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Elbflorenz knöpft Hüttenberg die ersten Punkte ab

Handball Elbflorenz knöpft Hüttenberg die ersten Punkte ab

Der HC Elbflorenz feierte sein zehnjähriges Bestehen und die Drittliga-Handballer lieferten das perfekte Geschenk dazu. Der Tabellen-Vierte feierte einen Sieg gegen den Liga-Krösus TV Hüttenberg, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war.

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Lars Bastian setzt zu einem seiner drei Treffer für den HC Elbflorenz an.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Der HC Elbflorenz feierte sein zehnjähriges Bestehen und die Drittliga-Handballer lieferten das perfekte Geschenk dazu. Der Tabellen-Vierte feierte einen Sieg gegen den Liga-Krösus TV Hüttenberg, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Denn der bislang verlustpunktfreie Spitzenreiter kam nach 19 Spieltagen mit komplett weißer Weste an die Elbe. Noch keinem Team der Liga war es bislang gelungen, dem Zweitliga-Absteiger auch nur einen Punkt abzuknöpfen. Doch die Dresdner, die sich vor der Saison selbst zum Aufstiegskandidaten gekürt hatten, dann aber schnell ihre Ambitionen begraben mussten, setzten zumindest an diesem 20. Spieltag ein Achtungszeichen.

Vor über 500 Zuschauern, darunter auch vielen ehemaligen Spielern, Verantwortlichen und Ex-Trainer Peter Pysall, lieferte Elbflorenz dem Favoriten einen großen Kampf und setzte sich mit 25:23 (13:11) durch. Sicher sahen die Fans kein spielerisch hochklassiges Duell, aber eins, das vor allem aus Dresdner Sicht mit viel Kampf, Leidenschaft und Willen geführt wurde. Nils Kretschmer, der neben dem stark aufspielenden Sebastian Gress und dem überragenden Henrik Ruud Tovas im Tor zu den Besten in den Reihen der Elbestädter gehörte, sagte anschließend: „Wir wollten unbedingt das erste Team sein, das Hüttenberg schlägt.“ Kreisläufer Rico Göde, zugleich Co-Trainer des Teams, erklärte: „Natürlich waren wir gegen den Ersten hochmotiviert, wollten einen kämpferischen Sieg erreichen. Das ist uns gelungen.“ Warum die Mannschaft aber bisher nicht immer so aufgetreten ist und gegen Abstiegskandidaten wie Gelnhausen patzte, konnte auch er nicht wirklich erklären.

Für Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson war es „ein ungewohntes Gefühl, ohne Punkte nach Hause zu fahren“, wie der Isländer zugab. Um Platz eins und damit den direkten Wiederaufstieg müssen die Hessen jedoch bei acht Punkten Vorsprung auf die Verfolger nicht fürchten. Die Dresdner wollen nun den Schwung mitnehmen und vielleicht noch Platz zwei erreichen. Dafür brauchen sie allerdings Schützenhilfe.

Die Entscheidung über den künftigen Trainer soll aber inzwischen schon gefallen sein. Obwohl es beim Drittligisten noch keiner offiziell bestätigen will, soll der Vertrag mit Christian Pöhler bereits unter Dach und Fach sein. Der 34-jährige gebürtige Berliner arbeitet seit 2012 beim Nord-Drittligisten Anhalt Bernburg als Chefcoach und soll im Sommer an die Elbe wechseln. Auch wenn Bernburg seine erste Station als verantwortlicher Trainer einer Männermannschaft ist, kann er schon auf langjährige Erfahrungen verweisen. So arbeitete er zwischen 2002 und 2007 als Assistent von Uwe Jungandreas bei Concordia Delitzsch. Beide schafften mit dem Team, zu dem unter anderen auch Rico Göde und die Nationalspieler Lars Kaufmann und Silvio Heinevetter gehörten, 2005 den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Pöhler, der selbst in Zwickau Handball spielte, musste seine eigene Laufbahn nach zwei Kreuzbandrissen schon mit 17 Jahren beenden. Er studierte in Leipzig Sportwissenschaften und sammelte beim SC Magdeburg auch Erfahrungen als Trainer im Nachwuchsbereich, war zuletzt zudem Landestrainer von Sachsen-Anhalt.

Elbflorenz-Tore: Gress 8, Kretschmer 6, Bastian 3, Göde, de Santis je 2, Jurgeleit 2/2, Quade 1, Boese 1/1.

Astrid Hofmann

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