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Eislöwen wollen psychologischen Vorteil in Bremerhaven ausnutzen

Eishockey Eislöwen wollen psychologischen Vorteil in Bremerhaven ausnutzen

Als Thomas Popiesch vor dem zweiten Viertelfinalspiel am Sonntag sein „altes Wohnzimmer“ in der Energie-Verbund-Arena betrat, empfingen ihn die Dresdner Fans mit Applaus. „Das war sehr schön, hat sich alles gut angefühlt“, sagte der Coach nach der Partie.

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Bill Stewart fordert seine Mannschaft auf, am Boden zu bleiben.

Quelle: Foto: Frank Dehlis

Dresden. Als Thomas Popiesch vor dem zweiten Viertelfinalspiel am Sonntag sein „altes Wohnzimmer“ in der Energie-Verbund-Arena betrat, empfingen ihn die Dresdner Fans mit Applaus. „Das war sehr schön, hat sich alles gut angefühlt“, sagte der Coach nach der Partie. Der Berliner schickte allerdings angesäuert hinterher: „Nur das Ergebnis hat nicht gestimmt.“ Zumindest aus seiner Sicht. Mit 5:3 hatte sein ehemaliges Team der Dresdner Eislöwen seine jetzige Mannschaft, die Fischtown Pinguins Bremerhaven, nach Hause geschickt. Damit steht es in der Serie „best of seven“ 1:1 – und für beide Teams ist noch alles möglich.

Eine Überraschung sei der starke Auftritt der Gastgeber in den Playoffs für ihn aber nicht, betont Popiesch. „Wir haben schließlich vor der Saison den Kader so zusammengestellt, dass der Halbfinaleinzug ein realistisches Ziel ist“, so der 50-Jährige, der von vornherein eine enge Serie prophezeiht hatte. Zudem gab er zu: „Wir haben über weite Strecken nicht so gestanden, wie wir uns das vorgenommen haben. Jetzt müssen wir schnell die Köpfe frei bekommen und beim nächsten Spiel wieder angreifen“, fordert Popiesch von seinen Pinguinen für die heutige dritte Partie (Beginn 20 Uhr).

Die Eislöwen können dagegen mit gestärktem Selbstbewusstsein an der Küste antreten. Schon am Montag machte sich Trainer Bill Stewart mit seinen Jungs auf den Weg in den Norden. Auch wenn der Kanadier den Heimsieg besonders aus mentaler Sicht als sehr wichtig einschätzt, bekräftigt er: „In Bremerhaven ist es wieder ein anderes Spiel. Es geht darum, dass man nicht abhebt und diesen Sieg falsch einschätzt.“ Dennoch hätten seine Schützlinge aus dem 5:3-Erfolg viel Kraft und Mut für die nächste Partie geschöpft.

„Gerade in Unterzahl haben wir bewiesen, dass wir in allen Situationen gegenhalten können. Wenn wir so weiter spielen, ist alles möglich“, erklärt Mirko Sacher. René Kramer findet: „Das Spiel am Sonntag hat den Charakter unserer Mannschaft gezeigt. Wir haben jetzt einen psychologischen Vorteil und gehen mit einem sehr guten Gefühl in das dritte Spiel.“ Kapitän Steven Rupprich fordert: „Es steht jetzt 1:1 in der Serie. Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir mindestens einmal auswärts gewinnen, am besten gleich in der nächsten Partie.“ Verzichten muss Bill Stewart dabei auf Kai Wissmann, der nach seiner Matchstrafe auf jeden Fall ein Spiel gesperrt ist.

Beim schwer verletzten Schiedsrichter Simon Aischer, der am Sonntag einen Puck mit voller Wucht ins Gesicht bekommen hatte, wurde von den Ärzten ein Kieferbruch diagnostiziert und gestern noch im Uniklinikum operiert.

Von Astrid Hofmann

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