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Dynamo Dresdens Trainer Peter Pacult: "Wir haben uns sehr gut aufgestellt"

Dynamo Dresdens Trainer Peter Pacult: "Wir haben uns sehr gut aufgestellt"

Dreieinhalb Wochen Vorbereitungszeit hat Dynamo hinter sich. Nach sieben Tagen Trainingslager am Walchsee zog Trainer Peter Pacult ein Fazit. Dabei sprach er über den Konkurrenzkampf, das Auftaktprogramm und den Wirbel um seine Person.

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Peter Pacult kennt das Geschäft: "Ich werde meine Arbeit machen, so lange ich darf."

Quelle: Steffen Kuttner

Frage: Wie zufrieden sind Sie mit dem Trainingslager?

P. Pacult: Das Wetter hat gepasst, die Bedingungen waren super. Noch besser war die Einstellung der Spieler, die hervorragend gearbeitet haben. Wir konnten sehr viel mit dem Ball machen. Die Testspiele haben auch gepasst, die Gegner waren in Ordnung.

Wie stark ist der letzte Neuzugang Adam Susac?

Er hat beim Training überzeugt und eine gute Einstellung mitgebracht. Es war von Vorteil, dass ich seinen Manager kannte. Da wusste ich, dass er mir keinen vorbeischickt, der meinem Anforderungsprofil nicht entspricht. Es ist wichtig, dass wir dort Lösungen gefunden haben, wo wir noch Handlungsbedarf hatten.

Bei ihrem Amtsantritt mussten Sie mit einer fertigen Mannschaft arbeiten. Nun konnten Sie das Team mit Steffen Menze selbst aufstellen. Sind Sie mit den Transfers zufrieden?

Das wird die Saison zeigen. Spieler haben uns verlassen, andere haben wir geholt. Daraus muss man etwas Neues formen. Wie schnell das gelingt, hängt auch vom Erfolg ab. Wenn du erfolgreich spielst, wächst alles ein bisschen schneller zusammen. Ich denke, dass wir uns sehr gut aufgestellt haben. Vergangene Saison hatten wir am Ende eineinhalb Stürmer, wobei Tobias Müller der halbe war, der andere war Pavel Fort. Nun haben wir vier Stürmer. Mit der Verpflichtung des Algeriers Amine Aoudia haben wir uns darauf vorbereitet, was man hinter den Häusern immer wieder zu Mickael Poté hat zwitschern hören. Er ist aber inzwischen zu mir gekommen und hat ganz klar gesagt, dass er sich wohl fühlt und bleiben will. Im Tor hat sich Nico Pellatz nahtlos eingefügt. Die drei Tormänner gehen gut miteinander um, helfen sich gegenseitig.

Auch in der Defensive wurde durch die Verpflichtungen ein neuer Konkurrenzkampf angeheizt...

Wir hatten nach der Verletzung von Savic und Gueye in der vergangenen Saison erhebliche Probleme. Das haben wir gut kompensiert. Es war ein Bauchgefühl, Anthony Losilla zurückzuziehen; Gott sei Dank ist es aufgegangen. Es hieß, wir haben mit Ach und Krach die Klasse gehalten, aber welche Probleme wir meistern mussten, sehen nur die wenigsten. Alle, die ihren Senf dazu gegeben haben, sollen sich über wichtigere Dinge den Kopf zerbrechen als immer nur zu kritisieren. Ich bin überzeugt von den Spielern, die wir geholt haben.

Bleibt Mickael Poté Kapitän?

Für mich ist die Antwort klar, Sie werden das am ersten Spieltag sehen.

Vergangene Saison wurde immer wieder über Grüppchenbildung gesprochen. Wie wichtig ist es Ihnen, dass die Truppe eine verschworene Einheit ist?

Das Thema wird dramatisiert. Egal aus welchem Land jemand kommt, oder welche Nationalität einer hat, im Fußball wird eine gemeinsame Sprache gesprochen. Ich habe eine sehr gute Aussage eines Managers gelesen, der bei Dortmund einen 28-Mann-Kader hat. Der sagt, dass es auch Reibereien ge- ben wird. Elf spielen, die sind glücklich. Sieben sind halb glücklich und halb angefressen und die anderen zehn, die oben sitzen, sind ganz angefressen und machen gute Miene zum bösen Spiel. Du kannst aber nicht mit nur zwölf Leuten in die Saison gehen. Es ist nicht nur der Trainer dafür zuständig. Dass ein Spieler böse auf den Trainer ist, wenn er nicht spielt, weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber ob der Spieler teamfähig ist oder nicht, ist eine Charakterfrage. Es bringt ihm nichts, wenn er Unruhe erzeugt und sich via Presse beschwert. Dass man alle Spieler braucht, hat man vergangene Saison gesehen.

