Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Eislöwe Endraß freut sich aufs Sachsenderby

Eishockey Eislöwe Endraß freut sich aufs Sachsenderby

Als die Dresdner Eislöwen am 30. Dezember 2015 das Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau in eigener Arena mit 2:4 verloren, gehörte Michael Endraß noch nicht zum Team. Der 27-Jährige wechselte erst im Januar vom Oberligisten Landshut an die Elbe.

Voriger Artikel
Christian Haupt heiß auf nächsten Titel
Nächster Artikel
VC-Männer stellen den Sekt schon kalt

Im Derby am 30. Dezember scheiterte nicht nur Eislöwe Jeffrey Szwez (M.) an Goalie Ryan Nie (r.) von den Eispiraten, die die Partie in Dresden mit 4:2 gewannen.

Quelle: Soccerfoto

Dresden. Als die Dresdner Eislöwen am 30. Dezember 2015 das Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau in eigener Arena mit 2:4 verloren, gehörte Michael Endraß noch nicht zum Team. Der 27-Jährige wechselte erst im Januar vom Oberligisten Landshut an die Elbe. Natürlich weiß der gebürtige Füssener, dass Derbys in jeder Eishockey-Saison das Salz in der Suppe sind und deshalb freut sich der Stürmer auch auf die heutige Begegnung mit Crimmitschau: „Nach den vielen Auswärtsspielen und den ganzen Busfahrten ist es ohnehin schön, endlich wieder daheim anzutreten. Und Derbys sind immer etwas Besonderes, da wird die Halle richtig voll und die Atmosphäre auf den Rängen top.“ Nicht zuletzt sei auch die Stimmung in der Mannschaft derzeit hervorragend. „Es steht außer Zweifel, dass wir einen sehr guten Lauf haben und das beflügelt alle. Wir haben uns jetzt in eine sehr gute Position gebracht, die wollen wir auf jeden Fall verteidigen“, lässt Endraß keinen Zweifel. Allerdings wollen auch die Westsachsen unbedingt punkten, um Platz zehn und damit den Einzug in die Pre-Play-offs zu verteidigen.

Für die Eislöwen spricht jedoch die beeindruckende Bilanz seit jener 2:4-Niederlage gegen die Eispiraten, der die Beurlaubung von Thomas Popiesch folgte. Unter dem neuen Coach Bill Stewart feierte das Team in zwölf Spielen zehn Siege und steht jetzt punktgleich hinter den Frankfurter Löwen auf Platz sieben. Nun fehlt nur noch ein kleiner Sprung, um unter die Top-Sechs, die den direkten Play-off-Einzug bedeuten, zu kommen. „Wenn wir unser Spiel so durchziehen wie zuletzt, dann werden wir erfolgreich sein“, weiß auch Michael Endraß, der heute sein zehntes Spiel im blau-weißen Dress bestreitet.

Sein Wechsel nach Dresden war relativ kurzfristig über die Bühne gegangen, nachdem die finanziell gebeutelten Landshuter die Spieler freigaben. Zumindest hatte sich der Bayer, der von 2009 bis 2014 in Krefeld und Straubing bei 307 DEL-Einsätzen Erfahrungen sammelte, bei seinem Landshuter Mitspieler und ehemaligen Eislöwen-Kapitän Pat Jarrett über Dresden erkundigt. „Er hat mir absolut zugeraten und nur Gutes von Dresden berichtet“, erzählt Endraß, der die Aussagen bestätigt findet: „Alles ist sehr professionell aufgezogen und ich wurde von der Mannschaft sehr gut aufgenommen. Einige Spieler kannte ich ja. Mit René Kramer habe ich in Straubing zusammengespielt und mit Arturs Kruminsch und Marius Garten früher in der Junioren-Nationalmannschaft“, so der Linksschütze, der zugibt: „Die ersten Spiele waren schon schwierig für mich. Es ist einfach eine Umstellung, wenn man aus der Oberliga, die irgendwie wilder ist, kommt. Doch es läuft von Tag zu Tag besser.“

Auch Trainer Bill Stewart sagt unumwunden: „Ich kenne ihn noch aus Krefeld, er war ein sehr guter DEL-Spieler. Natürlich erwarte ich von ihm noch mehr.“ Endraß, der schon noch einmal gern in der DEL spielen würde, ist ehrgeizig genug und betont deshalb: „Ich weiß, dass ich weiterhin noch hart an mir zu arbeiten habe.“ Bisher konnte er ein Tor für die Eislöwen erzielen, vielleicht klappt es sogar heute, die Bilanz weiter auszubauen. Besonders motiviert dürften heute allerdings auch die beiden Ex-Eispiraten Max Campbell und Harrison Reed sein, die zuletzt immer besser in Fahrt gekommen sind.

Verzichten muss Bill Stewart auf den verletzten Feodor Boiarchinov, dafür steht Mark Cullen wieder im Kader. Aus Berlin stehen Torhüter Marvin Cüpper und Stürmer Vladislav Filin zur Verfügung. Am Sonntag müssen die Dresdner dann zum Tabellenneunten SC Riessersee reisen.

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr