Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Eislöwen-Chef Broda in der Warteschleife

Eislöwen-Chef Broda in der Warteschleife

Den Klassenerhalt haben die Eislöwen in der Tasche, heute Abend (20) steigt das letzte Saisonspiel in der Energie-Verbund-Arena gegen die Bietigheim Steelers.

Dresden .

Dabei wollen die Schützlinge von Trainer Thomas Popiesch nach dieser nervenaufreibenden Saison nicht nur Party feiern mit den Fans, sondern noch einmal Gas geben. "Es geht um den Sieg in dieser Abstiegsrunde. Es wäre schon ein schöner Abschluss, wenn wir die Partie gewinnen, damit diese Runde als Erster beenden", bekennt Popiesch vor dem Saison-Abschluss.

Mehr noch als die Partie auf dem Eis interessiert die Fans aber, wie es in Zukunft weitergeht. Was die Mannschaft angeht, will Thomas Popiesch gern mit einem Großteil seiner Cracks weiter arbeiten. "Auch wenn die Saison nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt hatten, gab es keinen Spieler, der mich enttäuscht hat. Unser Problem war nicht mangelnde Qualität, sondern die fehlende Quantität im Kader", so der Coach, der aber dennoch mit einigen Abgängen planen muss. So wird sich Keeper Steve Silverthorn heuteverabschieden. "Er war ein sehr guter Ersatz, erledigte seinen Job toll. Vielleicht sieht man sich einmal wieder, aber mit Kellen Briggs und Christian Hacker sind unsere beiden Torhüterstellen besetzt."

Ebenfalls verabschieden wird sich Henry Martens. Der 25-Jährige unterschrieb bereits einen Vertrag beim DEL-Klub Düsseldorf. Dazu kursieren Gerüchte, dass Norman Martens und Florian Iberer eventuell dem Lockruf anderer Vereine folgen. "Klar, dass Spieler, die bei uns auf sich aufmerksam machen, von anderen Vereinen umworben werden", weiß Thomas Popiesch, doch er betont: "Einen großen Umbruch wollen wir nicht." Verträge für die neue Saison besitzen neben den Goalies bereits die beiden Top-Stürmer Patrick Jarret und Sami Kaartinen sowie Youngster Jari Pietsch.

Ein dickes Fragezeichen steht derzeit hinter der Personalie von Geschäftsführer Matthias Broda. Bisher haben die Gesellschafter den im Sommer auslaufenden Vertrag des 48-Jährigen nicht verlängert. "Eigentlich sollte das schon bis Jahresende 2011 erledigt sein, ist es aber nicht. Im Februar habe ich dann gesagt, dass ich nicht weitermache. Eine Woche später sind die Gesellschafter auf mich zugekommen, haben mich gebeten, meine Arbeit fortzusetzen. Ich habe zugestimmt und ein Konzept erarbeitet, wie ich mir die weitere Entwicklung bei den Eislöwen vorstelle. Bisher hat es kein weiteres Gespräch gegeben", erläutert Broda, der in der weiteren Verzögerung Probleme sieht: "Es stehen dringende Aufgaben an. Verträge mit Spielern sind zu schließen, die Lizenzunterlagen bis Mai fertigzustellen und einiges mehr."

Gut möglich, dass die Gesellschafter jedoch erst einmal den Jahresabschluss abwarten. Das Thema Finanzen bleibt ein sensibles. Nach den gestrigen Gesprächen mit der Stadt konnte Matthias Broda noch keinen neuen Stand in punkto Ausfallentschädigung für entgangene Gelder während der Dachhavarie mitteilen. "Wir haben Stillschweigen vereinbart, das ist alles sehr heikel", erklärt der Geschäftsführer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.04.2012

A. Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr