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Eisspeedway in Dresden: Sieger kommen aus Schweden und Russland

Eisspeedway in Dresden: Sieger kommen aus Schweden und Russland

Es war eine Entscheidung auf Messers Schneide: der Russe Dmitri Khomitsevitch und der Österreicher Franz "Franky" Zorn lagen mit jeweils zwölf Zählern punktgleich auf Platz eins - Spannung bis zur letzten Sekunde für 1500 Zuschauer, als die beiden am Sonntag im letzten Rennen des 4. Laufs der "Golden Spike Serie" im Eisspeedway gegeneinander antreten mussten.

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Die Rennen wurden von ursprünglich geplanten vier Runden auf drei verkürzt, um das weiche Eis ob der knapp drei Zentimeter langen Spikes zu schonen.

Quelle: Franziska Schmieder

Der Schwede Stefan Svensson und Zorns Landsmann Harald Simon als dritter und vierter Starter waren in diesem Finale nur Statisten.

Dreimal 400 Meter später stand der Sieger fest, und er kam, wie gewöhnlich beim Eisspeedway, aus Russland. Trotzdem: Franky Zorn, der noch am Samstag beim Weltcup-Rennen in den Niederlanden gestartet war, war zufrieden mit seinem Ergebnis, wurde umjubelt und beglückwünscht von seinen Anhängern, als hätte er soeben gewonnen, gab Autogramme, ließ sich mit seinen Fans vor dem Teambus ablichten. "Wir hatten bis gestern drei Tage Grand Prix in Assen, sind die ganze Nacht durchgefahren um hier zu starten. Mit dem zweiten Platz bin ich voll zufrieden!"

Und noch einer der Starter ging vollkommen zufrieden aus diesem Wochenende, auch wenn er am Ende nur auf Platz sieben landete: Per-Olof "Posa" Serenius, 64-jähriger Oldtimer der Szene, hatte schon am Samstag bei den internationalen German Open den Jungspunden gezeigt, wo der Hammer hängt und die Konkurrenz aus Russland und Tschechien auf die Plätze verwiesen. Dass es gestern jedoch eine Nummer schwieriger werden würde, war dem Weltmeister von 1995 und 2002 klar. Die Weltklassefahrer aus Assen würden das Feld merklich aufmischen. Und so war es dann auch: streifte Stefan Pletschacher aus Traunstein im Südosten Bayerns am Samstag mit Platz vier noch knapp das Podium, reichte es gestern nur noch zu Platz acht. Zufrieden war aber auch er.

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Dem Publikum hat die Premiere in Dresden dennoch gefallen, trotz - oder gerade wegen - der wenigen Stürze.

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Prächtiges Wetter und Temperaturen um die 20 Grad lockten Begeisterte aus dem In- und Ausland auf die Tribünen vor der Energie-Verbund-Arena, schafften aber auch für Sorgenfalten bei den Organisatoren, die die Rennen von ursprünglich geplanten vier Runden auf drei verkürzen mussten, um das weiche Eis ob der knapp drei Zentimeter langen Spikes zu schonen. Dem Publikum hat die Premiere in Dresden dennoch gefallen, trotz - oder gerade wegen - der wenigen Stürze: Tilo Fröse kam mit Frau und Tochter aus der Nähe von Freiberg und zeigte sich begeistert. "Als ehemaliger Motorsportler kommt man hier nicht wegen der spektakulären Stürze, sondern um die Weltklassefahrer zu sehen", erklärte der zweimalige deutsche Vizemeister im Quad.

Thomas Schiffner, Organisationsleiter des Eisrennens, zeigte sich zufrieden mit dem Event und lobte auch die Zusammenarbeit mit der Energie-Verbund-Arena und Hallenmanager Steffen Baronick. Allein die Zuschauerzahlen hätten höher ausfallen können, damit die Veranstaltung auch finanziell ein Erfolg wird. "Aber wenn man etwas Neues anfängt, muss man ja immer erst mal investieren", zeigte sich der Münchner nicht abgeneigt, nach Dresden zurück zu kommen. Doch um das mit Sicherheit zu sagen, dafür sei es noch zu früh.

Am kommenden Wochenende wartet schon das nächste Highlight im Kalender der Eisspeedway-Fans: der letzte Lauf der "Golden Spike Serie" startet in Berlin. Der Sport, der in der Hauptstadt regelmäßig gastiert, werde dort auch mehr Resonanz bei den Zuschauern finden, ist sich Jochen Lindner, Ehrenpräsident des Deutschen Motorsportverbandes, sicher.

Toni Klemm

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