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Dynamo: Trojan will Revanche gegen Ex-Arbeitgeber

Dynamo: Trojan will Revanche gegen Ex-Arbeitgeber

An Motivation fehlt es Filip Trojan ganz sicher nicht, wenn er am Freitagabend (18 Uhr) mit Dynamo Dresden auf den MSV Duisburg trifft.

Dresden .

Dresden (DNN). An Motivation fehlt es Filip Trojan ganz sicher nicht, wenn er am Freitagabend (18 Uhr) mit Dynamo Dresden auf den MSV Duisburg trifft. Dass der Tscheche bis zum Sommer noch für die "Zebras" spielte und mit ihnen ins Pokalfinale galoppierte, ist nur ein Grund von vielen. Vor allem möchte er sich nach "zwei nicht ganz so guten Spielen" beim 0:4 in Berlin und dem 2:2 in Paderborn wieder von seiner besten Seite präsentieren und mit den Schwarz-Gelben die bittere 0:3-Scharte aus dem Hinspiel auswetzen.

Die Klatsche an der Wedau wurmt den Mittelfeldspieler, der gestern seinen 29. Geburtstag feierte, immer noch, "weil wir dort nicht schlecht gespielt, unsere Chancen aber nicht genutzt haben und dafür bestraft worden sind". Im Abschluss sündigte vor allem er selbst: Erst scheiterte der Linksfuß aussichtsreich am Bein von MSV-Keeper Florian Fromlowitz (28.), dann traf er bei der Rückkehr an seine alte Spielstätte nur die Latte (38.). "Wir müssen zur Pause 1:0 führen, dann weiß jeder, was hier los ist", sagte Trojan unmittelbar nach der Partie am 26. August, die durch Branimir Bajics Kontertor noch vor der Pause (44.) gekippt und am Ende noch zu einer klaren Sache für Duisburg geworden war. "Diesen Fehler wollen wir wiedergutmachen und zu Hause gewinnen", hat sich Trojan mit seinen aktuellen Kameraden vorgenommen.

Mit ihnen möchte der Flügelspieler, der mit fünf Vorlagen und zwei Toren mehr Vorbereiter als Vollstrecker ist, den Sechs-Punkte-Vorsprung auf den MSV ausbauen. Dass der Aufsteiger aus Dresden im Winter vor den noch vor etablierten Westdeutschen rangieren würde, "das hätte ich im Sommer nicht gedacht. Duisburg hatte gut eingekauft und galt als Aufstiegskandidat. Aber so ist das oft im Fußball, es kommt anders, als man denkt".

Inzwischen ist sein früherer Trainer Milan Sasic beurlaubt, hat Oliver Reck das Traineramt übernommen und wartet nach einem Zwischenhoch schon wieder seit vier Spielen auf einen Sieg. Die Favoritenrolle weist Trojan aber vehement von den heimstarken Schwarz-Gelben: "Das ist Quatsch, das wird eines der schwersten Heimspiele, weil Duisburg sehr gut verteidigt und sehr gefährlich bei Standards ist. Sie haben viel Qualität."

Der Freistoß- und Eckenspezialist Ivica Grlic, mit dem Trojan noch letzte Saison zusammen auf dem Platz stand, hat zwar verletzungsbedingt aufgehört und ist seit der Beurlaubung Sasics am 28. Oktober nur noch Sportdirektor, doch er könnte Dynamo anders gefährlich werden und Trojan fragen, ob er im Sommer wieder ins MSV-Trikot schlüpfen möchte. "Ich war bei seinem Abschiedsspiel, wir sind ganz gute Freunde und quatschen über viele Sachen. Vielleicht fragt er mich am Freitag", schmunzelt der Wahl-Dresdner, dessen Einjahresvertrag hier ausläuft.

Das ist ein Grund mehr für Trojan, gegen Duisburg alles abzurufen. Werbung in eigener Sache würde aber auch Dynamo nutzen, das bei Klassenerhalt gern verlängern will: "Wenn wir die 38 oder 40 Punkte haben, werden wir über einen Vertrag reden. Ich fühle mich hier wohl, der Verein ist zufrieden mit mir", sagt der erfahrene Profi. Natürlich schaut er auch aufs Geld: "Wir werden uns unterhalten - wenn es passt, dann passt es. Wenn nicht, dann nicht."

Stürmer Pavel Fort trainiert seit Montag wieder mit. Trojans Landsmann hatte wegen einer Angina pausiert und Antibiotika schlucken müssen. Ob er bis Freitag fit wird und den gelbgesperrten Mickael Poté ersetzen könnte, ist offen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.02.2012

Jochen Leimert

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