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Dynamo erwartet im Erzgebirge ein raues Klima

Dynamo erwartet im Erzgebirge ein raues Klima

Es soll ja auch bei Dynamo Zeitgenossen geben, die am Ende einer beinharten Serie bereits vom Sommerurlaub träumen. Von Sunshine auf der faulen Haut, einem delikaten Dinner im Abendlicht und lauen Nächten mit der Liebsten.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Es soll ja auch bei Dynamo Zeitgenossen geben, die am Ende einer beinharten Serie bereits vom Sommerurlaub träumen. Von Sunshine auf der faulen Haut, einem delikaten Dinner im Abendlicht und lauen Nächten mit der Liebsten. Doch das Land muss warten, wo die Palmen sich verneigen und die Purpursonne weint - noch muss malocht werden, schwitzen sich die Hemden nicht von alleine durch. Heute ist wieder so ein Tag: Im rauen Erzgebirge, wo gerade der letzte Schnee geschmolzen ist, steht ab 13 Uhr das letzte Ostderby der Saison an. Bei den kantigen FCE-Profis muss noch einmal kräftig ausgeteilt und wohl auch manch blauer Fleck am eigenen Alabasterkörper einkalkuliert werden, um das peinliche Hinspiel-1:2 wettzumachen.

"Dort wird uns sicher alles abverlangt", warnt Dynamo-Trainer Ralf Loose seine Truppe, die zuletzt beim 2:1-Prestigeerfolg über Düsseldorf noch erstaunlich fit wirkte. Es gehe nun im Lößnitztal gegen eine Mannschaft, die vom Kampf lebt "und sowieso gewohnt ist, körperbetont zu spielen". Man wolle natürlich die eigene Offensive pflegen, "aber wir müssen uns auf den Gegner einstellen, der mit König einen Schlüsselspieler hat, der im Sturmzentrum sehr robust auftritt. Ich habe den Jungs extra in der Videoanalyse ein paar Szenen gezeigt, wie man gegen ihn agieren soll. Insbesondere Savic weiß, was auf ihn zukommt", erzählte Loose, früher selbst Verteidiger, vor der Abfahrt.

Mit seinen 1,90 Meter Körpergröße und 86 Kilogramm Gewicht ist der vergangenen Sommer vom Zweitliga-Absteiger aus Oberhausen verpflichtete Lichtensteiner ein Mittelstürmer mit Brecherqualitäten und Kopfballstärke. Loose hätte Ronny König voriges Jahr gern selbst verpflichtet, doch den blonden Hünen zog es nach Wanderjahren in Kaiserslautern, Wiesbaden und im Ruhrpott heim nach Westsachsen. Acht Tore schoss der 28-Jährige seitdem, obwohl er in Aue lange als einzige echte Spitze ackern musste. Inzwischen hat er mit Ex-Dynamo Halil Savran einen Vorarbeiter bekommen, der auch dahin geht, wo es wehtut. Wenn der Deutsch-Türke aus Berlin den Kopf runter nimmt, heißt es nicht etwa Aufgabe, sondern Attacke!

Vor Jan Hochscheidt musste Loose niemanden mehr warnen. Der Mittelfeldspieler der Auer war im Hinspiel mit zwei Toren Matchwinner, wirbelte Dynamo durcheinander. Sechs Treffer und sieben Vorlagen in dieser Saison bedeuten Güteklasse A. Sebastian Schuppan kickte früher mit dem gebürtigen Trierer zusammen und sagt heute: "Jan hat sich unglaublich entwickelt. Als wir in Cottbus noch zusammen gespielt haben, hätte ich das nicht für möglich gehalten, dass er so einen Sprung macht. Ich freue mich für ihn." Angeblich hätte ihn auch Dynamo gern, mutmaßt man im Internet. Doch Hochscheidt, wie Schuppan von Jörg Neubauer beraten, hat noch ein Jahr Vertrag bei den "Veilchen". Beim Abstieg der Auer könnte der 24-Jährige aber ein Thema werden.

Derweil hoffen die heute mit dem Kader vom Montag nach Aue reisenden Schwarz-Gelben, dass sie bald ihren Urlaub buchen können. Noch steht der Terminplan für die Vorbereitung aber nicht genau fest. Auch die Rückkehr ins Camp nach Neustift im Tiroler Stubaital ist noch nicht perfekt. Noch ein anderer Klub buhlt um den samtweichen Rasenplatz, auf dem sich einst die genialen Spanier auf den Titelgewinn bei der EM 2008 einschossen.

Referee ist heute Günter Perl (42/Pullach).

Im Stadion werden 15 000 Fans erwartet, 2700 stehen im ausverkauften Gästeblock.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.04.2012

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