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Dynamos Serie reißt in Düsseldorf - Ex-Dresdner sorgt kurz vor Schluss für Entscheidung

Dynamos Serie reißt in Düsseldorf - Ex-Dresdner sorgt kurz vor Schluss für Entscheidung

Die Nachspielzeit lief, da entglitt Dynamo Dresden der ersehnte Punkt doch noch: Ausgerechnet Ex-Dynamo Ranisav Jovanovic schoss Tabellenführer Fortuna Düsseldorf am Freitagabend auf der Zielgeraden zum siebenten Heimsieg der laufenden Saison.

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Düsseldorfs Assani Lukimya-Mulongoti (l.) und Dresdens Mickael Pote kämpfen um den Ball.

Quelle: dpa

Sein Treffer zum 2:1 (1:1)-Erfolg war ein Schock für die Schwarz-Gelben, die dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter lange aufopferungsvoll Paroli geboten hatten. "So ist Fußball", ärgerte sich Mickael Poté, der in der 44. Minute den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Dresdner erzielt hatte. "Über mein Tor kann ich mich nicht freuen", sagte der Nationalstürmer von Benin. Immerhin: Im Gästeblock blieb es bis auf einen Kanonenschlag kurz vor dem Anpfiff ruhig, der Knallkopf konnte sofort gestellt und der Polizei übergeben werfen.

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Dynamo Dresden verliert gegen Fortuna Düsseldorf mit 2:1.

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Vom befürchteten Sturmlauf der heimstarken Fortuna war zunächst nichts zu sehen, die Düsseldorfer begannen verhalten. "Irgendwie lethargisch", wie Sascha Rösler später befand. Erst in der 16. Minute gelang Fortuna-Linksverteidiger Johannes van den Bergh der erste Torschuss, den Wolfgang Hesl problemlos entschärfte. Als Maximilian Beister, das vom Hamburger SV ausgeliehene Supertalent, aufwachte und sich einzuschießen begann (18., 19.), wurde es langsam gefährlich für die Dresdner. Als der U21-Nationalspieler dann Romain Brégerie versetzte und aus 16 Metern abzog, konnte Hesl den platzierten Flachschuss ins linke Eck nicht mehr parieren (21.). Zlatko Dedic hätte kurz nach dem erneuten Anstoß sofort das 1:1 machen können, donnerte den Ball aber über die Latte (22.).

Richtig Dusel hatten dann die Gäste, bei denen Giannis Papadopoulos für den angeschlagenen Kapitän Cristian Fiel in die Mannschaft gekommen war, als Oliver Fink nach einem Rösler-Freistoß knapp am rechten oberen Eck vorbei köpfte (25.). Dauerdruck aufbauen konnten die Hausherren aber nicht, denn Dynamo versteckte sich nicht und zeigte einige gute Spielzüge nach vorn. Nur am entschlossenen Abschluss mangelte es. Gefahr brachte lediglich ein 28-Meter-Freistoßhammer von Brégerie (drüber/34.). Als sich Düsseldorf schon in der Kabine wähnte, passierte es doch noch: Mickael Poté nahm den ihm im Gewühl von Dedic zugesteckten Ball schön mit und glich per Flachschuss aus (44.).

Fortuna-Trainer Norbert Meier gefiel das gar nicht: "Das 1:1 bis zur Pause war mehr als verdient, da war Dynamo die bessere Mannschaft." Der 53-Jährige reagierte mit einer Umstellung, um wieder mehr Schwung in der eigenen Offensive zu erzeugen. Ex-Dynamo Thomas Bröker tauschte mit Beister die Position, versuchte sich fortan auf dem rechten Flügel. Düsseldorf kam auch besser in die Partie, lautstark angetrieben von den erfolgsverwöhnten Fans. Rösler setzte sich links durch, schoss aus spitzem Winkel, doch Hesls Bein verhinderte den Einschlag im Dynamo-Kasten (50.). Als Rechtsverteidiger Tobias Levels von der Torauslinie flankte, setzte Rösler den Ball mit links aus Nahdistanz über die Latte (59.).

Die Schwarz-Gelben kamen ihrerseits kaum noch aus der eigenen Hälfte, zu überlegen agierte die Meier-Elf, in der seit der 64. Minute Sascha Dum für den schwachen Bröker spielte. Als Hesl ganz stark mit einer Hand Röslers Geschoss aus dem Winkel zur elften Ecke lenkte, ging ein Raunen durchs Stadion (70.). Dynamo indes hatte bis dahin noch keine einzige Ecke erkämpfen können. Bis zuletzt probierte Düsseldorf alles, brachte spät noch Jovanovic und hatte das Glück einer Spitzenmannschaft: Röslers Vorlage verwandelte Jovanovic eiskalt. "Das ist ein supergeiles Gefühl, als Einwechsler in der 92. Minute zu treffen", freute sich der 30-Jährige später. Fortuna-Trainer Meier, auch schon mal in Dresdner Diensten, strahlte: "Es ist nur im Fußball so, dass wir solche Geschichten zu sehen bekommen." Dynamo-Coach Ralf Loose fand sie - auch als Ex-Düsseldorfer - nicht so amüsant.

Jochen Leimert

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