Mit Paul Milde und Marvin Stefaniak sind zwei Spieler aus der U19 dabei. Wie zufrieden sind Sie mit ihnen?

Für sie ist das jetzt ein Anpassungsprozess. Sie machen im Training ihre Sache gut. Im Winter hatte Tobias Müller auch keiner auf der Rechnung. Diese beiden haben fußballerisch etwas drauf, aber jetzt muss man geduldig sein.

Durch die Relegation hat sich die Vorbereitung verschoben. Sie haben bereits angedeutet, dass das Team aus diesem Grund zum Auftakt nicht bei 100 Prozent des Leistungsvermögens angelangt sein kann...

Diese zehn Tage fehlen uns einfach. Das muss man so akzeptieren. Wir müssen das anderweitig, beispielsweise durch Einstellung, kompensieren. Gegen Baku hat es teilweise ganz gut ausgeschaut. Gegen Regensburg hat man gesehen, dass nach dem Trainingslager noch einiges fehlt. Wir stecken eben mitten in der Vorbereitung und müssen weiter arbeiten.

Wann erhoffen Sie sich von der Mannschaft die volle Leistungsfähigkeit? Muss man einfach die zehn Tage dazu rechnen?

Aufpassen - in dieser Woche spielen wir am Montag, am Mittwoch, am Samstag (in Bochum, Flutspiel gegen den HSV, offenbar Freundschaftsspiel gegen Hull City/Anm.d.Red.). Wir kommen erst am Dienstag aus Bochum zurück und haben Mittwoch auf einmal auch noch dieses Spiel. In dieser Woche wirst du schwer etwas drauflegen können. Die ersten Spiele zählen noch mit in die Vorbereitung.

Wie gehen Sie unter diesen Umständen das Auftaktspiel gegen Köln an?

Wir müssen schauen, dass wir eine gewisse Frische mitbringen. Es ist nicht so, dass wir jetzt bolzen. Das heißt aber auch nicht, dass wir weniger Einheiten bestreiten.

Wie bewerten Sie das Auftaktprogramm mit Köln, Bochum, Union und dem FSV Frankfurt?

Mit einem Heimspiel gegen einen sehr attraktiven Gegner, der als Saisonziel den Aufstieg ausgegeben hat, anzufangen, ist positiv.

Nach dem Klassenerhalt gab es unschöne Turbulenzen um Ihre Person. Ist bei Ihnen etwas davon zurückgeblieben?

Vergessen kann man es nicht. Aber das Thema ist gegessen.

Die Kommunikation sollte verbessert werden. Hat sich da etwas getan? Spüren Sie das Vertrauen des Vereins?

Ich wüsste nicht, was sich geändert haben sollte. Ich habe hier mit Thomas Dathe gesessen, aber das war privat. Ich kann mit der Floskel Vertrauen des Vereins wenig anfangen. Ich bin schon länger Trainer und habe die eine oder andere Situation erlebt, die nicht so schön war. Ich werde meine Arbeit machen, so lange ich darf.

Buchmacher bieten Wetten an, welcher Trainer der Zweiten Liga als erster gehen muss. Auf der Liste stehen sie ganz oben, gefolgt von Alexander Schmidt und Falko Götz. Interessiert Sie das?

Was soll ich mich mit so einer Vogelwette beschäftigen. Wenn ich mir darüber Gedanken mache, habe ich 3811 andere Sorgen. Das wäre Nummer 3812.

Gibt es noch Baustellen?

Die Chancenverwertung muss im Vergleich zur Vorbereitung besser werden. Aber lieber vergeben wir die Chancen jetzt als in der Meisterschaft.

Haben Sie die Startelf für Sonnabend schon im Kopf?

Auf sieben, acht Positionen steht die Elf, auf den anderen schaue ich noch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.07.2013

Tina Hofmann

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