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Einst bei Dynamo Dresden, dann in Hannover aktiv: Silvio Schröter glaubt nicht an Sensation

Einst bei Dynamo Dresden, dann in Hannover aktiv: Silvio Schröter glaubt nicht an Sensation

Silvio Schröter lernte das Fußball-Abc bei Dynamo, seine beste Zeit erlebte er aber in viereinhalb Bundesliga-Jahren bei Hannover 96. In Hannover lernte er auch seine Frau kennen, mit der einen Sohn hat und in Dresden lebt.

Dresden .

Dresden (DNN). Silvio Schröter lernte das Fußball-Abc bei Dynamo, seine beste Zeit erlebte er aber in viereinhalb Bundesliga-Jahren bei Hannover 96. In Hannover lernte er auch seine Frau kennen, mit der einen Sohn hat und in Dresden lebt. Vor dem Pokal-Spiel seiner beiden Ex-Klubs sprachen die DNN mit dem 33-Jährigen, der im dritten Semester in Berlin Psychologie studiert.

Frage: Die Freude über die Auslosung war bei Dynamo gedämpft. Wie ging es Ihnen?

Schröter: Die Freude war auch bei mir ein bisschen gedämpft. Ich habe es mir umgekehrt gewünscht und hätte mir das Spiel sehr gern angeschaut. Ich habe noch vor der Saison aus Spaß an Hannovers Teambetreuer geschrieben, dass sie im Pokal nach Dresden kommen müssen, damit mir uns mal wiedersehen, weil ich so selten in Hannover bin. Die Auslosung hat also gepasst, die Ansetzung war nur falsch herum. In Dresden wäre das Spiel sicher auch interessanter.

Am Mittwoch sind Sie also nicht im Stadion?

Nein, ich war bis Sonntagmittag zwar in Hannover und davor in Berlin, aber jetzt muss ich hier arbeiten, der Kleine muss auch versorgt werden. Wenn das Spiel schon am Dienstag stattgefunden hätte, wäre es wegen des Feiertags vielleicht noch gegangen, aber so passt es leider nicht.

Die Rollenverteilung ist klar, welche Chancen hat der Außenseiter überhaupt?

So leid es mir auch für Dynamo tut - Hannover hat in den letzten ein, zwei Jahren einen großen Qualitätssprung gemacht, ist sehr stabil. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass Dynamo die Überraschung schafft. Aber ich hoffe, dass es ein spannendes Spiel wird.

Die 96er haben zwar beim 2:3 gegen Gladbach die erste Saison-Heimniederlage kassiert, sind aber sonst sehr heimstark. Woher kommt das, was ist das Besondere am Fluidum in der AWD-Arena?

Das frage ich mich auch. Wenn ich mich an meine Zeit dort erinnere, war es immer ein Problem, denn wir waren auswärts meist stärker. Seit Mirko Slomka aber dort Trainer ist, haben sie es hinbekommen, zu Hause eine Macht zu werden. Das ist der Grundstein für eine erfolgreiche Saison. Es ist sehr schwer, etwas aus Hannover mitzunehmen.

Wem hat denn das Verspielen eines 2:0-Vorsprungs am Sonntag im Hinblick auf das Pokalspiel mehr geschadet?

Ich denke, eher Dynamo natürlich. Bei so einer Konstellation ist es normalerweise schon möglich, dass der Favorit nicht mit der gleichen Konzentration in die Partie geht wie bei einem Top-Spiel. Jetzt wird es auf keinen Fall passieren. Aber auch ohne das Ergebnis gegen Gladbach wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Hannover zu locker an die Aufgabe herangeht, sehr gering gewesen.

Wie wird denn das inzwischen recht verwöhnte Hannoveraner Publikum reagieren, wenn "96" nicht früh die Fronten klärt?

Ich glaube nicht, dass es in Hannover im Moment schnell unruhig wird. Das hängt mit den letzten Jahren zusammen, in denen der Verein eine sehr positive Entwicklung genommen hat. Ich denke, dass das die Leute auch anerkennen. Wenn es nicht nach 20 Minuten 3:0 für Dynamo steht, wird es keine Unruhe geben.

Was glauben Sie, wie wird Florian Fromlowitz an seiner alten Wirkungsstätte empfangen?

Ihm habe mit ihm selbst nicht mehr zusammengespielt, aber ich meine, dass er in Hannover eine gute Rolle gespielt hat. Er hat seine Leistung gebracht, dann hat sich Mirko Slomka in der Winterpause entschieden, den Torwart zu wechseln. Das war für Fromlowitz damals natürlich sehr unglücklich, aber ich weiß nicht, warum er jetzt nicht freundlich empfangen werden sollte.

Vermissen Sie es, selbst vor großer Kulisse dem Ball nachzujagen?

Die kurze Zeit in Jena und die erneut lange Rehaphase im Anschluss daran haben mir endgültig gezeigt, dass für mich kein Leistungssport mehr möglich ist. Aber mir geht es auch ohne Fußball gut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.10.2012

Interview: J. Leimert

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