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Eislöwen im Tal der Tränen - was läuft schief

Eislöwen im Tal der Tränen - was läuft schief

Für die Dresdner Eislöwen sind schwere Zeiten angebrochen. Mit der 1:3-Pleite im Derby gegen Crimmitschau haben die Puckjäger aus der Landeshauptstadt auch zum Start ins neue Jahr keine Trendwende einleiten können.

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Enttäuschte Eislöwen: Bruce Becker, Hugo Boisvert und Martin Heider (von links) nach der Heimniederlage am Dienstagabend gegen Crimmitschau.

Quelle: soccerfoto

Dresden . Im Gegenteil, sie erkämpften aus den letzten zehn Spielen lediglich sechs von 30 möglichen Punkten und hängen mit nur 33 Zählern auf dem vorletzten Rang im Tabellenkeller der 2. Eishockey.-Bundesliga fest. Der Rückstand auf den rettenden achten Platz vergrößerte sich auf acht Punkte. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison lagen die Schützlinge von Trainer Thomas Popiesch mit 49 Zählern auf Rang drei Was läuft schief in dieser Spielzeit?

Gerade die Partie gegen die Eispiraten zeigte einmal mehr: Kampfgeist, Willen und Bemühen kann man den Eislöwen-Cracks nicht absprechen. Während die Gäste insgesamt 20 Schüsse aufs Tor abgaben und dabei dreimal trafen, kam bei den Hausherren bei 50 Versuchen nur ein Treffer zustande. Trainer Thomas Popiesch hat für die derzeit offenkundige Ladehemmung eine einfache Erklärung: "Das hängt bei unserem kleinen Kader in dieser Saison mit der anhaltenden Verletzungsmisere zusammen." So fiel mit Jan Zurek der drittbeste Scorer der letzten Saison über Wochen mit einem Innenbandriss aus, dazu kamen und kommen Ausfälle von Marc St. Jean, André Mücke, Joel Keussen oder Jari Pietsch. "Die Belastung der gesunden Spieler ist dadurch unheimlich hoch, irgendwann können sie nicht mehr regenerieren. Wenn man müde wird, ist man auch geistig in den wichtigen Situationen nicht mehr so agil, trifft die falschen Entscheidungen. Erfolgserlebnisse bleiben aus, deshalb wirkt vieles verkrampft, die notwendige Lockerheit fehlt", weiß Popiesch, der die Misere keinesfalls an einzelnen Spielern festmachen will und der die Playoffs längst nicht abgeschrieben hat.

"Wenn die Verletzten jetzt langsam zurückkommen, wir weiter konsequent arbeiten und den Kopf oben behalten, können wir uns auch wieder nach oben kämpfen. Wir müssen jetzt von Woche zu Woche denken", fügt der Coach an. Vor allem am Powerplay will Popiesch mit seinem Team arbeiten, denn gerade das Überzahlspiel ließ zuletzt zu wünschen übrig. Lagen die Eislöwen im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt in der Liga-Statistik im Powerplay als viertbeste Mannschaft weit vorn, so rangieren die Elbestädter derzeit nur auf dem neunten Platz.

Unterstützung erhält der Trainer von Geschäftsführer Matthias Broda, der Gedanken an die Abstiegsrunde noch weit von sich schiebt: "Das ist im Moment für mich kein Thema. Sorgen müsste ich mir machen, wenn die Jungs nicht kämpfen würden, doch die Moral und die Stimmung in der Truppe ist intakt", so Broda, der betont: "Wegen der anhaltenden Verletztenmisere haben wir noch einmal reagiert und Verteidiger Gregor Stein verpflichtet, obwohl die Finanzierung für ihn noch nicht hundertprozentig steht. Ansonsten bleibt es dabei: Wir können nur das ausgeben, was wir haben. Da fehlt uns im Gegensatz zu solchen Mannschaften wie Weißwasser eben noch der eigene Nachwuchs."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.01.2012

Astrid Hofmann

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