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Dynamo unterliegt beim FC St. Pauli mit 1:3 (0:0)

Dynamo unterliegt beim FC St. Pauli mit 1:3 (0:0)

Im "Freudenhaus der Liga" gab es für Dynamo Dresden am Sonntagnachmittag nichts zu holen. Die Spieler von Trainer Ralf Loose unterlagen beim FC St. Pauli mit 1:3 (0:0).

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Fin Bartels kämpft mit Dresdens Cheikh Gueye um den Ball.

Quelle: dpa

Vor 24.113 Fans am Millerntor gingen die Sachsen sogar kurzzeitig in Führung, konnten aber am Ende kein Kapital daraus schlagen und verloren zum dritten Mal in Folge.

Vor der Partie bewiesen die Hamburger Gastfreundlichkeit, indem sie für die Dresdner den "Zwölften Mann" spielte. Einige Dutzend Dynamo-Fans auf der Haupttribüne sangen mit und freuten sich über ein Transparent, das Pauli-Fans auf der Südtribüne entrollten. "Fußball ohne Gästefans... wie Elfmeter ohne Torwart", war da zu lesen. Der klassische Sängerwettstreit mit dem gegnerischen Lager - er wurde auf dem Kiez schmerzlich vermisst. So richtig Stimmung wollte bei den Pauli-Fans auch nicht aufkommen, als das Spiel begann. Zu pomadig präsentierten sich die Gastgeber, die Dresdner Abwehr stand sicher. Zwei Hinterhaltsschüsse von Max Kruse (9.) und Fabian Boll (19.) waren das Einzige, was die Hausherren in der Anfangsphase zustande brachten. Beide gingen auch noch am Tor vorbei.

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Die Hamburger glücklich, Dresden fährt geknickt nach Hause.

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Dynamo, die mit Pavel Fort und Giannis Papadopoulos für den erkrankten Mickael Poté und den verletzten Cristian Fiel aufgelaufen war, setzte dagegen in der 27. Minute ein erstes Achtungszeichen: Einen von Kapitän Robert Koch herausgeholten Freistoß schlug Filip Trojan in den Strafraum, wo Koch völlig frei zum Kopfball kam und die Kugel an die Latte donnerte. Das hätte das 1:0 für die Loose-Elf sein können, die in der Folge Spielanteile gewann und St. Pauli einige Male hinten reindrückte. Ein Konter über den ehemaligen St. Pauli-Kapitän Trojan führte zur nächsten Gästechance, doch Zlatko Dedic schoss aus zehn Metern vorbei (37.). Ein von Romain Bregerie verursachter und mit Gelb geahndeter Freistoß von Dennis Daube zischte noch links am Dynamo-Tor vorbei (41.), dann war eine mäßig unterhaltsame erste Spielhälfte Geschichte, in der Dynamo die besseren Chancen und 4:0 Eckstöße gehabt hatte.

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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Hans E. Lorenz (DFB-Sportrichter): „Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“

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Während Ralf Loose in der Halbzeitpause keine Änderung vornahm, wechselte Pauli-Coach André Schubert den schwachen Petar Sliskovic gegen Deniz Naki aus. Und mit dem frischen Stürmer kam nun Schwung in die Angriffsbemühungen der Norddeutschen. Sie setzten Dynamo bei erneut einsetzendem Nieselregen zunehmend unter Druck, Mahir Saglik schoss aus dem Gewühl vorbei (53.). Bei Bolls 18-Meter-Knaller musste Wolfgang Hesl seine ganze Klasse zeigen und den Ball zur Ecke fausten (60.).

Doch wie schon im letzten Heimspiel gegen Aue (1:2) schlug Dynamo in einer Drangphase des Gegners zu und führte nach 66 Minuten mit 1:0. Bei einem Konter passte Dedic quer auf Fort, dessen von Torwart Philipp Tschauner noch abgefälschten Schuss Dedic mit letztem Einsatz über die Linie drückte. Da riss es die Dresdner Fans auf der Tribüne von den Sitzen: "Auswärtssieg, Auswärtssieg!", riefen sie. Die Freude währte aber nicht lange, denn ein Doppelschlag des FC St. Pauli drehte das Spiel erneut. Ein Kopfball von Boll unter die Latte (72.) und ein satter Flachsschuss von Naki ins rechte untere Eck (73.) brachten den Kiez-Kic kern die Führung. Da bebte das Millerntor, da war von der berühmten Stimmung auf St. Pauli mal was zu erahnen.

Dynamo ließ sich aber nicht einlullen, versuchte sofort, den Ausgleich zu erzielen: Dedic verpasste eine scharfe Flanke von Koch nur um Haaresbreite (75.). Cheikh Gueye kam nicht mehr an die Kopfballablage von Koch, der es auch aus der Distanz probierte (82., 84.). Doch die Schwarz-Gelben zerrten vergebens an den Ketten, die Hamburger machten alles klar. Nachdem Florian Bruns noch daneben gezielt hatte (84.), nutzte der eingewechselte Marius Ebbers eine Lücke in der Dynamo-Abwehr zum entscheidenden 3:1 (85.).

Jochen Leimert

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