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Dynamos Vielflieger Dedic ist heiß auf Aue

Dynamos Vielflieger Dedic ist heiß auf Aue

Was ihm bei der slowenischen Nationalmannschaft derzeit verwehrt bleibt, das möchte sich Zlatko Dedic nun wieder bei Dynamo holen: Spielpraxis und ein Erfolgserlebnis.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Nach der Rückkehr vom Länderspiel gegen die von Jürgen Klinsmann trainierten US-Amerikaner, das die Slowenen am Dienstag in Ljubljana mit 2:3 (1:3) verloren, freut sich Dedic auf das Sachsenderby gegen Aue (Sonntag, 13.30 Uhr). "Ich bin voll konzentriert auf dieses Spiel, weiß dass es für unsere Fans etwas Besonderes ist. Wir wollen es unbedingt gewinnen", sagt der 27-jährige Stürmer.

Glücksgefühle wie beim letzten Dynamo-Heimsieg gegen Karlsruhe (5:1), als er vom Elfmeterpunkt das 1:0 besorgte, erlebte Dedic in der Auswahl lange nicht mehr. Im September verspielte das Land (27. der FIFA-Weltrangliste) unter Trainer Matjaz Kek beim 1:2 gegen Estland und dem 0:1 in Italien die EM-Teilnahme. Als Wechselspieler musste Dedic dabei bis auf wenige Minuten Einsatzzeit auch noch tatenlos von draußen zuschauen. Kek, der im November 2009 dank Dedics umjubelten 1:0 in der Relegation gegen Guus Hiddinks Russen noch die WM-Teilnahme in Südafrika geschafft hatte, trat nach dem EM-Aus am 24. Oktober zurück. Slavisa Stojanovic ersetzte ihn.

Doch auch Keks Nachfolger sieht in Dedic offenbar nur den Last-Minute-Joker. Gegen die USA durfte der Dynamo-Angreifer erst in der 79. Minute für den zweifachen Torschützen Tim Matavz vom FC Groningen ran. Das 3:3 glückte ihm in so kurzer Zeit aber nicht mehr. "Ich hatte gehofft, wenigstens eine halbe Stunde zu spielen, doch der Trainer hatte viele neue Spieler dabei und wollte etwas probieren", berichtet Dedic nicht ohne eine Spur von Enttäuschung.

Für seinen Heimtrainer war die Nachricht aus Ljubljana keine gute. Ralf Loose sähe es lieber, wenn Dedic bei seinen Länderspielreisen, die den Stürmer wertvolle Trainingszeit mit den Schwarz-Gelben kosten, wenigstens ausreichend Spielpraxis bekäme. Verwundert ist Loose auch, dass Stojanovic sich bei ihm noch nicht über Dedic erkundigte. "Ich habe als Nationaltrainer immer den Kontakt zu den Vereinstrainern gesucht, doch bisher hat von den Kollegen noch niemand bei mir angerufen", so der frühere Nationaltrainer Liechtensteins.

Immerhin: Dedic kehrte fit und hochmotiviert am Mittwochabend nach Dresden zurück. "Wir haben sehr gut trainiert, körperlich bin ich gut drauf. Und ich hoffe, ich kann am Sonntag noch besser spielen als beim letzten Mal", meint Dynamos Vielflieger. Gegen die Auer rechnet er mit einem harten Kampf: "Sie haben große Leute drin, spielen mit sehr viel Kraft, aber wir werden vor unseren Fans alles geben." Und trifft Dedic dabei, steigen seine Aktien auch in Sloweniens Nationalelf.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.11.2011

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