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Dynamo: Jonas Strifler hofft auf einen fairen Empfang

Dynamo: Jonas Strifler hofft auf einen fairen Empfang

Als erster Stammspieler verkündete Jonas Strifler Ende Februar seinen Abschied aus Dresden, als erster Dynamo-Abgänger des Sommers kehrt er am Sonntag (13.30 Uhr) mit Alemannia Aachen ins Glücksgas-Stadion zurück.

Aachen/Dresden .

Von Jochen Leimert

Obwohl der Rechtsverteidiger seinen Weggang früh verkündete, als Dynamo in der 3. Liga unter Ex-Trainer Matthias Maucksch auf Rang acht und sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz lag, rechnet er nicht damit, dass ihn die Dresdner Fans als "Fahnenflüchtigen" mit Pfiffen empfangen. "Ich habe da keine Befürchtungen, weil ich glaube, dass ich für Dresden immer alles gegeben habe. Ich denke, die Fans haben mich auch so in Erinnerung."

Wenn er mit dem "D" auf der Brust auf dem Platz stand, dann war der aus Hoffenheim gekommene damalige U20-Nationalspieler tatsächlich meist einer der Leistungsträger. 53 Spiele für Dynamo bestritt der gebürtige Schwetzinger in zwei Serien für die Dresdner, die erst in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit nicht mehr auf ihn zählen konnten. Verletzungsprobleme hatten den schnellen Außenverteidiger ausgebremst, der neue Trainer Ralf Loose setzte ihn nur noch einmal in der Relegation gegen Osnabrück als Einwechsler ein. Bei den Aufstiegsfeierlichkeiten hielt sich der 21-Jährige auch spürbar zurück, der sensible Typ drängte sich außerhalb des Spielfeldes sowieso nie ins Rampenlicht.

Den Wechsel zur Alemannia hat Strifler (Vertrag bis 2013) bis jetzt nicht bereut. Er wohnt unweit des Stadions in einer eigenen Wohnung und fühlt sich in der Stadt Karls des Großen wohl. "Für mich war es der richtige Schritt", sagt er, wenngleich der Aachener Traditionverein am Sonnabend noch ohne Sieg und 2:13 Toren in Dresden anreist und er als Spieler bis dato erst vier Einsätze, davon drei in der Startelf, vorweisen kann. Er habe sich mit dem am 13. September entlassenen Trainer Peter Hyballa gut verstanden, auch wenn unter ihm nicht alle Träume reiften und er häufiger als erwartet auf die Bank musste. "Ich war komplett fit in der gesamten Vorbereitung, habe eigentlich auch jedes Spiel gemacht. Dann hat sich der Trainer für einen anderen entschieden", blickt Strifler ohne Zorn zurück. Mario Erb hatte ihm den Stammplatz streitig gemacht, doch unter Hyballa-Nachfolger Friedhelm Funkel besitzt er nun wieder bessere Karten.

Beim 0:2 in Berlin-Köpenick und dem 1:3 zu Hause gegen den FSV Frankfurt spielte der Badener in der Anfangsformation, nur hatte er angesichts der Niederlagen fünf und sechs wenig Freude daran. "Wir haben gegen Frankfurt eine gute erste Halbzeit gespielt, die zweite war nichts - das wird bestraft", ärgert er sich noch immer, "wir schaffen es noch nicht, über 90 Minuten konstant gut zu spielen." Striflers Vertrauen in die Erfahrung von Trainerfuchs Funkel ist trotz dessen Startschwierigkeiten am Tivoli groß: "Was er macht, hat Hand und Fuß." Ausgerechnet in Dresden soll nun der Bock umgestoßen, die sieglose Serie beendet werden.

Was Dynamo bisher geleistet hat, das nötigt Strifler Respekt ab: "Viele Spieler aus dem letzten Jahr sind ja nicht mehr da, aber nach dem, was ich gesehen habe, hat Dynamo gute Neuverpflichtungen getätigt. Auch ein Robert Koch hat eine tolle Entwicklung genommen, was mich für ihn freut, weil er ein guter Junge ist."

Nicht nur auf das Wiedersehen mit Koch freut sich der Wahl-Aachener, sondern auch auf das mit den anderen aus den Vorjahren noch verbliebenen Dynamos. Auf ein gütliches Unentschieden würde sich der Rückkehrer freilich nicht einlassen, er möchte mit dem TSV unbedingt einen "Dreier" einsacken: "Ein Punkt in Dresden wäre in unserer Situation schon zu wenig."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.10.2011

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