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Dynamo-Verhandlung in Frankfurt dauert an - Urteil wird erst am Abend erwartet

Dynamo-Verhandlung in Frankfurt dauert an - Urteil wird erst am Abend erwartet

In Frankfurt/Main läuft das Bewährungsverfahren gegen den Ausschluss von Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal für die Saison 2012/13. Seit etwa 12.40 Uhr rollt das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter dem Vorsitz des ehemaligen DFB-Chefjustiziars Goetz Eilers den Prozess vom November 2011 noch einmal neu auf.

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Dynamos Anwalt Christoph Schickardt und Präsident Andreas Ritter hoffen in Frankfurt auf ein milderes Urteil.

Quelle: Stephan Lohse

Dabei deutet sich ein Urteil erst für den Abend an. Nach drei Stunden waren die Beteiligten erst bei der Vernehmung des dritten Zeugen.

Nachdem zunächst Schiedsrichter Peter Gagelmann telefonisch zugeschaltet worden war, äußerte Harald Meyer, Mitglied der DFB-Kommission Prävention und Sicherheit, eine neue Erklärung für die große Menge an Pyrotechnik, die die Fans der SG Dynamo beim Zweitrunden-Pokalspiel bei Borussia Dortmund abgebrannt hatten. Er vermutet, dass verbotene Pyrotechnik über Zulieferer und Caterer in die Stadien geschmuggelt wird. „Ich möchte nicht wissen, wie viele Personen da gekauft sind", sagte Meyer in der Verhandlung.

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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Meyer betonte, er könne keine Beweise liefern, vermute dies aber aus langjähriger Erfahrung. Das Durchsuchen der Fans nach verbotenen Brennkörpern sei grundsätzlich schwierig. „Sie können noch so gut durchsuchen, kleine Mengen Pulver kann man gut verstecken", sagte er.

Sowohl Meyer als auch der danach vernommene Dortmunder Polizeichef Peter Andres berichteten von den Ausschreitungen der Dresdner Fans. Beide sagten aber auch, dass es Einlasskontrollen gegeben habe, wenn auch laut Andres in „beschleunigter Form", berichten Prozessbeobachter. Zwischen dem Polizeichef und dem DFB-Verantwortlichen soll es aber vor allem bei der Beschreibung der Situation am Einlass Widersprüche gegeben haben. „Da war ja einiges los, das kann man so sagen", kommentierte Richter Ehlers die Schilderungen.

Gegen 16 Uhr standen noch mehrere Zeugen aus, unter anderem die von Dynamo Dresden aufgerufenen Martin Börner (Spieltagsbeauftragter), Torsten Rudolph (Leiter Fanprojekt) und Sören Klar (Sicherheitschef). Ein Urteil wird daher nicht vor dem Abend erwartet.

Dynamo-Anhänger hatten beim 2:0-Sieg des deutschen Meisters Böller und Raketen gezündet und mehrfach eine Spielunterbrechung verursacht. Insgesamt drei Mal wurde die Begegnung unterbrochen, auch im Umfeld der Partie war es zu Krawallen gekommen. Dabei hatte es 17 Verletzte, 15 Festnahmen und einen Sachschaden in Höhe von rund 150.000 Euro gegeben. Laut dem Dortmunder Polizeichef wurden 110 Strafverfahren eingeleitet, 31 der Beschuldigten seien bereits vorbestraft. Sowohl Dresden als auch Borussia Dortmund, das zu einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro verurteilt worden war, hatten Berufung eingelegt.

sl

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