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Dynamo hofft auf erneutes Glückslos - Am Sonntag werden die Erstrunden-Partien im DFB-Pokal ausgelost

Dynamo hofft auf erneutes Glückslos - Am Sonntag werden die Erstrunden-Partien im DFB-Pokal ausgelost

Die Saison ist vorbei, ihr bitteres Ende steckt den Dynamo-Fans noch in den Knochen, doch am Sonntag schalten alle gebannt die Glotze ein: Um 18.50 Uhr wird im ARD-WM-Club die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2014/15 ausgelost - und nach einem Jahr Zwangspause geht auch wieder eine Plastikkapsel mit dem SGD-Vereinslogo ins Rennen.

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Dynamo Dresden

Nach dem Pokalausschluss wegen wiederholter Fan-Ausschreitungen und dem Abstieg aus der Zweiten Liga hoffen die Schwarz-Gelben mehr denn je auf einen attraktiven Gegner.

Die Chancen stehen nicht schlecht, denn als Drittligist kommt Dynamo in den "Amateurtopf" und könnte unter Aufsicht von Ziehungsleiter Horst Hrubesch von Losfee Fernanda Brandao (ARD-Brasilien-Expertin) wie 2011 einen Bundesligisten zugelost bekommen. Damals war es Vizemeister Bayer Leverkusen, den die frisch aufgestiegene Elf von Trainer Ralf Loose schließlich sensationell mit 4:3 nach Verlängerung ausschaltete. Alexander Schnetzler, im späteren Saisonverlauf nur Bankdrücker und schließlich ganz aussortiert, gelang bei Dauerregen der entscheidende Treffer. Ein Tor, das ihm einen Platz in den Dynamo-Geschichtsbüchern und eine Einladung ins ZDF-Sportstudio einbrachte.

Von einer ähnlichen Sensation wie am 30. Juli vor drei Jahren träumen viele. Präsident Andreas Ritter sagte: "Da wir nun wieder in der Dritten Liga spielen, ist es für uns ein absoluter Höhepunkt. Ich hoffe, dass wir ein paar Runden weiter kommen, damit wir die Pokal-Atmosphäre spüren können." Gegen Bayern München oder Borussia Dortmund als Gegner hätte Ritter aber auch nichts einzuwenden.

Der Meister aus München oder Pokalfinalist BVB als Gäste am Wochenende vom 15. bis 18. August würden auch Dynamos kaufmännischem Geschäftsführer Robert Schäfer gefallen: "Der Pokal lebt von Duellen David gegen Goliath, deshalb würde ich mich freuen, wenn wir unseren Fans ein Spiel gegen eine Topmannschaft bieten könnten." Sport-Geschäftsführer Ralf Minge meinte gar aus Spaß, während der Auslosung in der Kirche zu sitzen, um Losglück zu erflehen: "Dem Anlass muss man doch gerecht werden."

Mitten in den Sommerferien das Stadion zu füllen, das dürfte gegen Hoffenheim, Paderborn oder Sandhausen auch schwer fallen und die Einnahmen aus dem Kartenverkauf schmälern. Selbst gegen Leverkusen kamen im Aufstiegsjahr "nur" 26 000 Fans an die Lennéstraße. Alle anderen ärgern sich bis heute, Schnetzlers Husarenstück gegen Ballack, Rolfes & Co. nicht live im Stadion erlebt zu haben.

Minge, damals nur als Fan beider Teams dabei, kann sich noch gut an das Spektakel erinnern. Dass das überraschende Weiterkommen und auch das Zweitrunden-Glückslos Dortmund inklusive Topspiel-Status mehr als eine Million Euro an Mehreinnahmen brachten und die Verpflichtung der Stürmer Mickael Poté und Zlatko Dedic erst möglich machten, hat er auch nicht vergessen. Umso mehr liebäugelt der 53-Jährige mit einem Einzug in die nächste Runde: "Dass der Pokal immer wieder Überraschungen bereithält, das sieht man alle Jahre wieder."

Jetzt auf Pump in die Mannschaft zu investieren, kommt für ihn aber nicht in Frage. Mehr als die 100 000 Euro Antrittsprämie für die 1. Hauptrunde hat der Verein im Etat nicht eingeplant. Ein Risiko will Minge nicht eingehen: "Wir gehen jetzt mit dem um, was wir zur Verfügung haben, sind über jeden Euro froh und dankbar, den wir zusätzlich ausgeben können. Aber das kann man nur bedingt beeinflussen. Damit meine ich, dass man in dem Spiel alles raus haut. Das sollten wir uns schon vornehmen - egal, wer kommt."

Ein letzter Startplatz für die 1. Hauptrunde ist noch zu vergeben. Das Berliner Landesfinale zwischen dem FC Viktoria 1889 und dem SV Tasmania findet erst am 4. Juni statt. Beide Vereine nehmen an der Auslosung am Sonntag im Amateurtopf als "Doppellos" teil.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.05.2014

Leimert, Jochen

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