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Dynamo will bis zum Schluss alles geben

Dynamo will bis zum Schluss alles geben

Der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach, aber deshalb können und wollen die Dynamo-Profis noch lange nicht die Füße hochlegen.

Dresden .

Dresden (DNN). Der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach, aber deshalb können und wollen die Dynamo-Profis noch lange nicht die Füße hochlegen. Noch sechs Spiele stehen aus, in denen die Schwarz-Gelben ihr Punktekonto weiter aufstocken möchten. "Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen", versprach Kapitän Cristian Fiel den Fans. Und deren Erwartungshaltung ist groß, denn nach dem beim 1:0 in Aachen gesicherten Ligaverbleib wollen die Anhänger am Sonnabend das Erreichte mit dem siebenten Heimsieg feiern. Über 25 600 Karten für das Aufsteigerduell mit Eintracht Braunschweig sind bereits verkauft.

Spielt die Truppe von Trainer Ralf Loose weiter erfolgreich, dann zahlt sich das für den Verein doppelt aus. Einerseits sind anhaltend hohe Erlöse aus dem Ticketverkauf zu erwarten, andererseits kann sich Dynamo mit jedem weiteren Punkt und einem besseren Tabellenplatz auch in der Fernsehgeldtabelle nach vorn arbeiten und sich so eine höhere Inlandsvermarktungsprämie sichern. Das heißt: Der Prozentsatz, den der Verein vom 2011/12 insgesamt 428 Millionen Euro fassenden Fernsehgelder-Topf für die Erst- und Zweitliga-Klubs erhält, kann bei fortdauerndem Erfolg ansteigen. Ein besserer Tabellenplatz am Saisonende wirkt sich auch noch Jahre später aus, denn aktuell fließen bei der Berechnung der TV-Geld-Tabelle die Platzierungen in der 1. und 2. Bundesliga seit der Saison 2008/09 ein. Da Dynamo in den letzten Jahren nicht im Bundesliga-Ober- oder -Unterhaus vertreten war, liegt es in der aktuellen Fernsehgeldtabelle noch auf dem vorletzten Platz und kann momentan nur mit rund 3,9 Millionen Euro an Zuwendungen über das Spieljahr rechnen. Zum Vergleich: Tabellenführer Eintracht Frankfurt sahnt als Spitzenreiter in der Fernsehgeldtabelle derzeit rund 7,7 Millionen Euro ab, die aufgeteilt in vier Raten ausgezahlt werden.

An finanziellen Anreizen für die Spieler selbst mangelt es auch nicht: Punkt- und Auflaufprämien können das Grundgehalt in den letzten Spielen noch aufbessern. "Es liegen noch ein paar Euro im Pott - und warum sollten wir die nicht mitnehmen?", fragte Cristian Fiel. Der Spanier erinnerte daran, dass außer Spaß am Spiel und Prestige bei den Fans für Berufsfußballer noch andere Dinge zählen.

Für einige Spieler geht es auch noch darum, wo sie ab dem Sommer kicken. Mehrere Verträge laufen aus, doch nur bei Jens Möckel, der sogar noch einen Kontrakt bis 2013 besitzt, hat Sportchef Steffen Menze bislang klar geäußert, dass man sich trennen möchte. Torjäger Zlatko Dedic würden Menze und Loose gern halten, doch nach aktuellem Stand muss der Leihspieler nach Bochum zurück. Falls der VfL den Slowenen verkaufen möchte, könnte Dynamo kaum mitbieten, aber vielleicht ein Erstligist. Dedic jedenfalls versprach: "Ich werde bis zuletzt alles für Dynamo geben." Er sei dem Klub sehr dankbar, dass er in Dresden eine neue Chance bekam, sich auf der großen Bühne zu zeigen. Unter dem damaligen VfL-Trainer Friedhelm Funkel war der 27-Jährige in Bochum weg vom Fenster. Nun kann er wieder glänzen, mit jedem weiteren Tor seinen Marktwert in die Höhe treiben.

Ob Maik Kegel indes noch einmal so auftrumpfen kann wie in Aachen, wenn Robert Koch am Sonnabend wieder spielberechtigt ist, ist so fraglich wie seine Zukunft bei Dynamo. "Ich werde bis zuletzt mit der besten Elf spielen", kündigte Loose kürzlich an. Danach, dass Kegel den ihm angebotenen, stark leistungsbezogenen Zweijahresvertrag doch noch unterschreibt oder Dynamo nachbessert, sah es gestern nicht aus. Ein Gespräch zwischen dem Verein und Kegels Berater Hartmut Schade kam bis zum Nachmittag nicht zustande: "Er hat sich bei mir nicht gemeldet", sagte Menze.

Pavel Fort knickte gestern im Training um. Die genaue Diagnose wird heute gestellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.04.2012

Jochen Leimert

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