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Dynamo Dresdens Sportchef Steffen Menze: Torjäger Mickael Poté bleibt!

Dynamo Dresdens Sportchef Steffen Menze: Torjäger Mickael Poté bleibt!

Dynamos Sportchef Steffen Menze reiste am Samstag ins Trainingslager an den Walchsee. Die DNN sprachen mit ihm über Torjäger Mickael Poté, Baustellen im Kader und die Stärke der Liga in der kommenden Saison.

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Steffen Menze im Gespräch mit DNN-Mitarbeiterin Tina Hofmann.

Frage: Momentan bereiten sich hier 23 unter Vertrag stehende Spieler und vier Probespieler auf die Saison vor. Mit welcher Kaderstärke wollen Sie zu Beginn aufgestellt sein?

Steffen Menze: Die Kadergröße ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Wir wollen auf jeden Fall Alternativen schaffen. Der vordere Bereich ist durch den Weggang von Zlatko Dedic eine Baustelle. Es ist nicht so leicht, adäquaten Ersatz zu finden. Bis vor kurzer Zeit standen wir noch mit Dimitar Rangelov in Kontakt und hatten uns eigentlich schon geeinigt, doch dann ging er plötzlich woanders hin. Auch auf der linken und der rechten Außenbahn wollen wir noch Alternativen schaffen. Im zentralen Mittelfeld und in der Defensive sind wir meiner Meinung nach schon gut aufgestellt.

Der Vertragsabschluss mit dem Kanadier Tosaint Ricketts ist nur noch Formsache. Nun testen Sie den Brasilianer Piá, den Kameruner Armand Ella Ken und schauen sich auch den Deutsch-Montenegriner Hasan Pepic an. Was erwarten Sie sich von ihnen?

Es sollten nicht immer riesige Hoffnungen da reingelegt werden, aber wir sehen das als eine Möglichkeit an, sich kurzfristig ein Bild zu verschaffen. Armand hat seine Jugend bei Barcelona verbracht, und da wir in so einem Fall nicht die Informationen detailliert bis in die Tiefe erhalten können, versuchen wir, uns das noch mal anzugucken. Parallel sprechen der Trainer und ich mit anderen Kandidaten, wo wir uns vorstellen können, dass es passt. Piá ist 30 Jahre alt und eher schon auf dem Weg nach unten. Wir werden uns sicher nicht von zwei Toren blenden lassen, sondern uns ein Gesamtbild verschaffen. Spieler wie Pepic kommen nicht einfach so zu uns. Meist haben große Vereine da schon ihre Hand drauf und einen Vorvertrag geschlossen. Dort, wo er jetzt unterschrieben hat (Juventus Turin II/Anm.d.Red.), wird er aber sicher keine Rolle spielen.

Mickael Poté ist trotz hartnäckiger Gerüchte über einen Wechsel nach Fürth immer noch da. Der Trainer spricht davon, dass das Thema ad acta gelegt sei und sich der Stürmer sich zur Mannschaft bekannt hätte. Wie sehen Sie die Situation?

Wir haben uns als Verein klar positioniert. Die Begehrlichkeiten der Beteiligten sind noch vorhanden. Wir wollen das Thema aber eigentlich nicht aufwärmen, um Ruhe rein zu bekommen. In solchen Fällen ist man Opfer des Erfolges, sicherlich spielt auch Geld eine Rolle. Wir wissen aber auch um die Schwierigkeiten, einen Spieler mit dieser Qualität zu unseren Bedingungen zu ersetzen. Da tun wir uns unheimlich schwer. Ich denke, dass Fürth seinen eigenen Kram machen muss. Ich finde, dass das Vorgehen allgemein etwas zweifelhaft war, deshalb will ich mich nicht mit dem Verein beschäftigen.

Sind Sie für den Fall, dass Fürth doch noch Summe x auf den Tisch legt, vorbereitet? Und wäre es eine Option, Zlatko Dedic von Bochum dann mit der eventuellen Poté-Ablöse zu kaufen?

Im Fall von Dedic könnte man wieder nur einen Einjahresvertrag schließen. Er hat immer noch den viel besprochenen Kontrakt in Bochum, dann würde noch eine Ablöse hinzukommen. Ich wage zu bezweifeln, dass das zielführend für den Verein ist. Wir haben auch noch im Hinterkopf, dass sich bei dem einen oder anderen Erstligisten noch etwas bewegt, aber nach den Gesprächen mit Managern von anderen Ver- einen muss man ganz klar sagen, dass es für die einfach zu früh ist. Zudem sind wir nicht unbedingt am Anfang der Kette. Wir wären natürlich froh, wenn unsere Vorstellungen schnell greifen. Wir sind aber guter Dinge, dass wir den Kader so aufstellen, wie wir es gern hätten.

Ein zweites Diskussionsthema der letzten Wochen war der Vertrag von Robert Koch. Werden Sie sich mit ihm hier noch zusammensetzen?

Wir werden ihn nicht abgeben, aus unserer Sicht hat er noch Vertrag. Wir haben ihm etwas angeboten, was sehr, sehr gut ist. Ich werde hier noch mal das Gespräch mit ihm suchen. Mal sehen, wie er dann darauf reagiert.

Mit wem wollen Sie noch Gespräche führen?

Mit Romain Brégerie ist eins vorgesehen, mit Filip Trojan habe ich bereits ein lockeres Gespräch gehabt. Auch Benjamin Kirsten steht noch auf meinem Plan. Allerdings sind das nicht immer gleich Vertragsgespräche.

Dynamo hat mit Bochum, 1860 München, Duisburg und Kaiserslautern kein einfaches Startprogramm. Wo sehen Sie das Team zu Beginn der Saison und wie schätzen Sie die Liga ein?

Ich sehe den Auftakt als schwierig an. Wir sollten darauf vorbereitet sein, die Ruhe zu bewahren und uns nicht verrückt machen zu lassen. Das Heimspiel mit dem Teilausschluss der Fans ist sicher ein Nachteil. In der vergan- genen Saison hat man gesehen, was die Fans bewirken können. Wenn ich unser Auftaktprogramm sehe, dann muss man auch mit Rückschlägen rechnen, aus denen wir uns trotzdem wie- der herausarbeiten können. Ich denke, dass die großen Vereine vielleicht nicht ganz so dominant sind wie in der letzten Saison. Aber sicher haben sie immer noch genügend Qualität. Für die Mannschaften, die im oberen Drittel spielen gibt es da sicher mehr Chancen anzugreifen. Die Liga wird in meinen Au- gen in der Spitze nicht unbedingt stärker sein aber in der Breite. Es wird für uns kein einfacher Weg. Wir wissen, dass wir nicht der Krösus der Liga sein werden. Wenn wir es schaffen, auf unserem Stamm basierend Qualität noch weiter zu entwickeln, dann sind wir solide aufgestellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2012

Interview: Tina Hofmann

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