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Eishockey: Ostteam unterliegt der BRD im Spiel der Legenden

Ergebnis war nur Nebensache Eishockey: Ostteam unterliegt der BRD im Spiel der Legenden

"Da muss ich mal in die Kabine gehen und sie zusammenscheißen. Wahrscheinlich helfen nur Berganläufe, sie auf Trab zu bringen", frotzelte Eduard Geyer nach dem Legendenspiel, das die Eishockey-Altinternationalen der ehemaligen DDR-Auswahl gegen die BRD-Oldies mit 2:6 verloren.

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Mit historischer Maske und Uralt-Schonern lief Sebastian Elwing auf.

Quelle: imago

Dresden. "Da muss ich mal in die Kabine gehen und sie zusammenscheißen. Wahrscheinlich helfen nur Berganläufe, sie auf Trab zu bringen", frotzelte Eduard Geyer nach dem Legendenspiel, das die Eishockey-Altinternationalen der ehemaligen DDR-Auswahl gegen die BRD-Oldies mit 2:6 verloren. Als Co-Trainer hatte das Dynamo-Idol dem früheren Eishockey-Auswahltrainer Joachim Ziesche an der Bande zur Seite gestanden und die Niederlage auch nicht verhindern können.

Von der einstigen Ost-West-Rivalität war an diesem Tag natürlich nichts mehr zu spüren. "Früher hat man uns gegeneinander gehetzt, jetzt sehen wir das ganz entspannt. Für mich war das ein tolles Erlebnis, da würde ich jederzeit wiederkommen. Allerdings war es anfangs schon hart, da haben die Beine ganz schön gebrannt. Aber es war ein Riesengaudi", meinte Dieter "Didi" Hegen. Der 52-Jährige ist mit fünf Olympia-Teilnahmen und 106 WM-Spielen einer der erfolgreichsten Nationalspieler auf Seiten der "Wessis".

Dass auf beiden Seiten nur noch der Spaß im Mittelpunkt steht, betonte auch Franz Reindl: "Das Wichtigste war, ehemalige Kameraden und Gegenspieler wie zum Beispiel Dieter Frenzel wiederzutreffen." Und der vom Flair im Dynamo-Stadion faszinierte DEB-Präsident fügte hinzu: "Sachsen mit seiner Eishockey-Tradition und den drei Zweitliga-Mannschaften hätte auf jeden Fall einen DEL-Standort verdient."

Viel Prominenz hatte auch das Team der ehemaligen DDR-Nationalmannschaft aufgefahren. Neben Dieter Frenzel, Ralf Hantschke, Michael Bresagk und Guido Hiller stand auch der ehemalige Eisbären-Torhüter Sebastian Elwing im Aufgebot. Er hatte sich in Weißwasser mit der historischen Maske von Torhüter-Legende Wolfgang Fischer, die er zuvor bei den Füchsen von der Wand geschraubt hatte, und mit den alten Schonern vom früheren Auswahltorhüter Roland Herzig, ausgerüstet. Und statt Helm trug Elwing Pudelmütze. Es half aber alles nichts, auch er musste ein paar Mal hinter sich greifen.

"Der absolute Wahnsinn" war der Auftritt mit solchen Legenden vor allem auch für das Dresdner Urgestein Karl-Heinz Domschke, der leider nie Nationalspieler sein konnte. Er schwärmte nachher: "Dieses Eishockey-Event hat weit über das Spiel hinaus Strahlkraft."

Tore: 0:1 Franz Reindl (4.), 0:2 Lorenz Funk (6.), 0:3 Thomas Daffner (7.), 1:3 Ralf Hantschke (23.), 1:4 Günther Oswald (24.), 1:5 Tino Boos (25.), 2:5 Guido Hiller (29.), 2:6 Andreas Brockmann (36.).

Astrid Hofmann

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