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Dynamo hat erstmals seit 2006 Gewinn gemacht

Dynamo hat erstmals seit 2006 Gewinn gemacht

Selten ging eine Dynamo-Mitgliederversammlung so harmonisch über die Bühne wie am Sonnabend. Echte Aufreger gab es für die 570 anwesenden Mitglieder keine, stattdessen häufig Gelegenheit für Beifallsbekundungen.

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570 Mitglieder verfolgten am Sonnabend in der Margon-Arena die Präsentation von Dynamos Geschäfts- und Planzahlen.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden . Dresden (DNN/JOL). Selten ging eine Dynamo-Mitgliederversammlung so harmonisch über die Bühne wie am Sonnabend. Echte Aufreger gab es für die 570 anwesenden Mitglieder keine, stattdessen häufig Gelegenheit für Beifallsbekundungen. Denn die Schwarz-Gelben haben das Geschäftsjahr erstmals seit dem Abstieg in die 3.Liga im Jahr 2006 mit Gewinn abgeschlossen: Exakt 319 750 Euro im Plus wies die Bilanz von Geschäftsführer Volker Oppitz für die Spielzeit 2010/11 aus.

Fast zweieinhalb Stunden lang erläuterte Oppitz, wie es dazu kam und was sich der Verein im laufenden Geschäftsjahr erhofft. So konnte Dynamo dank des sportlichen Erfolges die Erträge in der vergangenen Saison gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent, gegenüber dem Plan sogar um 27 Prozent steigern. Der Verein nahm statt erwarteten 9,374 Millionen Euro 11,949 Millionen ein. 800 000 Euro mehr als erwartet stammen aus den Ticketerlösen, 286 000 Euro mehr als geplant generierte Vermarkter Sportfive, 147 000 Euro mehr brachte der Fanartikelverkauf. Der Gesamtaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr und der Planung dagegen nur um 13 bzw. 24 Prozent auf 11,629 Millionen Euro. "Dort, wo es ging, haben wir uns im Rahmen des Kostenplans bewegt", sagte Oppitz. Er versicherte: Wenn Dynamo am Ende nur Vierter geworden oder in der Relegation gescheitert wäre, wäre der Gewinn höher ausgefallen. "Dann hätten wir die Aufstiegsprämie nicht zahlen müssen, das haben wir aber gern getan." Denn nur in Liga zwei ist der Verein dauerhaft überlebensfähig.

Euphorie ist angesichts des Gewinns aber nicht angebracht, denn von einer grundlegenden Entschuldung ist der Klub weit entfernt. Und wie 2015 rund 7 Millionen Euro aufgebracht werden sollen, um sich bei Hauptgläubiger Michael Kölmel freizukaufen, ist völlig unklar. Neben der hohen Stadionmiete belastet Dynamo, dass ein großer Teil der Einnahmen nach dem Not-Verkauf diverser Rechte in den letzten Jahren in fremde Taschen fließt. "Das Tafelsilber wurde verscherbelt", bedauert Oppitz, der trotz Zuschauer- und Mitgliederboom sowie höherer Erlöse aus TV-Vermarktung (jetzt 4,189 Mio statt 753 000 in Liga drei), Werbung und Merchandising für Sommer 2012 nur ein Betriebsergebnis von etwa 608 000 Euro im Plus erwartet.

Keine Überraschung gab es bei der Neuwahl des Präsidiums. Präsident Andreas Ritter (1195 Stimmen inklusive Briefwahl) und Vizepräsidentin Diana Schantin (1011) wurden im Amt bestätigt. Ins Dreier-Gremium rückte Michael Winkler (642) neu auf. Konstituieren wird sich das Präsidium am Dienstag. Ritter würde den Vorsitz auch wieder übernehmen: "Ich stehe zur Verfügung."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.11.2011

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