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Dynamo-Neuzugang Fromlowitz erst bei 80 Prozent

Dynamo-Neuzugang Fromlowitz erst bei 80 Prozent

Als Rafael Nadal am 10. Juni im "Stade Roland Garros" in Paris Tennisgeschichte schrieb, saß einer auf der Tribüne, dessen Bewunderung für den spanischen Sandplatzhelden kaum in Worte zu fassen ist.

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Zwischen den Trainingszeiten kann Neuzugang Florian Fromlowitz bei schönem Wetter die fantastische Aussicht vom Balkon des Hotels "Panorama" genießen.

Quelle: UHL

Walchsee . Von Tina hofmann, Walchsee

Walchsee (DNN). Als Rafael Nadal am 10. Juni im "Stade Roland Garros" in Paris Tennisgeschichte schrieb, saß einer auf der Tribüne, dessen Bewunderung für den spanischen Sandplatzhelden kaum in Worte zu fassen ist. Nicht nur der 26-Jährige, der als erster Spieler zum siebten Mal den Siegerpokal "La coupe des Mousequetaires" in die Höhe stemmte freute sich, sondern auch Dynamos neuer Torhüter Florian Fromlowitz.

"Er ist der gleiche Jahrgang wie ich und einfach ein toller Typ. Sein Ehrgeiz, sein ganzes Auftreten, einfach alles an ihm ist sensationell. Er ist ein Vorbild", versucht der neue Schlussmann der Dresdner seine Sympathien für den aktuellen Weltranglisten-Dritten zu umschreiben. Während Nadal das anfeuernde "Vamos" über den Platz brüllt, ziert der Schriftzug "Vamos Flo" die Handschuhe des Keepers. Auch neben dem Platz finden sich Parallelen, denn wie Nadal will Fromlowitz bei Dynamo Taten statt großer Worte sprechen lassen. "Ich bin nicht gekommen, um irgendwelche Kampfansagen zu machen. Ich habe in der Vergangenheit bewiesen, welches Potenzial ich habe und dass ich es abrufen kann. Nun geht es aber hier step by step", erklärt er. Schritt für Schritt will der Schlussmann die vergangenen zwei Jahre vergessen machen, in denen er "das volle Paket mitgenommen" hat.

Nach dem tragischen Freitod von Robert Enke im November 2009 wurde Fromlowitz Stammkeeper bei Hannover 96. Über die Zeit mag er nicht mehr sprechen, dafür aber über das, was bei den 96ern zu Beginn der Rückrunde 2010/2011 passierte. "Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen und es war für mich unverständlich, warum ich nicht mehr spielte", erinnert sich der 26-Jährige. Er musste seinen Platz für Ron-Robert Zieler räumen. Genau das Gleiche wiederfuhr ihm im November 2011 beim MSV Duisburg, als Trainer Oliver Reck Felix Wiedwald den Vorzug gab.

Dass sich Benjamin Kirsten bei den Schwarz-Gelben nicht nur ins Rampenlicht "gehalten" hat, sondern auch Publikumsliebling ist, stört seinen neuen Konkurrenten nicht. "Das blende ich aus. Erst einmal muss ich voll fit werden, momentan bin ich bei 80 Prozent", schätzt der in Kaiserslautern geborene Keeper ein. Er fragt aber auch: "Welcher Keeper setzt sich gern auf die Bank?" Aufgrund einer Patellasehnen-Reizung im Knie musste Fromlowitz gleich an seinem ersten Arbeitstag in Dresden den Weg in die Reha antreten. "Die Belastung beim Lauftrainingslager mit Duisburg war einfach sehr hoch. Es war aber die richtige Entscheidung, das zunächst auszukurieren", berichtet er. Bis auf einen Kreuzbandriss, den er sich am 19. Oktober 2007 zuzog, hatte der Torwart (70 Bundesliga-, 24 Zweitliga-Einsätze) laut eigener Aussage nie Knieprobleme.

In der neuen Saison will er mit Dynamo die Klasse halten. "Das zweite Jahr ist immer schwieriger", glaubt er. Bis zu Saisonbeginn soll eine Wohnung in der Elbestadt gefunden sein, in die er dann mit Frau Helene einzieht. "Ich bin gekommen, um hier zu zeigen, dass ich der richtige Mann bin", deutet Fromlowitz am Ende doch noch seinen Ehrgeiz an. Wie sein Vorbild Nadal ist er besessen vom Streben nach Erfolg.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.07.2012

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