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Dynamo-Torjäger Potés letzter Kraftakt vor dem Urlaub

Dynamo-Torjäger Potés letzter Kraftakt vor dem Urlaub

Kleine Hämatome, ja sogar winzige Löchlein in seinen Beinen sind nichts Neues für Mickael Poté. Der Stürmer von Dynamo Dresden merkt seine Sonderbewachung nicht nur auf dem Feld, sondern spürt die Härte, mit der er teilweise von zwei, drei Verteidigern überwacht wird noch lange nach den Spielen.

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Dresden. Von Tina Hofmann

Dresden. Kleine Hämatome, ja sogar winzige Löchlein in seinen Beinen sind nichts Neues für Mickael Poté. Der Stürmer von Dynamo Dresden merkt seine Sonderbewachung nicht nur auf dem Feld, sondern spürt die Härte, mit der er teilweise von zwei, drei Verteidigern überwacht wird noch lange nach den Spielen. Am Sonntag muss er ein letztes Mal in diesem Jahr seine Knochen für ein gutes Ergebnis hinhalten. Bei 1860 München wollen die Schwarz-Gelben in Spiel eins nach Ralf Loose punkten, um mit einem besseren Gefühl in die Winterpause zu gehen.

"Am Anfang war die Situation nach der Trainerentlassung ein bisschen komisch, aber wir haben keine Zeit, darüber nachzudenken. Unsere gesamte Konzentration gilt dem Spiel in München, dort wollen wir einen guten Jahresabschluss erreichen", beschreibt der Franzose die Gedanken der letzten Tage.

München ist für den 28-Jährigen ein gutes Pflaster, schoss er doch in der vergangenen Saison am 2. Oktober 2011 beim 4:2-Sieg drei Tore. Auch im Hinspiel (2:2) traf er zum 1:1-Ausgleich. Dass das nun wieder gelingt und er seine kleine Torflaute beendet, kann er nicht versprechen, aber er wird wie immer sein Bestes geben. "Es wird sicher wieder ein hartes Match, aber ich arbeite jeden Tag mit größter Konzentration, um mich zu verbessern und mich gegen so viel Bewachung noch besser durchsetzen zu können", erklärt der dreifache Familienvater.

Poté ist dankbar, für die Chance, die ihm der Fußball bietet und lebt hochprofessionell. Da müssen seine Tochter, die zwei Söhne und seine Frau auch schon mal warten, wenn er sich der Vor- und Nachbereitung des Trainings widmet und deshalb einer der Ersten und Letzten in der Kabine ist. Ein Ernährungsplan für jeden Tag und zusätzliche Arbeit mit seinem Mentalcoach, der öfters aus Frankreich anreist, gehören für den Nationalstürmer des Benin dazu, um die maximale Leistungsfähigkeit zu erreichen und das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen.

Dass mit Lynel Kitambala nun sein Sturmpartner verletzt fehlt, tut ihm persönlich leid, auf dem Spielfeld soll das aber keinen negativen Einfluss haben. "Ich benötige nicht unbedingt einen zweiten Stürmer neben mir. Das Wichtigste ist, dass ich Hilfe bekomme. Ob das nun durch einen Partner an meiner Seite oder durch zwei, drei offensive Mittelfeldspieler geschieht, ist eigentlich egal", macht der Top-Stürmer der Dynamos klar.

Sicher ist auch er nach der Partie gespannt, wer als neuer Trainer vorgestellt wird. Im Vorfeld räumt er gleich mit einer anscheinend unabdingbaren Referenz des neuen Mannes für die Seitenlinie auf. "Für mich hat es keine Priorität, dass der Neue Französisch spricht. Es könnte ein Vorteil sein, aber es ist kein Muss", macht Poté klar.

Für den praktizierenden Moslem gibt es kein Weihnachten, dennoch werden die Ferien genutzt, um die Liebsten zu sehen. "Ich werde mit meiner Frau für eine Woche in den Benin fliegen, um meine Familie zu besuchen und mein Ausbildungszentrum für junge Fußballer zu sehen, das von Tag zu Tag wächst", sagt der Stürmer. Es heißt "Académie Poté Joseph", "eine Hommage an meinen Vater", erklärt Mickael sofort, warum es nicht seinen Vornamen trägt. Mütze und Handschuhe muss Poté nicht einpacken, im Benin ist es momentan 32 Grad warm.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.12.2012

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