Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dynamo-Geschäftsführer Müller will Pufferzonen verkleinern

Dynamo-Geschäftsführer Müller will Pufferzonen verkleinern

Gute Kontakte muss man pflegen - und genau das tat die Vereinsspitze von Dynamo Dresden gestern bei einem 45-minütigen Gespräch im Innenministerium.

Voriger Artikel
Kitambala schon in Dresden
Nächster Artikel
Offiziell: Dynamo Dresden verlängert Vertrag mit Kapitän Robert Koch

Christian Müller

Dresden . Dresden (DNN/JOL). Gute Kontakte muss man pflegen - und genau das tat die Vereinsspitze von Dynamo Dresden gestern bei einem 45-minütigen Gespräch im Innenministerium. Der Antrittsbesuch des neuen Geschäftsführers Christian Müller bei Innenminister Markus Ulbig (CDU) beinhaltete aber nicht den Austausch von Höflichkeiten. So bekräftigte Müller im Beisein von Dynamo-Präsident Andreas Ritter noch einmal, dass Dynamo auch unter seiner Führung konsequent gegen Gewalt und Pyrotechnik im Stadion vorgehen und unbelehrbare Chaoten aussortieren will.

Man sei mit der Entwicklung der Sicherheitslage rund um die Heimspiele sehr zufrieden, "aber da ist noch Luft nach oben", so Müller. Er kündigte jedoch an, dass Dynamo in Absprache mit der Polizei und dem Sicherheitsdienst einen Versuch starten will, die Pufferblocks im Glücksgas-Stadion zu verkleinern. "Man muss beobachten, wie die Fans mit dem Zugeständnis umgehen", sagte Müller, den die vielen bisher zwangsweise freien Plätze im Stadion stören. 2000 aus Sicherheitsgründen unbesetzte Plätze bei jedem Heimspiel kosten den Verein über die Saison etwa 680 000 Euro, rechnete Müller vor. Da die Polizei-Einsatzleitung dem Experiment aufgeschlossen gegenüberstehe, sei eine Verkleinerung der Pufferzonen noch in der Hinrunde denkbar.

Ulbig bestätigte, dass die Landesregierung die positive Entwicklung in Dresden schätzt. Der Politiker hofft, die Einsatzstunden von Polizeikräften weiter herunterfahren zu können. In den letzten vier Jahren konnte die Zahl schon um ein Drittel abgesenkt werden. An den vor einem Jahr angeregten Sicherheitseuro denkt der Minister im Moment nicht. "Der Sicherheitseuro hat keine Rolle gespielt", so Ulbig nach dem Treffen. Im Falle einer Verschlechterung der Lage könne die Zusatzabgabe indes wieder diskutiert werden: "Ich will das Thema nicht vollständig begraben", so Ulbig. Er hofft, dass Dynamo weiter sportlich an Fahrt gewinnt und die rund 500 000 Euro an Strafen, die der Klub in der letzten Saison an den DFB zahlen musste, künftig in die Mannschaft und den Nachwuchs investieren kann. Der ehemalige Pirnaer OB, der mittlerweile auch Sportminister ist, versprach, bei der Schlösserverwaltung ein gutes Wort für Dynamo einzulegen. Bisher sträubt sich der Staatsbetrieb gegen eine langfristige Nutzung des Trainingsgeländes im Großen Garten durch den Zweitligisten. Der Vertrag läuft nur noch bis 2014, Dynamo würde aber gern in eine Drainage investieren, um die Trainingsbedingungen zu verbessern. Ohne Vertragsverlängerung lohnt sich das aber nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.08.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr