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Dynamo-Präsident Ritter hofft auf erfolgreichen Einspruch gegen Pokal-Ausschluss

Dynamo-Präsident Ritter hofft auf erfolgreichen Einspruch gegen Pokal-Ausschluss

Es hat einige Zeit gedauert, bis sich der Verein dazu entschloss, erneut gegen einen vom DFB-Sportgericht verhängten Ausschluss vom DFB-Pokal vor das DFB-Bundesgericht zu ziehen.

Dresden.

Viel Arbeit wurde bei Dynamo Dresden investiert, um gerüstet zu sein, wenn heute um 12.30 Uhr die mit Spannung erwartete Verhandlung in Frankfurt am Main beginnt. Vorab sprachen die DNN mit Dynamo-Präsident Andreas Ritter, der das Geschehen diesmal wegen beruflicher Verpflichtungen nur aus der Ferne verfolgen kann.

Frage: Was erwarten Sie von der Verhandlung in Frankfurt?

Andreas Ritter: Ich erwarte, dass der Pokalausschluss gegen die SG Dynamo Dresden zurückgenommen wird.

Wie schätzen Sie die Chancen des Vereins ein?

Das kann und will ich nicht einschätzen vornweg. Wir glauben, gute Gründe zu haben, in die Berufung zu gehen, und setzen auch Hoffnungen in die Berufungsbegründung unseres Anwalts.

Vorfälle wie die in Hannover sind schon lange kein Phänomen von Dynamo Dresden mehr. Inwieweit glauben Sie, dass das zu einer anderen Beurteilung durch das Bundesgericht führt?

Das wird die Situation während der Verhandlung zeigen, aber genau aus diesem Grund sind wir auch wieder in die Berufung gegangen, um zu zeigen, dass diese Vorfälle kein Problem von Dynamo Dresden allein sind, sondern dass wir ein Problem im deutschen Fußball haben, was es gilt, gemeinsam anzupacken und zu lösen.

Wie weit sind die Bemühungen, eine Auswärts-Fancharta bei Dynamo zu erarbeiten, gediehen?

Wir stehen im Gespräch mit unseren Fangruppierungen, am Freitag findet eine Fanversammlung im VIP-Bereich des Stadions statt, wo dieses speziell auch thematisiert werden wird.

Können die Fans momentan weiter hoffen, dass sie vielleicht doch in Braunschweig und bei Union dabei sein und dafür auch in Dresden Karten kaufen können?

Wir haben immer gesagt: Wenn wir einen Konsens mit unseren Fans finden, dann wird auch sofort wieder das Kartenkontingent über unseren Verein verkauft.

Gibt es schon Signale aus Braunschweig und Berlin, wie man sich dort den Ablauf bei den Spielen vorstellt?

Unser Geschäftsführer ist im Gespräch, insbesondere erst einmal mit Braunschweig, und wir werden uns nächste Woche dazu zusammensetzen, um das Prozedere abzusprechen.

Es gibt Kritiker, die werfen Ihnen einen Schmusekurs mit der Fanszene vor. Sehen Sie keinen anderen Weg, als den Dialog mit den Fans so zu handzuhaben?

Ich halte das Wort Schmusekurs für ganz stark übertrieben. Wir haben immer unsere Position klargemacht, dass wir gegen Pyrotechnik sind, gegen Gewalt im Stadion. Wir haben eine Kontroverse im Punkt Pyrotechnik mit den Ultras, aber ich glaube: Unser Erfolgsrezept, dass es in Dresden seit Jahren zu keinen Vorfällen in der Richtung mehr gekommen ist - zumindest was unsere Fans betrifft -, resultiert daraus, dass wir natürlich im engen Kontakt mit unserer Fanszene generell stehen. Das ist wichtig, denn nur wenn man miteinander redet und seine Probleme darlegt, kann man Verständnis für den anderen erreichen. Das schreiben wir uns in Dresden als Erfolg zu und aus dem Grund werden wir auch in Zukunft den Kontakt zu den Fangruppen, nicht nur zu den Ultras, sehr intensiv aufrecht erhalten.

Welchen Einfluss wird das Urteil aus Frankfurt auf das Spiel am Sonntag in Aue haben?

Ich gehe mal davon aus, dass wir ein friedliches Fußballfest, ein stimmungsvolles Derby in Aue erleben dürfen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2013

Jochen Leimert

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