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Dynamo schlägt Baku dank Knoll-Treffer mit 1:0 - Schri lässt Gegner trotz roter Karte zu elft spielen

Dynamo schlägt Baku dank Knoll-Treffer mit 1:0 - Schri lässt Gegner trotz roter Karte zu elft spielen

Dynamo erlebte gestern im Trainingslager in der Türkei seinen eigenen kleinen Schiedsrichter-Skandal. In der Vorwoche hatte eine gesperrter Schiedsrichter aus Bulgarien in Belek ein Testspiel von Werder Bremen gepfiffen und ließ zehn Minuten nachspielen.

Lara .

Von Tina Hofmann

Bei der Partie der Schwarz-Gelben gestern gegen Neftschi Baku setzte der Unparteiische aus Mazedonien kurzfristig die Regeln außer Kraft. In der 88. Minute sah ein Spieler von Baku die Rote Karte. Als wenige Sekunden später Ralf Loose auffiel, dass das gegnerische Team aber mit elf Mann weiter spielte, verstand er die Welt nicht mehr. "Hey Schiri, wieso sind bei denen elf Spieler auf dem Platz", schrie der Coach dem Schiedsrichter zu. Der antwortet darauf nur trocken: "Ich habe es erlaubt." Auch nach der Partie fand Loose das nicht komisch. "Man sollte solche Spiele fair und den Regeln entsprechend durchführen. Der Trainer von Baku kam schon vor dem Spiel zu mir und fragte, ob er bei Roter Karte einen anderen einwechseln kann. Aber ich hatte das abgelehnt", erklärte der 49-Jährige.

Das konnte die Dresdner dennoch nicht an ihrem zweiten Testspielsieg hindern. Die Loose-Elf setzte sich gegen die Mannschaft aus Aserbaidschan mit 1:0 (0:0) durch. Den Siegtreffer markierte Marvin Knoll in der 66. Minute. "Die wichtigste Erkenntnis war, dass wir zu Null gespielt haben. Es passiert nicht alle Tage und das war wichtig. Deshalb war ich auch bis zuletzt an der Linie aktiv, weil es für den Torwart schön ist, ohne Gegentor zu bleiben. Unsere Überlegenheit konnten wir leider nicht in ein weiteres Tor ummünzen", analysierte der Coach. In der 71. Minute gab es erfreuliche Nachrichten: Mittelfeldspieler Gerrit Müller feierte nach seinem Kreuzbandriss das Comeback auf dem Rasen. "Es war richtig schön, ich hatte so viel Lust zu spielen. Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist. Die kleine Reizung, die ich die letzten Tage im Knie hatte, gehört einfach dazu. Ich brauche das Mannschaftstraining und ich benötige die Belastung für das Knie, damit es sich daran gewöhnt", erklärte er. Loose setzte fast alle Spieler ein, lediglich Benny Kirsten, Jens Möckel (nach Schienbeinproblemen) und Florian Jungwirth blieben draußen. Jungwirth war beim Trainings auf einen Rasensprenger getreten und hatte sich eine Fersenprellung zugezogen. Auch Probespieler Ajdin Maksumic kam nicht zum Einsatz, weil die Gastspielgenehmigung des bosnischen Verbandes oder seines Ex-Verein FK Sarajevo nicht rechtzeitig eingetroffen war. "Er wird aber weiter mittrainieren", so Loose.

Bei Baku lief mit Igor Mitreski in der ersten Halbzeit ein Ex-Cottbuser auf, in der zweiten Spielhälfte der Ex-Schalker Emile Mpenza. "Das ist so, als ob wir ein Hallenturnier gegen Neuvilles und Schneiders spielen und 8:2 gewinnen. Irgendwann ist die Zeit vorbei. Deswegen sind die Herren trotzdem noch irgendwo unterwegs, um die letzten Euros zu verdienen", kommentierte der Dresdner Coach diese Personalien.

Der heimgereiste Marcel Heller muss noch auf eine genaue Diagnose warten. Nachdem er sich in der Türkei am rechten Sprunggelenk verletzt hatte, muss erst die Schwellung abklingen ist, bevor eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden kann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.01.2012

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