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Dynamo-Torwart Eilhoff vor ungewisser Zukunft

Dynamo-Torwart Eilhoff vor ungewisser Zukunft

Tag für Tag absolviert er im Rehazentrum Nord diszipliniert sein Programm, doch ob und wann er wieder fit wird, das weiß niemand: Dynamo-Torwart Dennis Eilhoff muss mit der Ungewissheit leben, ob er künftig noch als Fußballprofi sein Geld verdienen kann.

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Dennis Eilhoff

Dresden . Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Tag für Tag absolviert er im Rehazentrum Nord diszipliniert sein Programm, doch ob und wann er wieder fit wird, das weiß niemand: Dynamo-Torwart Dennis Eilhoff muss mit der Ungewissheit leben, ob er künftig noch als Fußballprofi sein Geld verdienen kann. Nach vier Eingriffen am linken Mittelfinger fällt es den Ärzten schwer, eine Prognose abzugeben: "Die letzte OP ist ganz gut verlaufen, aber man kann noch nicht viel sagen, wie es künftig aussieht", sagt Eilhoff.

Klar ist nur: "Bis Ende Mai bin ich, was den Finger angeht, erst einmal außer Gefecht. Der Arzt hat in seinem Bericht auch geschrieben: Postoperativ ist von einer dreimonatigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen", berichtet der Pechvogel, der zuletzt Ende Februar in Bad Neustadt operiert wurde. Dass die Rehabilitationsphase so lange dauert, das ist für den Schlussmann ein Problem, denn so kann er sich nicht auf dem Platz zeigen, während der Verein die neue Saison plant. Sein alter Kontrakt läuft zum 30. Juni aus, die Arbeitslosigkeit oder schlimmstenfalls die dauerhafte Berufsunfähigkeit droht.

Den Teufel mag Eilhoff aber nicht an die Wand malen. "Mit 29 kann man als Torwart noch acht Jahre spielen. Das hatte ich eigentlich schon noch vor", sagt er. Von Panik ist wenig zu spüren, wenn er nach seiner Zukunft bei Dynamo oder anderswo gefragt wird: "Ich habe bis jetzt noch mit keinem gesprochen. Für mich ist erst einmal wichtig, dass ich wieder fit werde und dass ich generell wieder viel trainieren und spielen kann. Daher setze ich auch jeden Tag in der Reha Nord alles daran, um wieder voranzukommen." Im Moment macht er Ergotherapie: "Da geht es darum, erstmal Bewegung in den Finger reinzukriegen."

Noch hat der Ex-Bielefelder die Hoffnung, dass es in Dresden für ihn weitergeht. "Es gefällt mir hier nach wie vor", sagt er und erklärt, dass sein jüngster Smalltalk mit Paderborns Trainer Roger Schmidt ohne Hintergedanken abgelaufen sei: "Roger Schmidt kenne ich nicht erst seit gestern, sondern schon aus der Jugend vom SC Delbrück. Er war hier, um Ingolstadt zu beobachten. Da haben wir die Gelegenheit genutzt, mal zu quatschen."

Dynamo-Sportchef Steffen Menze mochte Eilhoff noch keine Aussichten auf ein neues Angebot machen: "Wir müssen erst einmal sehen, wie es um seine Gesundheit steht. Bisher wurde es relativ dramatisch dargestellt, was überhaupt die Fortsetzung seiner Karriere angeht. Die letzte Aussage war 50:50. Jetzt müssen wir warten und geduldig sein." Er denke nach wie vor, dass Eilhoff ein guter Torwart ist. Seine Leistungen seien zu Saisonbeginn zwar "etwas wechselhaft" gewesen, "aber da hat die Verletzung ihr Übriges getan".

Schon am 2. Spieltag beim 1:1 gegen Rostock hatte Eilhoff einen Schlag auf den linken Mittelfinger abbekommen, nach 18 Gegentoren in neun Spielen und dauerhaften Schmerzen tauschte ihn Trainer Ralf Loose Ende September gegen Wolfgang Hesl aus. Hesl kuriert momentan einen Fingerbruch aus der Partie in Paderborn (2:2) aus, doch sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Letzteres gilt auch für Benjamin Kirsten, Dynamos aktuelle Nummer 1 im Tor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.03.2012

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