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Dynamo Dresdens Neuzugang Kempe im DNN-Interview: "Ich möchte richtig reinhauen!"

Dynamo Dresdens Neuzugang Kempe im DNN-Interview: "Ich möchte richtig reinhauen!"

In Paderborn und Dresden staunten die Fans nicht schlecht, als sie die Nachricht vom Blitztransfer von Tobias Kempe erreichte. Niemand hatte damit gerechnet, dass der 23-jährige Offensiv-Allrounder Ostwestfalen nach nur einem halben Jahr verlassen und dann auch noch zu Dynamo (Vertrag bis 2014) wechseln würde.

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Dynamo Dresdens Neuzugang Tobias Kempe.

Quelle: imago sportfotodienst

Die DNN erwischten ihn gestern nach dem Medizincheck in Dresden am Telefon.

Frage: Wie lief es denn beim Doc?

Kempe: Alles nach Plan - perfekt. Alles ist in Ordnung, ich bin topfit. Ich komme ja auch erst aus dem Trainingslager von Paderborn, das morgen in Side zu Ende geht. Da ist es nicht überraschend, dass der Test positiv ausgefallen ist.

Jetzt geht es gleich wieder zurück in die Türkei. Das fällt Ihnen sicher nicht schwer, wenn Sie hier aus dem Fenster schauen...

Vom Wetter her ist es dort sicher angenehmer.

Viel Zeit in der Heimat hatten Sie nicht. Was musste noch alles erledigt werden?

Ich bin separat nach Düsseldorf geflogen, habe noch ein paar persönliche Sachen in Paderborn zusammengepackt und bin dann noch am Dienstag nach Dresden gereist, um den Medizincheck zu absolvieren und ein paar organisatorische Dinge zu regeln. Das nimmt alles seinen Lauf.

Die Unterschrift unter dem Vertrag ist trocken?

Ja.

In Dresden und Paderborn war man sehr überrascht über den Wechsel. Wie ist es dazu gekommen?

Dynamo wollte mich schon im Sommer haben. Und in meinen Augen war die Hinrunde in Paderborn für mich nicht perfekt. Ich habe mir das etwas anders vorgestellt, wollte mehr spielen. Ich habe zwar 15 Einsätze gehabt, aber auch ein paar Spiele nur auf der Bank gesessen. Ich habe für mich nicht mehr gesehen, dass mich das weiterbringt.

Sie waren auch nicht verletzt, oder?

Nein, das waren ausschließlich sportliche Gründe, die der Trainer (Stephan Schmidt/d. Red.) angeführt hat. Deswegen kam mir das Interesse aus Dresden sehr gelegen. Ich habe schon im Sommer überlegt, lange mit Steffen Menze gesprochen. Jetzt hat es super geklappt, ich bin hier und freue mich auf die Rückrunde. Ich möchte richtig reinhauen.

Stimmt es, dass auch Sandhausen Sie verpflichten wollte?

Ja, es waren noch mehrere Vereine interessiert. Ich habe mich aber klar für Dynamo entschieden.

Welche Reaktionen gab es denn aus Aue, wo Sie bis zum vergangenen Sommer zwei Jahre gespielt haben?

Gar keine. Ich spiele jetzt bei Dynamo, alles andere ist mir auch egal.

Mit dem Menschen- und dem Zungenschlag in Sachsen kommen Sie gut zurecht? Es ist ja nicht gerade Ihre Heimatregion, Sie stammen vom Niederrhein...

Da mache ich keine Unterschiede, ich bin Deutscher, komme hier überall klar. Dresden ist auch eine wunderschöne Stadt, in der man sich wohlfühlen kann. Die Fans machen es einem auch leicht.

Hatten Sie schon Zeit, mal links und rechts der Straße aus dem Autofenster zu schauen?

Ich kenne die Stadt schon etwas. Als ich in Aue gespielt habe, war ich öfters mal in Dresden, um in die Stadt zu gehen und sie ein wenig zu besichtigen.

Was macht Sie so zuversichtlich, dass Sie mit Dynamo die Klasse halten, Sie wollen doch nicht nach einem knappen halben Jahr schon wieder umziehen?

Die Liga ist total unberechenbar, aber ich sehe riesiges Potenzial in der Mannschaft, der Trainer ist kein Unbekannter. Mit den vielen Fans im Rücken können wir es schaffen, wir haben noch genug Heimspiele. Da müssen wir die Punkte sammeln und auswärts auch was mitnehmen. Ich habe zwar noch nicht mit der Mannschaft trainiert, aber ich denke, es ist eine gute Truppe. In Paderborn war Dynamo sehr stark. Die Mannschaft und der Verein gehören nicht in die Tabellenregion, wo sie jetzt stehen. Das wollen wir jetzt verbessern.

Kennen Sie schon Spieler aus der Mannschaft näher?

Man kennt sich etwas von den Spielen her. Florian Jungwirth kenne ich von der Nationalmannschaft her. Wir haben schon ab der U18 zusammengespielt. In der U19 war ich verletzt, aber bei der U20-WM in Ägypten haben wir wieder zusammengekickt.

Peter Pacult bestimmt, wer wo spielt. Wo sehen Sie sich am liebsten?

Offensiv bin ich flexibel einsetzbar. Meine Lieblingsposition ist auf der Nummer 10, hinter den Spitzen im zentralen Mittelfeld. Ich kann aber auch auf der linken oder rechten Seite spielen. Da wurde ich in den letzten Jahren auch flexibel eingesetzt. Aber egal, ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt.

Ihr Vater Thomas Kempe hat viele Jahre in der Bundesliga bei den damals "Unabsteigbaren" in Bochum gespielt. Was hat er Ihnen für den Abstiegskampf mit auf den Weg gegeben?

Ach, nichts weiter. Ich habe mit Aue ja selbst schon Abstiegskampf erlebt. Ich weiß, worauf es ankommt: Jetzt zählt jeder Punkt. Jeder muss sich den Arsch aufreißen und jede Woche 100 Prozent abrufen, um da unten so schnell wie möglich herauszukommen. Dafür müssen wir jeden Tag im Training hart arbeiten und in den Spielen unsere Punkte holen.

Interview: Jochen Leimert Dynamo reist heute wieder nach Lara in die Türkei. Cüneyt Köz, Marcel Franke, Toni Leistner und Hasan Pepic sowie der in der Reha befindliche Lynel Kitambala bleiben in Dresden zurück.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.01.2013

Leimert, Jochen

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