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Dynamo Dresdens Pokalheld Schnetzler hat für später vorgesorgt

Dynamo Dresdens Pokalheld Schnetzler hat für später vorgesorgt

Sein sensationelles Tor im Pokal flimmerte nicht nur über die Bildschirme in ganz Deutschland, sondern auch via Internet über die Landesgrenzen hinaus.

Lara .

Von Tina Hofmann

Lara (DNN). Sein sensationelles Tor im Pokal flimmerte nicht nur über die Bildschirme in ganz Deutschland, sondern auch via Internet über die Landesgrenzen hinaus. Alexander Schnetzler ist Dynamos "Millionenmann", denn mit seinem 4:3-Siegtreffer im DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen Bayer Leverkusen schoss er das Team nicht nur eine Runde weiter, sondern verhalf dem Club dank des Traumloses Borussia Dortmund zu einer kräftigen Finanzspritze.

Doch der stets freundliche Pfullendorfer hat im Ligaalltag bei den Schwarz-Gelben nichts zu lachen. Noch keine einzige Sekunde durfte er im Kampf um Punkte auflaufen. "Nur" im Pokal gegen Leverkusen und in Dortmund durfte er ran. "Ich wünsche mir mehr Einsätze als in der Hinrunde", beschreibt der 32-Jährige seine Ziele für die kommenden Monate und lacht dabei schon wieder fast über sich selbst. "Es gibt eine Option, aber die ist nicht mehr zu erreichen", gibt er weiter Auskunft über seine Vertragssituation und erweckt dabei nicht im geringsten den Anschein, dass diese an ihm zehrt. Bis zum 30. Juni 2012 hat Schnetzler unterzeichnet und er weiß, dass seine Aktien nicht zum Besten stehen. Vorzeitig die Flinte ins Korn werfen will er aber nicht. "Ich bin in Lauerstellung, aber an Cheikh vorbeizukommen ist nicht so einfach, und auf der linken Abwehrseite waren wir eigentlich doppelt gut besetzt", glaubt er. Nach der Leisten-Operation von Muhamed Subasic könnte der Konkurrenzkampf mit Sebastian Schuppan aber aufflammen. "Wenn die Ergebnisse stimmen, hat man wenig Argumente und es geht darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Fußball ist kein Wunschkonzert", beschreibt Schnetzler seine Situation.

Bei allem Realismus ist die Frohnatur aber bis in die Haarspitzen motiviert und ehrgeizig. "Er geht im Training in den Zweikämpfen sehr gut zur Sache. Ich hoffe, dass er es im Testspiel auch so zeigt", urteilt Loose über seinen Helden. Schnetzler selbst hört das Wort gar nicht gern, denn für ihn war das Aufholen des 0:3-Rückstandes gegen Leverkusen "von der gesamten Mannschaft heldenhaft". Der 1,73-Meter große Kicker weiß, wo seine Schwächen und Stärken liegen. "Im defensiven Zweikampfverhalten habe ich definitiv Reserven. Besser kann ich den offensiven Spielaufbau mit einleiten und mich auch vorn einschalten", berichtet er. Früher spielte der Verteidiger sogar im Sturmzentrum und auf den offensiven Außenbahnen, später auch auf der Sechserposition. "Ich bin erst bei Rot-Weiß Erfurt in die Viererkette gerückt", sagt der ehemalige Osnabrücker, der nach der Relegation gegen Dynamo im Sommer die Seiten wechselte.

Dass der Pfullendorfer Gelassenheit ausstrahlt, obwohl er nicht zum Einsatz kommt, liegt auch daran, dass er für die Zeit nach der Fußballer-Karriere vorbereitet ist. "Ich habe eine Ausbildung zum Versicherungsfachmann gemacht und in Pfullendorf die Möglichkeit, danach einzusteigen", so Schnetzler. Seine Frau Gabriela ist zwar noch in Osnabrück bei einer Agentur angestellt, betreibt ihre Arbeit aber vom "Homeoffice" Dresden aus. "Er ist auf jeden Fall weiter als im Sommer und er weiß, seine Bissigkeit ins Spiel zu werfen", schätzt Trainer Loose ein. Egal, wie der Konkurrenzkampf am Ende ausgeht - Schnetzler wird seine gute Laune nie verlieren. Auch nicht, wenn Dynamo in der Abwehr doch noch einmal einen Neuzugang präsentieren sollte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.01.2012

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