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Dynamo: Stürmertore nur schwacher Trost

Dynamo: Stürmertore nur schwacher Trost

"Wenn du auswärts zwei Treffer erzielst, musst du eigentlich was mitnehmen", ärgerte sich Ralf Loose. Beim 2:4 in Ingolstadt konnte der Dynamo-Trainer mit der Offensivleistung seiner Schwarz-Gelben durchaus zufrieden sein, dafür bereitete ihm das Defensivverhalten großes Unbehagen - und wieder einmal besonders bei Standards des Gegners.

Ingolstadt/Dresden .

Von Jochen Leimert

Nachdem Looses neuer Linksverteidiger Muhamed Subasic gegen Bochum Kopfballstärke bewiesen hatte, sollte er im Audi-Sportpark den US-Amerikaner Edson Buddle bewachen. Doch der nach dem 2:1-Sieg über den VfL hochgelobte Bosnier erfüllte seinen Job diesmal nicht wie erhofft. Buddle traf vor der Pause zweimal, beide Male unbedrängt, was Loose nach Spielschluss zur Feststellung verleitete: "Subasic hat uns letzten Montag die Treffer erzielt, heute war er maßgeblich daran beteiligt, dass wir zwei Gegentore kassiert haben." Der gegen Bochum noch so auftrumpfende Neuling stand beim 0:1 und 2:2 völlig neben den Schuhen. "Ich muss zumindest sehen, dass man alles versucht, um an den Ball zu kommen", schimpfte Loose.

Torhüter Dennis Eilhoff attestierte den Ingolstädtern nach ruhenden Bällen mehr Schlitzohrigkeit: "Die Jungs haben ihren Körper gut eingesetzt, sind gut in die Luft gestiegen und konnten die Bälle auch gezielt aufs Tor bringen. Da müssen wir einfach cleverer sein und uns dagegen wehren und auch den Körper reinstellen."

Doch die Aussetzer von Subasic waren nur ein Grund, warum Dynamo mit leeren Händen heimfahren musste. Im Duell Mann gegen Mann sahen die Dresdner generell häufig nicht gut aus. Den ersten Auswärtspunkt einzusacken, gelang nicht, "weil wir den letzten Kampf nicht angenommen haben", befand Innenverteidiger Florian Jungwirth. Weil die Vorderleute besonders zu Beginn beider Halbzeiten wenig ballsicher agierten, geriet die Abwehr stark unter Druck. Sie stand folglich wiederholt zu tief. "Es ist sehr schwierig, als Innenverteidiger rauszurücken, wenn du weißt, wir kriegen vorne keinen Zugriff", gestand Jungwirth.

In der Tat hatten die Mittelfeldspieler in Ingolstadt nicht ihren besten Tag. Loose räumte ein: "Es ist so, dass eine Mannschaft aus Technikern und Kämpfern besteht und wir haben mit Solga und Kegel zwei Spieler drin gehabt, die sicher mehr vom Technischen kommen und sich an die Zweikampfführung in der zweiten Liga gewöhnen müssen." Schlussmann Eilhoff, von vier Gegentoren frustriert, bemerkte: "Wir hatten zu einfache Ballverluste, daraus sind Konter und Tore entstanden."

Wenigstens hatten die neuen Stürmer Mickael Poté und Zlatko ihr Erfolgserlebnis, beide trafen erstmals für Dynamo. "Das ist ein kleiner Trost", sagte Jungwirth. Und auch Loose war froh, dass die größte Baustelle zu Saisonbeginn ihm inzwischen kein Kopfzerbrechen mehr bereitet: "Die Stürmer haben Gefahr ausgestrahlt." Wenn aber in einer Woche zu Hause gegen Eintracht Frankfurt gepunktet werden soll, dann müssen alle Mannschaftsteile voll mitziehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2011

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