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Einnahmeausfälle durch Eishallen-Havarie existenzbedrohend für Dresdner Eislöwen

Einnahmeausfälle durch Eishallen-Havarie existenzbedrohend für Dresdner Eislöwen

Knapp zwei Wochen dauert der Ausnahmezustand bei Dresdens Eissportlern nun schon an. Eine feuchte Eishalle, Trainingsausfälle und Spielverlegungen - auch bei den Dresdner Eislöwen liegen derzeit die Nerven blank.

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Ihre Ligaspiele müssen die Dresdner Eislöwen derzeit vor lediglich 450 Dauerkartenbesitzern in der Trainingseishalle absolvieren. An solch einem Spieltag nimmt der Verein praktisch nichts ein.

Quelle: dpa

Für das Spiel am Dienstag gegen Bremerhaven mussten die wenigen Plätze in der Trainingshalle ausgelost werden. Nun droht dem Dresdner Vorzeigeverein wegen der akuten Einnahmeausfälle sogar die Pleite.

„Wir versinken hier derzeit in Arbeit", beschrieb Eislöwen-Sprecher Andreas Rautert am Montag gegenüber DNN-Online die Situation. Seit mehr als zehn Tagen stemmt ein dreiköpfiges Team Tagesgeschäft und Organisation von Ausweichspielorten. Mit allen Mitteln wird zudem versucht, die Einnahmeeinbußen durch die geringeren Zuschauerkapazitäten der Trainingseishalle in Grenzen zu halten.Das Spiel am Dienstag gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven ist bereits restlos ausverkauft. Ticketanfragen seien zwecklos, hieß es vonseiten des Vereins. „Das Spiel können aufgrund des begrenzten Platzangebots in der Trainingseishalle ausschließlich Dauerkartenbesitzer verfolgen, und auch von denen längst nicht alle", so Rautert. Für den Verein eine finanzielle Katastrophe.

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Oliver May, Leiter Kundenbetreuung der Firma "Claus Dittrich", am Stromversorgungskabel der Mannschaft auf dem Arenadach.

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Freizeit-Läufer müssen während der Sperrung der Arena größtenteils draußen ihre Runden drehen.

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Und auch die Geschäftsstelle des Clubs steht im Wasser.

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Normalerweise kommen bis zu 4000 Fans zu den Spielen der Eislöwen in die große Eisarena. Insbesondere die 300 zur Verfügung stehenden VIP-Plätze spülen ordentlich Geld in die Vereinskasse. Dem gegenüber stehen derzeit lediglich die rund 450 Plätze in der Trainingseishalle, die zudem fast ausschließlich an Dauerkartenbesitzer gehen, die ihre Karte lange im Voraus bezahlt haben. Um wenigstens einen Bruchteil der sonst üblichen Spieltagseinnahmen zu retten, wird es am Dienstag für Fans die Möglichkeit geben, das Spiel auf einer 20 Quadratmeter großen Leinwand im Arkadengang vor der Eisschnelllaufbahn im Außenbereich zu verfolgen. Der Unkostenbeitrag hierfür beträgt 5 Euro.

Derzeit richten sich bei Fans und Verein alle Hoffnungen auf den Dienstag, denn dann könnten - sofern das Wetter mitspielt - die Abdichtungsarbeiten der Stadt an dem rissigen Hallendach abgeschlossen sein. Seit einer Woche werden auf dem Dach mit Hochdruck PVC-Bahnen verlegt, um ein erneutes Eindringen von Wasser zu verhindern. Dann könnten zumindest vorläufig wieder Spiele in der Eisarena stattfinden. „Dauert die Notlösung in der Trainingshalle noch länger an, droht dem Verein die Insolvenz, wenn die Stadt uns nicht aushilft", bringt Sprecher Andreas Rautert den Ernst der Lage auf den Punkt. Gespräche hätten diesbezüglich allerdings noch nicht stattgefunden, da der Fokus momentan auf der Bewältigung der organisatorischen Herausforderungen liege, so Rautert.

Jane Jannke

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