorttrack, Eisschnelllauf und Leichtathletik, sind im Angebot. "Die Schüler müssen diese Tests nicht nur in der 4. Klasse, sondern alle zwei Jahre bestehen", erklärt Zeller. Andernfalls werde geprüft, ob eine andere Sportart vielleicht geeigneter ist. Klappt auch das nicht, müssen die Kinder auf eine herkömmliche Mittelschule wechseln. Etwa 25 Jugendliche pro Jahr verlassen die Sportmittelschule wieder. Dafür kommen aber ebenso viele Quereinsteiger - darunter vom Sportgymnasium.

Die Kinder sind zumeist hochmotiviert und nehmen für ihren Sport in Kauf, dass die Freizeit recht knapp bemessen ist. In der Woche wechseln sich Unterricht und Training bis in die späten Nachmittagsstunden ab. Und auch an den Wochenenden haben die jungen Sportler in der Regel nicht frei, denn da sind die Wettkämpfe angesetzt, für die sie zuvor hart trainiert haben. Außerdem gibt es pro Schuljahr ein bis zwei mehrwöchige Trainingslager. Dafür werden die Kinder vom Unterricht freigestellt. "Die Schüler kommen im Schnitt auf 30 bis 40 entschuldigte Fehltage pro Schuljahr", berichtet Zeller.

Die doppelte Belastung verlangt auch den 28 Lehrern allerhand ab. Der Unterrichtsstoff muss nachgeholt werden. "In den Winterferien bieten wir wieder Intensivkurse in Mathe, Deutsch, Englisch und den Naturwissenschaften an", erklärt der Schulleiter. Auch abends und am Wochenende seien die Lehrer für die Kinder da, unterrichten sie und feuern sie auch bei Wettkämpfen an.

Informationstag im Sportschulzentrum morgen, 15 bis 18 Uhr, Messering 2a; www.sportmittelschule.org

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.02.2012

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