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Einer mit „Stallgeruch“: Ex-Dynamo Ralf Minge soll es in Dresden richten

Einer mit „Stallgeruch“: Ex-Dynamo Ralf Minge soll es in Dresden richten

Ralf Minge soll als neuer Trainer von Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden die Mannschaft vor dem Absturz in die dritte Liga bewahren. Der 52 Jahre alte Coach soll nach übereinstimmenden Medienberichten in Kürze einen Vertrag als Cheftrainer unterschreiben.

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Ralf Minge (Archivbild) kehrt zu Dynamo Dresden zurück.

Quelle: dpa

Letzte Details wurden am Dienstagabend noch verhandelt.

Parallel dazu muss der ehemalige Dynamo-Stürmer seinen ursprünglich bis Ende Juni 2014 laufenden Kontrakt bei der U23-Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen auflösen. Minge trug von 1980 bis 1991 insgesamt 222 Mal das Dynamo-Trikot und erzielte dabei 103 Tore.

Nach DNN-Informationen votierten bei der Aufsichtsratssitzung am Montag die Anwesenden mit großer Mehrheit für Minge. Sportchef Steffen Menze und Geschäftsführer Christian Müller schlossen sich dem Vorschlag an.

Vor seinem dritten Amtsantritt bei der zweiten Mannschaft von Bayer trainierte Minge die U20-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB/2010-2011). Davor war er Co-Trainer bei Bayer Leverkusen (2001-2003), der Auswahl von Georgien (2006) sowie beim SC Fortuna Köln (1998-1999).

Beim noch sieglosen Zweitliga-Schlusslicht in Dresden reagiert man mit Begeisterung auf die Personalie, denn Minge ist einer mit „Stallgeruch“. Das 1,82 Meter große Dynamo-Idol lief von 1980 bis 1991 insgesamt 222 Mal für die Elbestädter auf, erzielte dabei 103 Tore. Durch seine spätere Tätigkeit als Co-und Interimstrainer (1992 und 1995), aber vor allem durch den Posten als Geschäftsführer Sport (Juli 2007 bis April 2009), kennt er den Verein mit all seinen Problemstellen bestens. Die Strukturen ohne ausgegliederte GmbH, sondern mit Geschäftsführung, Präsidium und Aufsichtsrat sowie die damit verbundenen Probleme sind ihm klar.

Am 3. April 2009 trat Minge als Dynamo-Sportdirektor zurück, weil er sich weigerte, die Stadionnutzungsverträge in der damaligen Form zu unterschreiben und dafür die Haftung zu übernehmen. „Auf lange Sicht ist der Verein damit nicht konkurrenzfähig“, sagte Minge damals. Streitpunkt war bereits damals die hohe Stadionmiete, zu der die Stadt immer einen Zuschuss leisten muss, damit der Verein die Miete stemmen kann.

Nun soll er sich um die sportlichen Belange als Chefcoach kümmern und da wartet jede Menge Arbeit auf den 52-Jährigen. Er muss eine zuletzt zerstrittene und vor allem verunsicherte Mannschaft zusammenfügen, das Wir-Gefühl wieder herstellen und auch fußballerisch einige Probleme beheben.

Vergessen und verziehen scheint ein peinlicher Mahnbescheid in Höhe von 270 000 Euro vom Januar 2012, den der Aufsichtsrat Ralf Minge zugestellt hatte. Er und die beiden damaligen Geschäftsführer Bernd Maas und Markus Hendel sollten eine 2008 an die Mannschaft ausgezahlte Prämie für die sportliche Qualifikation zur dritten Liga zurückzahlen. Da die Verjährungsfrist aber bald gegriffen hätte, reagierte der Aufsichtsrat und forderte zwischenzeitlich das Geld. Mittlerweile hat das Gremium aber den Bescheid zurückgenommen.

Tina Hofmann, dpa

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