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Eislöwen und Trainer Stewart pokern um Vertragsverlängerung

Eishockey Eislöwen und Trainer Stewart pokern um Vertragsverlängerung

Die Dresdner Cracks wissen noch nicht, ob ihr Coach auch in der neuen Saison an der Bande stehen wird. Der Kanadier ist mit dem finanziellen Angebot der Sachsen offenbar noch nicht zufrieden. Er pocht auf seinen Marktwert.

Dank des Einstiegs von Bill Stewart (2.v.l.) drehten die Eislöwen am Saisonende noch einmal auf.
 

Quelle: Frank Dehlis

Dresden.  Die Dresdner Eislöwen hatten am Donnerstag zum abschließenden Pressegespräch mit Geschäftsführer Volker Schnabel und Trainer Bill Stewart geladen. „Wir gehen mit einem positiven Gefühl aus der Saison. Dank Bill Stewart, der die Wende gebracht hat“, erklärte Volker Schnabel, der zudem zur wirtschaftlichen Bilanz sagte: „Auch da sind wir zufrieden, haben aber keine Reichtümer angehäuft, werden zumindest schwarze Zahlen schreiben. In den Play-offs hätte ich mir das eine oder andere Mal mehr Zuschauer in der Halle gewünscht, da waren wir leider nicht einmal ausverkauft.“

Ansonsten aber hüllte sich der Geschäftsführer eher in Schweigen. Er ließ vor allem die Fragen zur Mannschaft unbeantwortet, obwohl die Gespräche mit allen geführt seien und im Wesentlichen klar sei, wer bleibt, wer geht und wer kommt, wie Schnabel erwähnte. Das heißt, viele Verträge sind schon unter Dach und Fach, aber Informationen dazu soll es erst ab kommender Woche geben. „Es wird nur einen kleinen Umbruch geben“, verriet Schnabel zumindest. Vor allem in der Defensivabteilung soll es höchstwahrscheinlich keine großen Veränderungen geben. Bei den Stürmern sollen Kapitän Steven Rupprich und Arturs Kruminsch weiter an Bord bleiben.

Bill Stewart stellte in seinem kurzen Fazit vor allem noch einmal die herausragende Entwicklung von Marius Garten und Dominik Grafenthin heraus. Bei Letzterem mutmaßt der Kanadier sogar: „Wenn er sich weiter so entwickelt, wird er nicht mehr lange in der DEL 2 zu halten sein.“ Ob die Elbestädter Mark Cullen noch eine Saison an Dresden binden können, scheint bereits jetzt fraglich. Dem US-Amerikaner sollen mehrere gute andere Angebote vorliegen. Wie es mit den Gebrüdern Rodman weitergeht, steht ebenfalls in den Sternen. Auch wenn die Eislöwen keine näheren Angaben zur Knieverletzung von David Rodman preisgaben, soll der Stürmer mittlerweile am Kreuzband operiert worden sein.

Die wichtigste Frage, ob Trainer Bill Stewart die Mannschaft auch in der kommenden Saison betreut, ist offensichtlich noch nicht geklärt. Wie Stewart noch einmal deutlich machte, geht es in den Verhandlungen mit den Eislöwen ganz eindeutig um die Finanzen. „Ich arbeite nicht umsonst, kenne auch den Marktwert von anderen Trainern in der Liga. Man möchte ja eine Anerkennung haben für das, was man erreicht hat und was man in Zukunft noch erreichen kann“, stellte der Coach klar heraus. Dabei stehe der Verein an einem gewissen Scheideweg, müsse definieren, ob er zu den Besten gehören oder nur so mitspielen wolle. Bei entsprechender Zielsetzung habe er auf jeden Fall Lust, diese Entwicklung zu begleiten, betonte er und fügte hinzu, dass er darüber zudem mit seiner Frau sprechen müsse.

 Bereits am Sonntag fliegt Stewart nach Frankfurt und am Mittwoch dann von dort aus weiter in die Heimat. Offen bleibt auch, wer der neue Kooperationspartner der Eislöwen wird. Nachdem die Eisbären Berlin die Kooperation aufkündigten, wird ein Nachfolger in der DEL gesucht. „Wir sind mit zwei Klubs in Verhandlungen, werden das aber erst nach Saisonende in der DEL abschließen. Es muss für beide Seiten passen“, betonte Volker Schnabel.

Von Astrid Hofmann

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