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Dynamo auf dem Kiez hart gefordert - Trojan über ein Spiel ohne Fans

Dynamo auf dem Kiez hart gefordert - Trojan über ein Spiel ohne Fans

Für die Mannschaft war das Sportgerichtsurteil vom Donnerstag ein schwerer Schlag. "Ich kenne keinen einzigen Menschen, der das versteht", sagte Offensivspieler Filip Trojan.

Dresden .

Dresden (DNN/JOL). Für die Mannschaft war das Sportgerichtsurteil vom Donnerstag ein schwerer Schlag. "Ich kenne keinen einzigen Menschen, der das versteht", sagte Offensivspieler Filip Trojan. Der Tscheche bekannte, dass der Pokalausschluss von Dynamo am Freitagmorgen das große Thema in der Kabine war. "In der Kabine wird allgemein viel geredet. Dass heute ein bisschen mehr war, ist doch klar", so Trojan gestern Mittag.

Der 28-Jährige hofft allerdings, dass die Mannschaft die schlechte Nachricht aus Frankfurt am Sonntag (13.30 Uhr) beim FC St. Pauli ausblenden kann. "Das muss man", sagte der Profi, "wir sind dafür da, um zu spielen - und alles andere können wir nicht beeinflussen. Von daher müssen wir das 90 Minuten vergessen."

Schwerer zu verdrängen ist da sicherlich die Tatsache, dass mit Kapitän Cristian Fiel und Torjäger Mickael Poté zwei Stammspieler ausfallen. Bei Fiel brach beim 1:2 gegen Aue seine alte Wadenverletzung wieder auf, Poté musste wegen eines schweren Magen-Darm-Infektes ins Krankenhaus. Auch Reservist Marvin Knoll (Bänderriss im Knöchel) muss passen.

Zu allem Übel müssen die gesunden Spieler auf dem Hamburger Kiez auch noch auf lautstarke Unterstützung eigener Fans verzichten, denn Dynamo hatte nach den Krawallen von Dortmund freiwillig auf sein Kartenkontingent verzichtet, noch bevor der "Man hat gesehen, dass wir sie auch bei Auswärtsspielen brauchen", betonte Trojan. "Wir haben gesehen, was in München, was in Braunschweig los war und welche Spiele wir dabei gemacht haben. Diesmal ist es so, dass wir auch ohne sie Leistung zeigen müssen", fügte der Linksfuß an. Immerhin habe man sich schon drei Wochen auf dieses Szenario einstellen können. "Außerdem habe ich schon für Vereine gespielt, die nicht so viele Fans mitbringen. Da kenne ich mich aus", blieb Trojan gelassen.

Den FC St. Pauli, für den er von 2007 bis 2009 46 Spiele absolvierte und dabei zehn Tore schoss, meinte er damit sicher nicht. Der Kultklub besitzt reisefreudige Anhänger. Daheim am Millerntor ist sowieso immer die Hölle los. Davor warnte Trojan seine aktuellen Kameraden noch einmal: "Die Atmosphäre ist unheimlich laut, und als Heimmannschaft führt man dort eigentlich schon mit 1:0, wenn man aus der Kabine kommt. Dennoch sind wir stark genug, dort zu bestehen und das Spiel auf dem Platz zu entscheiden."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2011

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