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Dynamos Eisenbieger ohne Koch nach Berlin

Dynamos Eisenbieger ohne Koch nach Berlin

Die Alte Försterei ist in dieser Saison kein gutes Pflaster für fremde Torjäger. Sieben von zehn Spielen gewannen die Hausherren, verloren nur zwei und ließen dabei nur acht Gegentore zu.

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Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Die Alte Försterei ist in dieser Saison kein gutes Pflaster für fremde Torjäger. Sieben von zehn Spielen gewannen die Hausherren, verloren nur zwei und ließen dabei nur acht Gegentore zu. Dennoch läuft Dynamo Dresden heute um 13 Uhr mit viel Selbstbewusstsein bei Union Berlin ins Stadion. Wenn Nina Hagens leidenschaftliches "Eisern Union - immer wieder eisern Union!" aus den Lautsprechern dröhnt, dann summen die Schwarz-Gelben "Marmor, Stein und Eisen bricht!". Die Dresdner Eisenbieger wollen in der Wuhlheide mindestens einen Zähler erbeuten.

"Wir haben im Hinspiel bewiesen, dass man die Unioner schlagen kann. Wir sind durchaus in der Lage, da etwas mitzunehmen", zieht Dynamo-Trainer Ralf Loose viel Zuversicht aus dem sensationellen 4:0-Hinspielerfolg am 12. August. Damals überraschte der Aufsteiger die feldüberlegenen Berliner mit kluger Abwehrarbeit und schnellen Kontern. Union-Kapitän Torsten Mattuschka gelang es damals nicht, seine Truppe wie gewohnt in Szene zu setzen, weil er von den Dresdnern ausgeschaltet wurde. "Mattuschka durch David Solga aus dem Spiel zu nehmen, war sicher der Schlüssel zum Erfolg", erinnert sich Loose.

Diesmal muss er umdenken, denn Mattuschka fehlt gesperrt, nachdem er beim 2:3 in Paderborn am vergangenen Wochenende Gelb-Rot gesehen hatte. "Vielleicht wäre es einfacher, wenn er spielen würde, weil alle Fäden bei ihm zusammenlaufen", muss sich Loose auf andere Konstellationen einstellen. Der 49-Jährige fühlt sich aber über die "Eisernen" voll im Bilde: "Wir sind sehr gut informiert, weil Union immer gegen unseren nächsten Gegner spielt und wir sie so oft gesehen haben." Da spielt es auch keine Rolle, dass Loose zum ersten Mal überhaupt mit einer Mannschaft im Berliner Osten gastiert.

Schwieriger ist es für den Dresdner Coach schon eher, einen seiner Leistungsträger zu ersetzen. Robert Koch, siebenfacher Torschütze und Antreiber auf der rechten Außenbahn, steht wegen in die Oberschenkelmuskulatur ausstrahlenden Rückenproblemen und damit verbundenem Trainingsausfall nicht im Kader. "Man hätte vielleicht mit Tabletten etwas machen können, aber es ist nicht der richtige Weg, ihn jetzt zu bringen. Er ist zum einen nicht ganz beschwerdefrei, zum anderen geht es darum, dass die anderen regelmäßig trainiert haben und voll im Saft sind", begründete Loose Kochs Nichtberücksichtigung. Der Lausitzer solle sich erst auskurieren.

Wer Kochs Position übernimmt, verriet Loose nicht. Sascha Pfeffer, Marvin Knoll oder Clemens Walch könnten einspringen. Der Tiroler Walch kam erst im Januar als Ersatz für den verletzten Marcel Heller vom 1. FC Kaiserslautern und könnte nun sein Punktspieldebüt in der Dynamo-Startelf geben. Beim 3:1-Testspielsieg gegen Liegnitz habe er "durch sein Tor ein Ausrufezeichen gesetzt", hat Loose den 1:1-Ausgleichstreffer des Österreichers gegen die Polen nicht vergessen. Allerdings trafen Pfeffer und Knoll beim Hinspiel gegen Union, die Hertha-Leihgabe Knoll glänzte im August zudem als Vorbereiter.

Offen ließ Loose auch, ob Kapitän Cristian Fiel an alter Wirkungsstätte auflaufen darf. "Normalerweise spiele ich so weiter, wie es sich zuletzt dargestellt hat", sagte der Trainer. Er räumte aber ein, der Ex-Unioner habe zuletzt im Training überzeugt: "Cristian hat auf mich einen wesentlich besseren Eindruck gemacht." Es bleibt also spannend.

Schiedsrichter ist heute Peter Sippel aus München. Er pfiff Dynamo zuletzt im Dezember beim 2:1 gegen Energie Cottbus.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2012

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