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Eislöwenfans freuen sich bei ihrer Mahnwache vor der Eishalle über die Solidarität der Dresdner

Eislöwenfans freuen sich bei ihrer Mahnwache vor der Eishalle über die Solidarität der Dresdner

Seit über einer Woche harren einige hart gesottene Eislöwenfans vor der Dresdner Eishalle aus. Sie halten Mahnwache, um auf die schwierige finanzielle Situation ihres Vereins aufmerksam zu machen, die durch den Dachschaden an der Energieverbund-Arena entstanden ist.

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Lars Stohmann (li.) und Lutz Veith möchten mit der Mahnwache ihren Verein vor der Insolvenz bewahren.

Quelle: Stephan Hönigschmid

Zwei eingefleischte Fans, die von Anfang an dabei waren, sind Lars Stohmann und Lutz Veith.

„Ich bin jeden Tag nach der Arbeit zur Eishalle gegangen und war meist bis Mitternacht vor Ort“, sagt Stohmann. Von der Wirkung der Mahnwache zeigt er sich überzeugt: „Wir hätten auch eine Demonstration machen können, aber der Effekt wäre schnell verpufft. Eine Mahnwache ist viel nachhaltiger. Sie hält das Thema länger im öffentlichen Bewusstsein“, betont der 31-jährige Steuerberater. Er freue sich darüber, dass so viele Fans bei der Aktion mitmachen. „Vom Schichtarbeiter über den Unternehmer bis zum Studenten beteiligen sich ganz unterschiedliche Menschen. Tagsüber sind immer etwa 20 Leute anwesend und abends bis zu 100“, so Stohmann.

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Die Fans der Dresdner Eislöwen machen seit dem 22. Juli mit einer Mahnwache auf die unverschuldeten Existenzprobleme des Clubs aufmerksam.

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Mit großer Anspannung lauschten die Eislöwen-Fans den Worten von Dresdens Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Dieser zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt dem Verein über die schwere Zeit hinweg helfen könne.

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Einer seiner Mitstreiter ist der 48-jährige Lutz Veith. Er schätzt vor allem die große Solidarität, die den Eislöwenfans entgegengebracht wird. „Wildfremde Menschen kommen vorbei und bringen uns beispielsweise Bratwürste, Bier und Brot. Erst vor kurzem waren wieder zwei Frauen aus der Nachbarschaft hier und versorgten uns mit Kuchen“, freut sich Veith. Ihn erinnere die Situation ein wenig an die Flut 2002. Damals habe es auch so eine große Solidarität zwischen den Menschen gegeben.

Die Frage, ob sich nach gut einer Woche nicht irgendwann ein Lagerkoller einstellt, verneint der 48-Jährige: „Sicher gibt es mal kleinere Konflikte, aber die sind meistens schnell gelöst.“ Am Ende schweißt sie das gemeinsame Ziel zusammen. Sie benötigen eine sechsstellige Summe von der Stadt, damit der Verein nicht Insolvenz anmelden muss. „Wir hoffen, dass die Gelder heute Abend genehmigt werden. Falls nicht, wird die Mahnwache fortgesetzt“, stellt Lars Stohmann klar.

Stephan Hönigschmid

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