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Dynamo-Trainer Ralf Loose: "Es wird noch eine enge Kiste"

Dynamo-Trainer Ralf Loose: "Es wird noch eine enge Kiste"

Aus dem erhofften Dynamo-Heimsieg zum Abschluss der Zweitliga-Hinrunde wurde beim 2:2 gegen den FSV Frankfurt zwar nichts, die Zwischenbilanz von Trainer Ralf Loose fällt dennoch positiv aus.

Dresden .

Der Aufsteiger hat als Elfter mit 18 Zählern den Klassenerhalt fest im Blick.

Frage: Der Abschluss war sicher nicht optimal, doch wie zufrieden sind Sie mit der Hinrunde insgesamt?

Ralf Loose: So viele Gedanken zur Analyse der Hinrunde habe ich mir noch gar nicht gemacht, dafür haben wir noch zwei Spiele bis zur Winterpause. Aber die Bilanz ist gut. Wichtig ist, dass wir im Rennen um den Klassenerhalt sind. Dass wir uns darauf nicht ausruhen können, wissen wir.

Sie haben gesagt, dass in dieser Saison weniger als 40 Punkte zum Klassenerhalt reichen. Was macht Sie da so sicher?

Meiner Meinung nach gilt das Ge- setz mit den 40 Punkten nicht mehr, weil die Schere zwischen Arm und Reich sowohl in der Bundesliga als auch in der Zweiten Liga immer wei- ter auseinander geht. Und demnach holen die Mannschaften unten immer weniger Punkte und die oben umso mehr.

Die Favoriten stehen in der Liga oben, unten rangieren auch Teams, deren Tabellenplatz nicht so sehr überrascht. Von der anfangs beschworenen Wundertüte Zweite Liga ist nicht mehr die Rede, oder?

Es gibt schon einige Überraschungen. Positiv ist, wie sich Paderborn darstellt. Auch Union spielt eine super Saison. Ich würde uns noch dazu zählen. Trotzdem gibt es auch einige negative Überraschungen. Wer hätte gedacht, dass Aachen, Duisburg, Ingolstadt mit dem Budget da unten stehen? Ich bin überzeugt und kann nur warnend den Zeigefinger heben, dass sich diese Vereine - auch Karlsruhe - in der Winterpause noch verstärken werden und dass es noch eine enge Kiste wird.

Wie viele Punkte hat Dynamo das Theater in Dortmund und alles, was danach noch gekommen ist, gekostet?

Ich kann nicht sagen, ob das Punkte gekostet hat. Der Mannschaft ist es gelungen, sich täglich gut auf das Sportliche zu konzentrieren. Die unterschiedlichen Meinungen und Gedanken mit Blickrichtung DFB hat man auch am Sonntag gesehen. Das wird sicher noch weiter unseren Weg begleiten.

Zu Hause hat Dynamo nur gegen Union, Bochum und Karlsruhe gewonnen. Warum hat die Mannschaft nicht mehr aus dem Heimvorteil schöpfen können?

Das Spiel am Sonntag mussten wir eigentlich gewinnen. Gegen Paderborn ist ein einwandfreies Tor nicht gegeben worden - es sind schon Dinge passiert, für die man Erklärungen findet. Dass wir zu Hause stärker sind als auswärts, steht aber außer Frage. In der Zweiten Liga ist es noch schwerer, Auswärtssiege zu holen als in der Dritten. Deswegen bin ich froh, dass uns das schon gelungen ist. Wir sind auswärts zu Überraschungen in der Lage.

Haben sich Ihre Erwartungen an die Neuzugänge bislang erfüllt? Sehen Sie noch Steigerungspotenzial oder sind die Spieler an ihre Leistungsgrenze gegangen?

Ich denke schon, dass wir ziemlich an unsere Grenze gekommen sind. Wir haben Spieler aus unterschiedlichen Ligen zusammengeholt, Spieler, die selbst nicht so zufrieden waren bei ihren Vereinen oder verletzt waren. Es gibt aber Spieler, die noch Steigerungspotenzial haben wie Heller oder Knoll. Allein aufgrund ihres Alters ist noch eine Steigerung zu erwarten. Aber es liegt natürlich an ihnen selbst.

In welchem Mannschaftsteil würden Sie nachbessern, wenn das Geld und die Bereitschaft vom Verein da wäre?

Ich wünsche mir erst mal, dass da ein internes Gespräch stattfindet, wo wir die Köpfe zusammenstecken. Wenn Spieler woanders eine bessere Perspektive sehen, könnte man vielleicht reagieren. Prinzipiell haben wir einen Kader, der diese 18 Punkte erzielt hat. Ich traue ihm auch zu, weiter erfolgreich zu sein. Wir haben einen guten Teamgeist entwickelt. Trotzdem muss man immer die Augen offen halten.

Wer war für Sie der Spieler der Hinrunde?

Für Koch und Solga hat sich mit dem Aufstieg die Zweite Liga als neue Herausforderung gestellt. Sie haben sich dem Rhythmus langsam angepasst und ihre Leistung auch in der Zweiten Liga gebracht. Aber auch die ausländischen Spieler wie Brégerie, Gueye, Poté oder Dedic haben ihre Positionen gut ausgefüllt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2011

Interview: Jochen Leimert

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