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Ein Hauch von der Grünen Insel im Dresdner Ostragehege

Hurling Ein Hauch von der Grünen Insel im Dresdner Ostragehege

In Dresden spielt am Sonnabend die kontinentaleuropäische Elite einer der schnellsten und ältesten Feldsportarten der Welt ein Turnier aus. Die Rede ist vom Hurling, einem entfernten irischen Verwandten des Feldhockeys, der auf der Grünen Insel sogar ein Nationalsport ist.

Beim Hurling geht es mitunter etwas rauer zu. Mit den Schlägern lässt sich der Lederball auf bis zu 150 km/h beschleunigen. Nicht ohne Grund herrscht Helmpflicht.

Quelle: imago sportfotodienst

Dresden. In Dresden spielt am Sonnabend die kontinentaleuropäische Elite einer der schnellsten und ältesten Feldsportarten der Welt ein Turnier aus. Die Rede ist vom Hurling, einem entfernten irischen Verwandten des Feldhockeys, der auf der Grünen Insel sogar ein Nationalsport ist. Der Verein Dresden Hurling ist nach Turnieren in Luxemburg, Brüssel, Darmstadt und Den Haag nun Gastgeber der fünften und letzten Runde der europäischen Meisterschaft 2016 im Hurling und Camogie, wie die etwas weniger raue Frauenvariante der Sportart heißt.

Insgesamt 16 Teams aus Österreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland sowie eine Gastmannschaft aus Irland treten an. Pro Mannschaft stehen neun Spieler auf dem Feld. Ein Lederball wird mit Schlägern gespielt, die entfernt jenen vom Hockey ähneln. Er kann bis zu 80 Meter weit fliegen und dabei 150 km/h schnell werden. Einer der Unterschiede zum Feldhockey: Man muss nicht ins Tor treffen, um Zähler zu ergattern. Geht der Ball über die Querlatte des H-förmigen Tores, gibt es zwei Punkte – und landet er im Tor, sind es drei. Und noch etwas ist völlig anders: Der Schläger ist so geformt, dass man den Ball am Boden und in der Luft spielen kann, ihn aber auch für maximal vier Schritte balancieren darf. Das Aufnehmen des Balls ist nur mit dem Schläger erlaubt, Pässe darf man mit Hand, Schläger und Fuß spielen. Seit einigen Jahren herrscht bei dieser Sportart übrigens Helmpflicht.

Die Veranstalter erwarten neben dem irischen Botschafter Michael Collins auch die Dachverbandspräsidenten und Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames bei dem Turnier, das von 9 bis 18 Uhr im Sportpark Ostra gespielt wird. Der Eintritt ist frei. „Mit irischem Essen, Getränken und irischer Musik wird ein Stück Irland nach Dresden geholt“, sagt Vereinssprecher Jens Hauser. Besucher können sich unter Anleitung von erfahrenen Spielern und Trainern selbst im Hurling ausprobieren und an einem besonderen Wettstreit teilnehmen. „Ziel ist, die Querstange des Tores aus einer vorher festgelegten Entfernung zu treffen. Mit diesem Wettbewerb ist eine Spendenaktion verbunden, mit der wir auf eine Initiative aufmerksam machen, die sich mit Depression und Suizid bei jungen Leuten beschäftigt“, erläutert Jens Hauser. Die Preisverleihung findet ab 22 Uhr im Club Standesamt statt.

Von Stefan Schramm

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