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Dynamo Dresdens Regisseur Cristian Fiel: "Wir müssen es erzwingen"

Dynamo Dresdens Regisseur Cristian Fiel: "Wir müssen es erzwingen"

Am späten Freitagabend nach dem 0:1 in Osnabrück war Cristian Fiel noch ziemlich niedergeschlagen. "Ich mache jetzt meine Augen zu und werde ein bisschen in mich gehen", sagte der 33-Jährige auf dem Weg in den Mannschaftsbus.

Dresden.

Gestern wirkte Dynamos Leitwolf erholt - und er hätte beinahe die Pressekonferenz verpasst, weil er sich nach dem Training kaum vom Ball trennen konnte. Als die Mannschaft schon in der Kabine war, übte der Spanier noch Freistöße im Großen Garten.

Ob er in derartigen Standards das beste Mittel sieht, im Relegationsrückspiel heute Abend (20.30 Uhr/live im MDR) die für den Klassenerhalt nötigen Tore gegen den VfL Osnabrück zu schießen, bestritt er vehement: "Mir war einfach danach, noch ein bisschen auf die Kiste zu kloppen", beteuerte Fiel, dem am 24. Mai 2011 beim Aufstiegsspiel an der Bremer Brücke per Freistoß der 1:1-Ausgleich gelungen war. Dass Dynamo damals noch 3:1 nach Verlängerung gewann, lag aber vor allem an der Spielstärke der Schwarz-Gelben. Auf sie zählt Fiel auch heute, denn darin sieht er Dynamo dem VfL ("Ihr größtes Pfund ist die mannschaftliche Geschlossenheit") überlegen. Nur habe Dynamo in Osnabrück nicht gezeigt, was die Mannschaft auszeichnet. "Unsere Stärke ist es, den Ball zu haben und spielerisch die Lösung zu finden", ist Fiel überzeugt.

Für den erfahrensten Dresdner (307 Zweit- und Erstligaspiele) steht fest: "Wir sind der Zweitligist, sind der Favorit und das muss man auch sehen." Fiel forderte, die immens wichtige Partie mit "Vollgas, aber klarem Kopf, Sinn und Verstand, taktisch klug" anzugehen. Ein blindes Anrennen auf die VfL-Mauer hält er für gefährlich: "Das Schlimmste, was passieren kann, wäre in einen Konter reinzulaufen und einen zu kriegen." Dann müsste Dynamo wirklich wieder drei Tore schießen, um sich wie 2011 gegen die Niedersachsen durchzusetzen.

Dass selbst das gelingen kann, obwohl Dynamo derzeit nicht die gleiche Qualität im Sturm hat wie damals, davon ist David Solga überzeugt. Der Dortmunder, wie Fiel einer der Aufstiegshelden, glaubt, dass Dynamo vor eigenem Publikum besser trifft: "Zu Hause klappt es ja, da hoffen wir auch diesmal drauf." Solga, der wohl heute von draußen einem Sechser-Duo Fiel/Losilla zuschauen muss, bleibt locker: "Wir brauchen erst mal ein Tor, dann haben wir bis zur 120. Minute Zeit, das zweite zu machen."

Sein alter Weggefährte Fiel würde nach der langen Saison gern ohne Verlängerung auskommen. Aber dafür muss die Mannschaft seinen Rat befolgen: "Wir müssen einfach konsequenter sein und es erzwingen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.05.2013

Jochen Leimert

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